mini|Blick auf Gralla im nördlichen Teil des Leibnitzer Feldes mini|Grazer und Leibnitzer Feld Als Leibnitzer Feld wird ein weites Tal in der südlichen Steiermark im unteren Murtal bezeichnet, das zwischen dem Wildoner Schlossberg im Norden und der österreichisch-slowenischen Staatsgrenze im Süden liegt und das Grazer Feld nach Süden weiterführt. Es liegt auf rund und ist eine fruchtbare Ebene, die von Mur, Laßnitz und Sulm sowie Stiefing entwässert wird. Im Südwesten wird es durch einen schmalen Höhenzug begrenzt, den die Sulm im Bogen umfließt. Hauptanbauprodukte sind Getreide, Wein und Obst. Entlang der Flüsse haben sich Auwälder erhalten. Der Hauptort, der dem Feld den Namen gibt, ist die Bezirkshauptstadt Leibnitz.
Das Leibnitzer Feld ist ein historisch alter Siedlungsraum, wie Ausgrabungen aus der Römerzeit (Flavia Solva) belegen. In der Nekropole auf dem Frauenberg wurden Gräber aus dem 2. Drittel des 5. Jahrhunderts v. Chr. entdeckt. Fünf der über 400 Individuen weisen verformte Schädel auf, darunter ein etwa 50-jähriger Mann und vier Kinder zwischen zwei und zehn Jahren.
Literatur Walter Modrijan: La Tène-zeitliche Flachgräber im Leibnitzerfeld. In: Schild von Steier 10, 1962, , S. 57–64.
Weblinks
Landschaftsgliederung in der Steiermark Das Leibnitzer Feld
Kategorie:Tal in der Steiermark Kategorie:Tal in Europa Kategorie:Windische Bühel Kategorie:Orographie des Einzugsgebiets Sulm (Mur) Kategorie:Orographie des Einzugsgebiets Mur