mini|Voxi Bärenklau (2015) Volker „Voxi“ Bärenklau (* 1. Dezember 1960 in Sulzbach am Main) ist ein deutscher Kameramann, Lichtdesigner und Videokünstler.

In Theater- und Opernproduktionen verbindet er Kamera, Filmprojektion, Videogestaltung und Licht. Er zeichnete für die Lichtgestaltung für Schlingensiefs Parsifal bei den Bayreuther Festspielen (2004–2007) verantwortlich. Seit 2021 lehrt er an der Akademie der bildenden Künste Wien.

Leben und Werk Ausbildung und frühe künstlerische Phase Bärenklau studierte Visuelle Kommunikation. Seine Diplomarbeit mit dem Titel Das Bewegungs-Bild enthielt im gestalterischen Teil die Kameraarbeit zu Buchholz bleibt.

Film und Fernsehen Ab Ende der 1980er Jahre arbeitete Bärenklau als Kameramann für Kino und Fernsehen. Seine erste eigenständige professionelle Kameraarbeit war 1989 für Christoph Schlingensiefs 100 Jahre Adolf Hitler – Die letzte Stunde im Führerbunker. Weitere frühe Arbeiten sind: Buchholz bleibt (1990, Regie und Kamera) Das deutsche Kettensägenmassaker (1990, Kamera gemeinsam mit Schlingensief)

2000–2001 war er als Action-/Second-Unit-Gaffer an Martin Scorseses Gangs of New York beteiligt.

Theater und Oper In Theater- und Opernproduktionen verband Bärenklau Kamera, Filmprojektion, Videogestaltung und Licht 2002/2003: ATTA ATTA – Die Kunst ist ausgebrochen (Volksbühne Berlin) – erste umfassende Theaterarbeit mit Film, Video und Licht. 2004–2007: Lichtgestaltung für Parsifal (Bayreuther Festspiele, musikalische Leitung: Pierre Boulez) – eine seiner prägendsten Arbeiten. Die Inszenierung war polarisierend: Während einige Kritiker sie als bahnbrechend feierten, gab es auch scharfe Ablehnung, u. a. durch den Tenor Endrik Wottrich, der die Inszenierung öffentlich kritisierte. Schlingensief reagierte mit dem Vorwurf, Wottrich vertrete eine Vorstellung von einem „reinen“ Deutschland, was Wottrich als Rassismusvorwurf zurückwies. 2010/2011: Licht für Schlingensiefs Via Intolleranza II (Berliner Festspiele, Einladung zum Theatertreffen 2011). 2016/2017: Director of Photography für Die Borderline Prozession (Einladung zum Theatertreffen 2017).

Lehrtätigkeit Seit dem WS 2021 doziert Bärenklau im Bereich Bühnen-/Szenografie an der Akademie der bildenden Künste Wien.

Volkstheater Wien (2022–2025)

Von der Spielzeit 2022/23 bis 2025 war Bärenklau als Lichtdesigner und Director of Photography fest am Wiener Volkstheater engagiert.

Auszeichnungen 2025: DER FAUST (Kategorie Medien) als Mitglied des 12-köpfigen Videokünstlerteams von RCE #RemoteCodeExecution (Berliner Ensemble).

Rezeption Bärenklaus Werk ist geprägt von der Verbindung experimenteller Licht- und Raumgestaltung mit filmischen und digitalen Medien. Seine Zusammenarbeit mit Christoph Schlingensief – insbesondere die Lichtgestaltung für Parsifal – gilt als Meilenstein seiner Karriere. Die Inszenierung löste kontroverse Diskussionen aus, die in Medien wie Tagesspiegel, taz und Welt dokumentiert sind.

Weblinks Website

Voxi Bärenklau. In: Filmportal

Einzelnachweise

Kategorie:Kameramann Kategorie:Lichtdesigner Kategorie:Hochschullehrer (Österreich) Kategorie:Person (Theater) Kategorie:Geboren 1960 Kategorie:Mann