Die spanische U-21-Fußballnationalmannschaft ist eine Auswahlmannschaft spanischer Fußballspieler. Sie unterliegt der Real Federación Española de Fútbol und repräsentiert ihn auf der U-21-Ebene, in Freundschaftsspielen gegen die Auswahlmannschaften anderer nationaler Verbände, aber auch bei der Europameisterschaft des Kontinentalverbandes UEFA und der Fußball-Weltmeisterschaft der FIFA. Spielberechtigt sind Spieler, die ihr 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die spanische Staatsangehörigkeit besitzen. Bei Turnieren ist das Alter beim ersten Qualifikationsspiel maßgeblich.
Europameisterschaften 1980 bis 1986: Entwicklung unter Luis Suárez Die spanische U-21-Auswahl konnte sich bisher neun Mal für die Europameisterschaftsendrunde qualifizieren. Fünf Mal stand das Team dabei im Finale um den Wettbewerb, wobei sie dieses zwei Mal für sich entscheiden konnten. Den ersten Titel gab es 1986 im Spiel gegen Italien. Nachdem es nach Hin- und Rückspiel 3:3 gestanden hatte, musste das Elfmeterschießen entscheiden. Dies gewannen die Spanier mit 3:1.
Trainer: Luis Suárez Tor Abwehr Juan Carlos Ablanedo Jesús SolanaManolo SanchísGenar AndrinúaQuique Sánchez FloresJuan Carlos Rodríguez Mittelfeld Sturm Eusebio SacristánRamón CalderéRoberto Fernández BonilloEugenio BustingorriPaco LlorenteMiguel PardezaGabino Rodríguez RodríguezTxetxu Gallego Michel PinedaEloy OlayaRamón Vázquez García Bemerkung: In Klammern Spiele und Tore (S/T)
1982 schaffte es die Spanische U-21-Nationalmannschaft erstmals, an der Europameisterschaft teilzunehmen. In der Vorrundengruppe 8 hatten sich die Iberer mit den Teams der Niederlande und Luxemburg auseinanderzusetzen. Nach je zwei Siegen in Hin- und Rückspielen qualifizierte sich die Mannschaft sicher für das Viertelfinale, wo man auf Deutschland traf. Nach einem 1:0-Hinspielerfolg scheiterten die Spanier in der zweiten Begegnung mit 0:2 und schieden aus.
1988 bis 1998: Mehrmalige Teilnahme an der EM und zweiter Titelgewinn Beim Endspiel um die EM-Trophäe 1998 stand man dem Team von Griechenland gegenüber und konnte sich mit 1:0 durchsetzen. Während des Turniers konnten spätere Top-Spieler wie Guti, Míchel Salgado, Juan Carlos Valerón und Roger García Junyent von sich Reden machen. Den entscheidenden Treffer im Finalspiel erzielt Iván Pérez Muñoz.1998: Iván Pérez lässt Spanien jubeln auf uefa.com
Trainer: Iñaki Sáez Tor Abwehr Francesc ArnauEsteban Suárez Míchel SalgadoAitor López RekarteJosé Antonio García CalvoLuis Carlos CuarteroBallesteros Mittelfeld Sturm JosicoFelipe GuréndezRogerItoJuan Carlos ValerónGutiVíctorJosé Félix GuerreroBenjamín ZarandonaMarcos Vales Iván Pérez MuñozMiguel Ángel AnguloSalva Ballesta Bemerkung: In Klammern Spiele und Tore (S/T)
1998 bis 2009: Entwicklung im neuen Jahrtausend In der Qualifikation zur Europameisterschaft 2006 wurden die Spanier zusammen mit Belgien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Litauen und San Marino in Gruppe 7 gelost. Hier galten die Südeuropäer als Favoriten auf den Einzug in die Finalrunde. Nachdem sie im ersten Spiel gut starteten, gab es in den beiden Folgepartien gegen Litauen und Belgien einen Rückschlag und der spanische Nachwuchs kam nicht über zwei Unentschieden hinaus. Am 8. Februar 2005, gegen San Marino machten sie durch einen 14:0-Sieg die Enttäuschung über den vorangegangenen Punktverlust wieder weg. Es war der höchste Sieg in der Geschichte der U-21-Nationalmannschaft. Diese Euphorie hielt allerdings nicht lange, nachdem am 5. Spieltag der Quali die erste Niederlage eingesteckt werden musste. Mit 0:1 verließen die Spanier gegen Serbien den Platz als Verlierer. Anschließend startete das Team eine Serie von drei Siegen in Folge und setzte sich im Spitzenfeld der Tabelle fest. Durch eine weitere Niederlage am 7. Oktober 2005 gegen die belgische Mannschaft, war das Team drei Tage später, am letzten Spieltag der Qualifikation, auf Schützenhilfe durch Litauen, die gegen Serbien spielten, bzw. auf Bosnien-Herzegowina, gegen Belgien, angewiesen, um noch einen der beiden ersten Plätze, die zur Endrundenteilnahme berechtigen, zu erreichen. Doch weder Serbien, noch die Belgier gaben sich blöße und gewannen ihre Partien.
Da die nächste Europameisterschaft nach der EM 2006 nicht erst wie üblich zwei Jahre später, sondern bereits 2007 stattfand, wurde die entsprechende Qualifikation in einem Schnellverfahren ausgespielt. Angefangen mit einer Vorrunde, über eine kurze Gruppenphase mit drei Mannschaften und den Play-off-Games. Spanien brauchte erst in die Gruppenphase einsteigen. Dem Team wurden noch die Mannschaften aus Albanien und der Slowakei zugelost. Es fand nur ein Spiel gegen jede Mannschaft statt, so dass die Teams je einmal Auswärts und einmal Heimrecht hatten. Beide Partien überstanden die Spanier ohne große Mühe. In der Folgerunde schied man allerdings gegen Italien nach einem 0:0 und einem 1:2 vor heimischer Kulisse aus.
Nach fünf verpassten Qualifikationen, sollte es zur EM 2009 wieder funktionieren. Durch Losglück erhielten die Spanier eine leichte Gruppe und gewannen alle acht Spiele der Qualifikation und zogen dadurch ohne Punktverlust in die Play-off-Runde ein. Nur zwei Gegentore kassierte die Mannschaft dabei. In der Zwischenrunde waren die Schweiz der Gegner. Nach einer 1:2-Niederlage am 11. Oktober 2008, stand die Mannschaft im Rückspiel unter Zugzwang. Man holte das Ergebnis auf und so stand es nach 90 Minuten 2:1 für die Südeuropäer. Aus diesem Grund musste die Verlängerung entscheiden. Diese entschieden die Spanier für sich und zogen nach neun Jahren wieder in die Endrunde der U-21-Europameisterschaft ein. Dort scheiterte die Mannschaft schließlich in der Vorrunde an den beiden späteren Finalteilnehmern England und Deutschland und schied als dritter der Gruppe B aus dem Turnier aus.
2010 bis heute: Aktuelle Entwicklung Zwei Jahre darauf, nahm die Mannschaft an der Europameisterschaft in Dänemark teil. Ohne eine Niederlage wurde das Team erster in ihrer Gruppe und zog so in das Halbfinale des Wettbewerbs ein, wo man auf das belarussische Team traf. Nachdem diese bereits zur ersten Halbzeit in Führung gingen, glich Adrián López erst in der 89. Minute aus, brachte seine Mannschaft damit in die Verlängerung, wo sie sich schließlich 3:1 durchsetzte. In der Finalbegegnung spielte die Elf von Nationaltrainer Luis Milla dann gegen die Schweiz. Diese Partie entschieden die Spanier mit 2:0 für sich und konnten somit erstmals seit 1998 wieder den Pokal gewinnen. Zudem wurde Thiago zum besten Spieler der Finalpartie ernannt.Spieltag 5 – Samstag, 25. Juni 2011: Schweiz 0-2 Spanien auf uefa.com.
Trainer: Luis Milla Tor Abwehr David de Gea (5/0)Diego Mariño (0/0)Rubén Miño (0/0) Alberto Botía (5/0)Álvaro Domínguez (5/0)Mikel San José (0/0)Víctor Ruiz Torre (0/0)Dídac Vilà (5/0)José Ángel Valdés (0/0)Martín Montoya (5/0) Mittelfeld Sturm César Azpilicueta (1/0)Daniel Parejo (4/0)Diego Capel (4/0)Javi Martínez (5/0) 12px|Kapitän der MannschaftJuan Mata (5/2)Thiago (5/1)Rubén Pérez del Mármol (0/0) Bojan Krkić (3/0)Jeffrén Suárez (3/1)Adrián López (5/5)Ander Herrera (5/2)Emilio Nsue (1/0)Iker Muniain (4/0) Bemerkung: In Klammern Spiele und Tore (S/T) während der Europameisterschaft
Schweiz Spanien 100px 25. Juni 2011, 20:45 UhrAarhus Stadion (Aarhus)Ergebnis: 0:2 (0:1)Zuschauer: ?Schiedsrichter: Paolo Tagliavento ( Italien) Yann Sommer; Gaetano Berardi 10px, Jonathan Rossini, Timm Klose, Philippe Koch; Fabian Lustenberger 10px; Innocent Emeghara (53. Mario Gavranović), Fabian Frei (54. Amir Abrashi), Granit Xhaka (67. Pajtim Kasami), Xherdan Shaqiri; Admir MehmediTrainer: Pierluigi Tami David de Gea; Dídac Vilà, Álvaro Domínguez, Alberto Botía, Martín Montoya; Javi Martínez 10px; Iker Muniain (85. Daniel Parejo), Ander Herrera (90. Diego Capel), Thiago, Juan Mata; Adrián López (80. Jeffrén Suárez)Trainer: Luis Milla 0:1 Ander Herrera (41.) 0:2 Thiago (81.)
Mit Adrián López stellten die Spanier zudem den besten Angreifer des Turniers. Der Stürmer erzielt insgesamt fünf Tore und sicherte sich damit die Verleihung des Goldenen Schuhs.Spaniens Stürmer Adrián gewinnt adidas Goldenen Schuh vom 25. Juni 2011 auf uefa.com
Teilnahme bei U-21-Europameisterschaften 1978 nicht qualifiziert 1980 nicht qualifiziert 1982 Viertelfinale 1984 2. Platz 1986 Sieger 1988 Viertelfinale 1990 Viertelfinale 1992 nicht qualifiziert 1994 in Frankreich 3. Platz 1996 in Spanien 2. Platz 1998 in Rumänien Sieger 2000 in der Slowakei 3. Platz 2002 in der Schweiz nicht qualifiziert 2004 in Deutschland nicht qualifiziert 2006 in Portugal nicht qualifiziert 2007 in den Niederlanden nicht qualifiziert 2009 in Schweden Vorrunde 2011 in Dänemark Sieger 2013 in Israel Sieger 2015 in Tschechien nicht qualifiziert 2017 in Polen 2. Platz 2019 in Italien Sieger 2021 in Slowenien & Ungarn Halbfinale 2023 in Rumänien & Georgien Finale 2025 in der Slowakei qualifiziert Bemerkung: Zwischen 1978 und 1992 wurde die Endrunde einer U-21-Europameisterschaft nicht in einem Land ausgetragen, sondern durch Hin- und Rückspiele in den jeweiligen teilnehmenden Nationen absolviert.
Ehemalige Spieler (Auswahl) Ignacio Camacho Barnola Daniel Jarque Javi Martínez Fran Mérida Sergio Ramos Jonathan Soriano Fernando Torres Andrés Iniesta
Trainerhistorie (unvollständig) Name Zeitraum Erfolge Manuel Meana 1959 José Luis Costa, Ramón Gabilondo & José Luis Lasplazas 1959–1960 Gustau Biosca 1976–1978 José Santamaría 1978–1980 Luis Suárez 1980–1988 Europameister 1986 Jesús María Pereda 1988–1992 Andoni Goikoetxea Olaskoaga 1992–1996 Iñaki Sáez 1996–2002 Europameister 1998 José Ufarte Juan Santisteban 2002–2004 Iñaki Sáez 2004–2008 Juan Ramón López Caro 2008–2010 Luis Milla 2010–2012 Europameister 2011 Julen Lopetegui2012–2014 Europameister 2013 Albert Celades2014–2018 Luis de la Fuente2018–2022 Europameister 2019 Santi Denia2022–
Siehe auch Fußball in Spanien U-21-Fußball-Europameisterschaft
Weblinks
Offizielle Website der spanischen Nationalmannschaft (spanisch, englisch) Offizielle Website des spanischen Verbandes (spanisch) Profil auf uefa.com Profil auf weltfussball.de
Einzelnachweise
Kategorie:U-21-Fußballnationalmannschaft U 21 Fussball U 21 Nationalmannschaft, U-21-Manner