Die Scienta Omicron GmbH (früher Omicron Vakuumphysik GmbH, dann Omicron NanoTechnology GmbH) ist ein mittelständisches Unternehmen, das Geräte für die Nanotechnologie und Oberflächenphysik herstellt. Das Unternehmen mit Sitz in Taunusstein-Neuhof im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen ist über Partner und Tochtergesellschaften weltweit vertreten und gehört der schwedischen Scienta Scientific Gruppe an.

Unternehmen Omicron ist Weltmarktführer für Analysemethoden der Oberflächenphysik (PDF; 351 kB)Rentsch: Der Weltmarktführer für Nano-Analytik macht Unsichtbares sichtbar, Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung vom 5. Juli 2013 wie Rasterkraft- (AFM), -tunnel- (STM), -elektronenmikroskopen (SEM), LEED und Elektronenspektroskopie sowie Anlagen zur Herstellung von Nanostrukturen (Thermisches Verdampfen, Sputtern), die auf Basis einer Plattformstrategie größtenteils individuell für den Kunden entwickelt werden. Die verschiedenen Methoden (zum Beispiel AFM und STM) können dabei durchaus in einem Gerät kombiniert werden. Auf Grund der Zusammenarbeit mit Forschungsgruppen hat das Unternehmen einige innovative Geräte entwickeln können, wie zum Beispiel ein STM für variable Temperaturen von 4 bis über 1000 KelvinVDE Rhein-Main: Hessen innovativ Technischer Horizont 2015 (PDF; 668 kB).

Eine Kooperation der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit dem Unternehmen zur Herstellung von Quarz-Kristallspiegeln wird aktuell durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, S. 106..

Geschichte mini|Historisches Logo Das Unternehmen wurde 1984 von Norbert Nold und Ernst Lang gegründet und stellte anfangs UHV-Apparate für LEED sowie ab 1987 – als erstes kommerzielles UHV-STM – ein als „STM 1“ bezeichnetes Rastertunnelmikroskop her. Ein Exemplar dieses Gerätes befindet sich heute im Deutschen Museum.Deutsches Museum: Anhang zum Jahresbericht 2010 - Inventarisierung von Exponaten - 310.Physik Omicron ist damit ein Unternehmen schon aus der Anfangszeit der NanotechnologieVDI Regionalstudie „Nanotechnologie in Dresden/Sachsen“: Abschnitt 6.4 Hessen (PDF; 1,8 MB). Ab Anfang der 1990er Jahre kamen zunehmend Vertretungen in Europa und Übersee hinzu, auch wurde die Produktpalette um weitere Analysemethoden erweitert, wie zum Beispiel AFM oder STMs mit variabler Temperatur.Bharat Bushan: Springer Handbook of Nanotechnology, Springer Verlag Berlin, 2003, S. 333: "AFM/STMs for use in UHV environments are manufactured by Omicron Vakuumphysik, Taunusstein", einziger genannter Hersteller für UHV-Geräte Im Jahr 1996 wurde das VT STM von der Fachzeitschrift R&D mit dem 1996 R&D 100 Award als eines der ″top 100 technology products of the year″ ausgezeichnet.VT SPM, scientaomicron Website, abgerufen am 8. August 2016 1999 wurde Omicron vom hessischen Wirtschaftsministerium und der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände als „Hidden Champion“Hidden-Champions... der Sieger 1999 ausgezeichnet. Ein Jahr später stellte das Unternehmen die erste MBE-Anlage mit integrierter Analysemöglichkeit vor. Im Jahr 2007 wurde das NanoESCA - System und im Jahr 2013 das LT Nanoprobe - System mit dem R&D 100 Award ausgezeichnet.2007 R & D 100 Award Winners, rdmag.com vom 31. August 2007The Heat is On, rdmag.com vom 25. Oktober 2013

Von Mitte 2011 bis Mitte 2015 gehörte das Unternehmen zur britischen Unternehmensgruppe Oxford Instruments plc.Nanowerk.com v.15. Juni 2011: Oxford Instruments Acquires Omicron NanoTechnology GmbH and Omniprobe, Inc. Im Mai 2015 ist durch den Zusammenschluss mit der schwedischen Firma VG Scienta die neue Firmengruppe Scienta Omicron mit Firmensitz in Taunusstein (Deutschland) sowie Uppsala in Schweden entstanden.Wiesbadener Kurier vom 30. Juni 2015:

Literatur Hermann Simon: Hidden Champions des 21. Jahrhunderts : Die Erfolgsstrategien unbekannter Weltmarktführer Frankfurt a. M.: Campus, 2007. - ISBN 978-3-593-38380-4. S. 25 Jürgen Meffert und Holger Klein: DNS der Weltmarktführer - Erfolgsformeln aus dem Mittelstand Redline, München 2013, ISBN 978-3-636-03109-9, S. 43ff. Frankfurter Allgemeine, 16. Juli 2007: Der PC an der Armbanduhr Die Zeit Nr. 34/2012, Dietmar H. Lamparter: „Hidden Champions“: Eine Fundgrube - Unbekannt, aber einzigartig – Deutschlands mittelständische Weltmarktführer.

Einzelnachweise

Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Rheingau-Taunus-Kreis) Kategorie:Organisation (Taunusstein) Kategorie:Nanotechnologieunternehmen Kategorie:Unternehmensgründung 1984