Zimpel-Tauer, , war eine Gemeinde mit etwa 250 bis 300 Einwohnern in der östlichen Oberlausitz zwischen Niesky und Hoyerswerda südlich der diese beiden Städte verbindenden Bahnstrecke Węgliniec–Falkenberg/Elster.
Gemäß amtlicher Volkszählung 1910 waren damals 75,5 % der Gemeindebevölkerung Sorben.Michael Richter: Wendische/sorbische Mehrheiten? Umstrittene Volkszählungen zwischen 1925 und 1951. In: Lětopis 1/2018, S. 21–46, hier S. 44. Im Jahr 1956 sprach noch ein Drittel der Bevölkerung Sorbisch;Ludwig Elle: Sprachenpolitik in der Lausitz. Domowina-Verlag, Bautzen 1995, S. 254 mittlerweile ist die Sprache aus dem dortigen Alltag weitgehend verschwunden.
Jahr Einwohner 1871 339 1885 286 1905 286 1925 288 1939 284 1946 252 1950 260 1964 265 1971 253
Am 30. September 1928 wurden die Landgemeinden Zimpel und Tauer unter dem Namen Zimpel zusammengeschlossen, zum 8. März 1933 erfolgte die Umbenennung in Zimpel-Tauer. Im Jahr 1973 wurde Zimpel-Tauer nach Klitten eingemeindet. Beide Ortschaften erhielten den Ortsteilstatus, wodurch der Doppelname nicht mehr gebräuchlich ist.
Durch die geographische Nähe und die geringe Ortsgröße erfolgte die gemeinsame Erhebung der Einwohnerzahlen bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert.
Quellen und weiterführende Literatur
Literatur
Fußnoten
Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Görlitz) Kategorie:Ort in der Oberlausitz Kategorie:Geographie (Boxberg/O.L.) Kategorie:Gemeindegründung 1928 Kategorie:Gemeindeauflösung 1973