mini|hochkant=0.6|Wappen der Editha von Wartensleben am Gutshaus in Christinenhof.Editha Gräfin von Wartensleben (* 21. April 1837 in Grambow (Pommern); † 27. Februar 1895 in Faulenrost) war die GattinVgl. R. von Mosch: Deutsches Adelsblatt. Wochen-Schrift für die Aufgaben des christlichen Adels. Organ der Deutschen Adelsgenossenschaft. XIII. Jahrgang, No. 10, Verlag der gemeinnützigen Gesellschaft Pionier, Berlin, Sonntag den 10. März 1895, S. 171. des Erblandmarschalls Cuno Graf von Hahn (* 26. August 1832; † 8. Oktober 1885). Sie wurde aufgrund ihres resoluten Auftretens bekannt.

Leben Editha von Wartensleben aus dem Hause Schwirsen war eine Tochter des Alexander von Wartensleben (1807–1883) und der Emilie von Borwitz und Hartenstein. Sie heiratete am 22. April 1858 Cuno Graf von Hahn, der Erblandmarschall des Landes Stargard und Besitzer des 1846 gestifteten Fideikommissbetriebs „Basedow-Pleetz“ (bestehend aus 13 Gütern um Basedow einschließlich Christinenhof) sowie der Lehensgüter Faulenrost, Hungerstorf und Rittermannshagen war. Aus der Ehe mit Cuno von Hahn entstammen neun Kinder. Während Cuno als verweichlicht beschrieben wird – er soll z. B. gerne Stickarbeiten verrichtet haben – galt Editha als umso resoluter. Sie soll gerne Zigarren geraucht, Schnaps getrunken und schwere Stiefel getragen haben. Die Wappen von Editha von Wartensleben und Cuno von Hahn finden sich am 1870 errichteten Gutshaus in Christinenhof (heute Ortsteil von Gielow). Sie wurde mit dem Verdienstkreuz für Frauen und Jungfrauen ausgezeichnet.

Nach dem Tod von Cuno von Hahn bezog sie ihren Witwensitz im Schloss Faulenrost. Dort geriet sie in Konflikt mit Lehrer Karl Schneeberg, den sie unter anderem wegen seines von ihr nicht erwünschten Bartes drangsalierte. Schneeberg kündigte und ging nach Preußen. Ein von ihm verfasster und in einer mecklenburgischen Zeitung veröffentlichter Bericht über die Nöte ritterschaftlicher Lehrer in Mecklenburg war Gegenstand einer Debatte im Berliner Reichstag.

Ihre ererbten Güter übergab sie 1887 an die Söhne, den damaligen Sekonde-Leutnant im Regiment der Gardes du Corps Nicolaus Graf Hahn, und an Walther, Matthias, Friedrich Carl, Helmuth und Septimus Herren von Hahn, die Ende März des genannten Jahres ihren Lehn-Eid leisten mussten, oder dabei von ihr selbst als Vormünderin vertreten wurden.Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Mecklenburg-Schwerin. Amtliche Beilage. Jahrgang 1887-Nr. 11, II. Abtl., Eigenverlag, Schwerin, Sonnabend 12. März 1887, S. 57. mini|hochkant=0.4|Kirche Basedow. Editha von WartenslebenDer Sporn. Zentral-Blatt für die Gesammt-Interessen der Deutschen Pferde-Rennen. Nr. 52-1895, Jahrgang 33, Selbstverlag Sporn-Edpedition-Hans von Tepper-Leski, Berlin 27./28. Dezember 1895, S. 698. starb 1895 und wurde in der Kirche Basedow beigesetzt.

Literatur Julius von Wartensleben: Nachrichten von dem Geschlechte der Grafen von Wartensleben. Band (Teil) 2: Biographische Nechrichten. Albert Nauck und Comp., Berlin 1858, u. a. S. 287. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. 1904. Jahrgang 77, Justus Perthes, Gotha 1903, [S. 322.] Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. 1922. Jahrgang 95, Justus Perthes, Gotha 1921, S. 381. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft (DAG). Teil A (Uradel). 1942. Jahrgang 115, Justus Perthes, Gotha 1941, S. 240 f.

Quellen Walter Schneeberg: Chronik der Gemeinde Basedow. Basedow 1966.

Weblinks Anke Bauschke: Basedow. Der westliche Parkteil der Ornamental Farm. Beitrag zur Erhaltung eines historischen Zeugnisses unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes. Betreuung: Marcus Köhler, Hrsg. Hochschule Neubrandenburg, Anlagen, Neubrandenburg 10. Juni 2010, S. 3. PDF

Einzelnachweise

Editha ⚭Editha Kategorie:Trägerin des Verdienstkreuzes für Frauen und Jungfrauen Editha Editha Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1837 Kategorie:Gestorben 1895 Kategorie:Frau