mini|Georg Lhotsky (2010) Georg Lhotsky (auch: Georg Lhotzky; * 6. Februar 1937Laut Ernst Bruckmüller: Österreich Lexikon, und aeiou. Andere Quellen, so das , geben den 10. Juli 1937 an. in Troppau, Tschechoslowakei; † 28. November 2016 in WienSchauspieler und Filmemacher Georg Lhotsky gestorben) war ein österreichischer Schauspieler, Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent.

Leben 1944 musste Lhotsky aus dem Reichsgau Sudetenland nach Österreich fliehen, wo er schließlich 1956 sein Schauspielstudium abschloss. Er war im Anschluss daran sowohl als Schauspieler als auch als Regisseur an mehreren österreichischen und deutschen Bühnen tätig, darunter das Theater in der Josefstadt, das Neue Theater in der Scala, das Deutsche Theater Berlin und die Städtischen Bühnen Münster.

Ab 1965 wechselte er als Freischaffender zunehmend von der Bühne zum Fernsehen, wo er in verschiedenen Formaten arbeitete.Filmarchiv Nr. 42 Mit seinem ersten Kinofilm Moos auf den Steinen war er durch eine ungewöhnliche Kameraführung mit abwechselnden Schwarzweiß- und Farbbildern 1968 Wegbereiter des Neuen Österreichischen Films. Dieser auf Gerhard Fritschs gleichnamigem Roman basierende Film handelt von zwei gegensätzlichen Schriftstellern und ihren Ansichten zum Nachkriegsösterreich sowie der Verlobten des einen Mannes, die sich für den anderen entscheidet. Der Film wurde zu den Internationalen Filmfestspielen Berlin 1969 eingeladen und als österreichischer Beitrag für eine Nominierung als „bester fremdsprachiger Film“ bei der Oscarverleihung 1970 eingesandt, aber nicht nominiert.

Danach drehte Lhotsky nur noch Spiel- und Dokumentarfilme sowie Serienepisoden für das Fernsehen. 1983 gründete er gemeinsam mit Eva-Maria Stelljes die Lhotsky-Film und produzierte die TV-Serien Heilen und Schamanismus und Mystik des Westens sowie Dokumentationen über Grenzbereiche der Wissenschaft und ganzheitliche Heilungsthemen. mini|hochkant|Grabstätte von Georg Lhotsky Lhotsky war von 1959 bis 1974 mit der Schauspielerin und langjährigen Direktorin des Wiener Volkstheaters Emmy Werner verheiratet, mit der er auch einen Sohn – den Schauspieler Alexander Lhotzky – hatte. 1997 schloss er seine zweite Ehe mit Eva-Maria Stelljes. Er war Gründungsmitglied und Lehrtrainer der „Österreichischen Gesellschaft für Gruppendynamik und Gruppenpädagogik“ und hatte eine Lehranalyse nach Freud.

Georg Lhotsky starb wenige Wochen vor Vollendung seines 80. Lebensjahres am 28. November 2016 in Wien und wurde am Döblinger Friedhof bestattet.Grabstelle Georg Lhotsky, Wien, Döblinger Friedhof, Gruppe 42, Reihe 6, Nr. 6. Abgerufen am 29. November 2025.

Filmografie als Regisseur: 1961: Das Mädchen mit dem Zucker (TV) 1967: Special Servicer 1968: Moos auf den Steinen 1968: Oberinspektor Marek, Episode: An einem einzigen Tag (TV-Serie) 1969: Oberinspektor Marek, Episode: Einfacher Doppelmord (TV-Serie) 1970: Oberinspektor Marek, Episode: Perfekter Mord (TV-Serie) 1970: Johann Strauß und seine Zeit (TV) – Regie mit Susanne Zanke 1971: Das Ohr I (TV) 1971: Das Ohr II (TV) 1973: Das Ohr III (TV) 1977: Schatten und Licht 1979: Tatort: Mord im Grandhotel (TV) 1979: Mirko und Franka (TV) – auch Darsteller 1979: Kleine Gaben, Episode: Von ewiger Liebe (TV-Serie) 1980: Tatort: Mord auf Raten (TV) 1980: Die grüne Seite (TV) – auch Drehbuch 1979/81: Die kleinen Reisen des Herrn Aghios (TV) 1981: Das doppelte Leben (TV) 1985: Heilen und Schamanismus (12-teilige Eigenproduktion, in Deutsch und Englisch) 1986–1995: Die Mystik des Westens (mehrere Teile: Meister Eckhart, Hildegard von Bingen, Ignatius von Loyola, Baalschem Tow) 1987: Der Tag, an dem Anton nicht da war (TV) 1997: Mein Weg zurück ins Leben

als Darsteller: 1964: Happy-End am Wörthersee (Happy-End am Attersee) 1965: Das Mädel aus dem Böhmerwald 1965: Radetzkymarsch (TV) 1965: Plädoyer für einen Rebellen (TV) 1967: Kurzer Prozeß 1969: Stellenangebote weiblich (TV) 1970: Der Weyland Casperl (TV) 1976: Schatten und Licht 1976: Ich will leben 1978: Vatertag 1979: Kassbach – Ein Porträt (TV) 1979: Mirko und Franca 1980: Die weiße Stadt (TV) 1986: Aller Bilder ledig – Meister Eckhart und die Mystik des Westens 1987: Die wahrhaftige Schau – Hildegard von Bingen 1988: Zu jeder Stunde finde ich ihn – Ignatius von Loyolas gehorsame Freiheit 1991: Die Strauß-Dynastie 1992: Das fließende Licht der Gottheit – Mechthild von Magdeburg 1996: Brennendes Herz

als Regisseur, Produzent und Autor: 1985: Heilen und Schamanismus (TV) 1990–1994: Serie: Mystik des Westens 1992: Orte der Kraft 1994: Reisefieber – Ein Film vom Leben und Sterben; Das Rad des Lebens – Reinkarnation 1997: Mein Weg zurück ins Leben – Fürstin Schwarzenberg 1998: Aufbruch in die Quantenwelt 2001: Christliche Bräuche: Weihnachtsfestkreis, Osterfestkreis, Herbstbräuche 2008: Wer heilt hat Recht 2009: Drehbücher zu Paracelsus und das Geheimnis des Heilens (Kino/TV) 2010: Paracelsusmedizin Heute – Der Mensch ist des Menschen Medizin

Theater 1957: Johann Nestroy: Einen Jux will er sich machen (Gauner) – Regie: Otto Tausig (Deutsches Theater Berlin)

Weblinks

Filmographie von Georg Lhotsky auf lhotsky-film.at

Einzelnachweise

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