Beatus Andreas ist eine Päpstliche Bulle vom 22. Februar 1755. Mit ihr erlaubte Papst Benedikt XIV. die Verehrung des Andreas (Anderl) Oxner von Rinn. Er anerkannte seine de-facto-Seligsprechung (lat.: beatificatio aequipollens), aber versagte ihm eine Seligsprechung nach dem kanonischen Recht.André de Rinn, in: Dictionnaire d’histoire et de géographie ecclésiastiques Der Papst bekräftigte die Verehrung des Kindes und beschrieb das vorgebliche Martyrium sowie das Verständnis der lokalen Verehrung.
Mit dieser Bulle begann ein erbitterter Streit um die „Seligsprechung“ des Kindes, es entstanden mehrere Kulte zur Verehrung, die teilweise in antisemitischen Bestrebungen Einfluss fanden. 1961 wurde die Verehrung durch den Vatikan widerrufen, der Innsbrucker Bischof Reinhold Stecher verbot 1985 offiziell die Verehrung.
In der Bulle gestattete Benedikt XIV. eine liturgische Feier, einen Ablass und einen Gedenktag:
Literatur
Sanctissimi domini nostri Benedicti papae 14. Bullarium. Tomus octavus, in quo continentur constitutiones, epistolae, aliaque edita ab initio pontificatus usque ad annum 1755; Venedig 1782, , S. 216–242. Nicola Cusumano: I papi e le accuse di omicidio rituale: Benedetto XVI e la bolla Beatus Andreas
Einzelnachweise
Kategorie:Päpstliche Bulle Kategorie:Antijudaistisches Werk Kategorie:Religion 1755 Kategorie:Selig- und Heiligsprechung Kategorie:Benedikt XIV. (Papst)