mini|Béla Szakcsi Lakatos (2007) Béla Szakcsi Lakatos (* 8. Juli 1943 in Budapest; † 2. Oktober 2022)Elhunyt Szakcsi Lakatos Béla Papageno 2. Oktober 2022, abgerufen am 2. Oktober 2022 (ungarisch) war ein ungarischer Pianist und Komponist, der zunächst im Jazzbereich sowie später auf dem Gebiet der zeitgenössischen Musik hervortrat.
Leben Szakcsi studierte klassisches Klavier am Bartók-Konservatorium in Budapest, trat aber schon in den 1950er Jahren als Jazzmusiker auf, u. a. mit dem Gitarristen Andor Kovács. Mitte der 1960er Jahre leitete er eine eigene Band, mit der er Aufnahmen für das Sammelalbum Anthology '67 einspielte. Mit der Band LDL gewann er einen Preis des ungarischen Radios, und beim Montreux Jazz Festival 1970 erhielt er als Mitglied des Quartetts von Aladár Pege den zweiten Preis.
Er wirkte an elf Alben von George Jinda mit und gehörte Chieli Minuccis Gruppe Special EFX als Solist und Komponist an. Mitte der 1980er Jahre erhielt er einen Vertrag beim Label GRP Records, wo er bis 1994 vier eigene Alben veröffentlichte.
Als Mitglied der Gruppen Rákfogó und später Saturnus trug Szakcsi zur Popularisierung des Fusion-Jazz in Ungarn bei. Aus seiner Beschäftigung mit der Tradition der ungarischen Zigeunermusik entstanden die Musicals Red Caravan (Uraufführung 1975), Once Upon a Time, Gypsy Girl und Cartwheel. Die 1989 uraufgeführte Rockoper The Beast beruht auf der Lebensgeschichte von Elisabeth Báthory. Zur Fünfhundertjahrfeier der Entdeckung Amerikas wurde in der Ungarischen Staatsoper sein hundertminütiges Ballett Cristoforo aufgeführt.
Mit dem Opernsänger Ádám Horváth und dem Folk-Sänger Gyöngyi Écsi nahm Szakcsi Arrangements ungarischer Volkslieder auf, mit dem Pianisten György Vukán vierhändige Klavierstücke. Daneben entstanden in den 1990er und 2000er Jahren Jazzalben u. a. mit Imre Kőszegi und Jackie Orszáczky (Journey in Time, 1998) sowie Bob Mintzer und Peter Bernstein (On the Way Back Home, 2001).
Seit Ende der 1990er Jahre beschäftigte sich Szakcsi verstärkt mit zeitgenössischer Musik, insbesondere den Werken von György Kurtág, György Ligeti, Péter Eötvös und Pierre Boulez. Seit 2002 führte er mit verschiedenen ungarischen Orchestern, darunter der ungarischen Nationalphilharmonie, Mozarts Krönungskonzert auf.
Ab Anfang der 1970er Jahre unterrichtete Szakcsi am Bartók-Konservatorium Jazzpiano. Die Pianisten Róbert Szakcsi Lakatos und Béla Szakcsi Lakatos Jr. sind seine Söhne.
Musikgruppen (Auswahl) Béla Szakcsi Lakatos war Mitglied der folgenden Formationen: Aladár Pege kvartett Climate Change East Magyar Jazz Quartet Rákfogó Saturnus Szakcsi Gipsy Jazz Szakcsi Lakatos Trio
Auszeichnungen eMeRTon-Preis, 1987 Kossuth-Preis, 2005 Prima Primissima-Preis, 2006 Hazám-Preis, 2010 Benennung eines Asteroiden nach ihm: (547400) Szakcsilakatos, 2023 Benennung des Radiosenders Szakcsi Rádió nach ihm, 2024
Diskographie (Auswahl) My Flower My Flower, 1988 Szakcsi - Sa - Chi mit George Jinda, 1988 Mystic Dreams mit George Jinda und Howie Morrel, 1989 Eve of Chance, 1992 Straight Ahead, 1994 Virágom, virágom, 1998 Conversation for two pianos & orchestra, 1998 Das Duell I-II-III. - Vukán-Szakcsi in Göttingen, 1998 Conversation Plus, 1999 Fourehand, 2000 On The Way Back Home / Útban hazafelé, 2000 In One Breath mit Lajos Kathy Horváth, 2001 Long, Hot Summer - Songs of Pál S. Gábor mit Dezső „Ablakos“ Lakatos, Viktor Hárs, Endre Berecz, Béla Zsoldos, 2001 Na dara! mit György Orbán, András Peczek Lakatos, Mónika Rostás, Csaba Rostás, 2004 Check it out, Igor mit Miklós Lukács, 2005 8 Trios for 4 Pianists mit Róbert Szakcsi Lakatos, Béla Szakcsi Lakatos Jr., Kálmán Oláh, Jack DeJohnette, John Patitucci, 2006
Weblinks
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Einzelnachweise
Kategorie:Klassischer Pianist Kategorie:Jazz-Pianist Kategorie:Fusion-Musiker Kategorie:Komponist (Musical) Kategorie:Komponist (Jazz) Kategorie:Komponist (Ungarn) Kategorie:Kossuth-Preisträger Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden Kategorie:Ungar Kategorie:Geboren 1943 Kategorie:Gestorben 2022 Kategorie:Mann