Arnsdorf (Šćańc – Niedersorbische Orts- und Flurnamen, 1911–1928, Arnošt Muka, Karte des sorbischen Sprachgebiets: Serbske Horne a Delne Łužicy, 1843 von Jan Arnošt Smoler) ist ein Gemeindeteil der südbrandenburgischen Stadt Ruhland im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Die Stadt ist das Zentrum des Amtes Ruhland und gehört zur Oberlausitz.
Geographie
Etwas südlich des Stadtkerns liegt Arnsdorf am Ruhlander Schwarzwasser, einem Nebenfluss der Schwarzen Elster. Südlich der Ortslage zweigt der Sieggraben ab.
Durch Arnsdorf verläuft die Landesstraße 55 von Ruhland über Jannowitz nach Ortrand. Rund zwei Kilometer westlich des Dorfs verlaufen die Bahnstrecke Großenhain–Cottbus und die Bundesautobahn 13. Der nächste Bahnhof sowie eine Autobahnanschlussstelle befinden sich in Ruhland.
Geschichte mini|Baumstamm gefunden bei Arnsdorf mini|Arnsdorf, dargestellt in einer Karte aus dem Jahr 1757 Bei Arnsdorf wurde ein Eichenstamm gefunden, welcher der älteste Nachweis von Holzbearbeitung in der Senftenberger Region ist. Der letzte erkennbare Jahresring ist aus dem Jahr 1163. Als Fälldatum wird das Jahr 1183 (± zehn Jahre) angenommen. Dieser Stamm befindet sich im Kreismuseum in Senftenberg.Informationstafel des Museums Arnsdorf wurde 1490 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1622 verkaufte Adolf von Gersdorf die Gemeinde und den Gutsbezirk Arnsdorf gemeinsam mit weiteren umliegenden Gütern.
Um 1800 wurde die Schankberechtigung vom Zechhaus am Schwarzwasser auf das Grundstück Murnack am Dorfplatz übertragen. Seit dem Jahr 1880 gehört Arnsdorf zum neugeschaffenen Amtsbezirk Ruhland. Im Jahr 1974 wurde Arnsdorf auf eigenen Wunsch in die Stadt Ruhland eingemeindet.
Bevölkerungsentwicklung Einwohnerentwicklung in Arnsdorf von 1875 bis 1971Statistik Brandenburg (PDF)Jahr EinwohnerJahr Einwohner1875 3001890 4001910 5001925 6581933 7421939 8091946 9071950 9951964 9311971 887
Kultur und Sehenswürdigkeiten Die Arnsdorfer Vereine sind unter dem Dach des Dorfklubs Arnsdorf organisiert.
Im Jahre 1968 wurde eine Kegelbahn in Arnsdorf gebaut, die 1999 zu einer Vier-Bahnen-Anlage ausgebaut wurde. 1988 wurde eine Freilichtbühne gebaut.
Seit 1991 gibt es jährlich im August den Pferde- und Bauernmarkt mit kulturellen Einlagen und Einblicken in ländliches Brauchtum und altes Handwerk.Bernd Naumann: Edle Pferde, Kuhlotto und hunderte Besucher in: Lausitzer Rundschau. Ausgabe Senftenberg, 15. August 2006; abgerufen am 9. August 2017Arnsdorf lädt wieder ein zum Bauernmarkt in: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Senftenberg, 8. August 2003; abgerufen am 9. August 2017Mirko Sattler: Wiehern wird leiser auf Pferdemarkt: Handel und Tausch von Pferden tritt in den Hintergrund / Arnsdorfer Markt lebt in: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Senftenberg, 15. August 2016; abgerufen am 9. August 2017
Fußnoten und Einzelnachweise
Weblinks
Beschreibung von Ruhland und Arnsdorf auf der Website des Amts Ruhland
Kategorie:Geographie (Ruhland) Kategorie:Ort im Landkreis Oberspreewald-Lausitz Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) Kategorie:Ort in der Oberlausitz Kategorie:Ersterwähnung 1490 Kategorie:Gemeindeauflösung 1974