mini|Haus Markat, Perchtoldsdorf mini|Stift Lambach mit Erweiterungsbauten Gunther Wawrik (* 7. Oktober 1930 in Salzburg; † 9. Jänner 2023Die Österreichische Gesellschaft für Architektur trauert um Gunther Wawrik (7.10.1930 – 9.1.2023), www.oegfa.at, abgerufen am 12. Januar 2023 in Wien) war ein österreichischer Architekt und Hochschullehrer.
Leben Gunther Wawrik wuchs in Salzburg auf, besuchte das Realgymnasium und absolvierte ein Praxisjahr als Zimmermann und Maurer. Von 1949 bis 1956 studierte er Architektur an der Technischen Hochschule Wien. Von 1954 bis 1956 nahm er an der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg von Hans Hoffmann und Konrad Wachsmann teil. In den 1950er Jahren arbeitete Gunther Wawrik wie auch Friedrich Achleitner und Friedrich Kurrent für den Wiener Architekten Ferdinand Kitt.
1961 gründete er zusammen mit Hans Puchhammer das Architekturbüro Puchhammer–Wawrik in Wien, das beide zusammen bis 1980 betrieben. Ab 1980 führte er sein Büro alleine weiter. 1985 wurde er auf eine Professur für Entwerfen, Baukonstruktion und Städtebau an der Fachhochschule München berufen, die er bis 1996 innehatte. 1991 bis 1996 arbeitete er zudem in einer Bürogemeinschaft mit Lucia Beringer in München. 1998 und 1999 war er Gastprofessor an der Fachhochschule München.
1978 war Wawrik Vorsitzender der Österreichischen Gesellschaft für Architektur. Bauten von Wawrik wurden von seiner Lebensgefährtin Margherita Spiluttini fotografisch dokumentiert.
Gunther Wawrik starb am 9. Jänner 2023 nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 92 Jahren in Wien. Er wurde am Ober Sankt Veiter Friedhof bestattet.
Sein Sohn Gregor Wawrik ist ebenfalls als Architekt tätig.
Bauten und Projekte Bauten mit Hans Puchhammer: 1960–1962: Haus Markat, Perchtoldsdorf 1962: Reihenhäuser R2 – Gartenstadt Süd, Maria Enzersdorf 1965–1966: Terrassenhaussiedlung Goldtruhe, Brunn am Gebirge 1967–1976: Erweiterung Burgenländisches Landesmuseum, Eisenstadt 1966–1968: Haus Widtmann, Wien 1970: Bürogebäude Grothusen, Wien 1972–1982, 1992–1994: Erweiterung Landwirtschaftsschule und Turnhalle von Stift Lambach 1981: Zentralsparkasse Wallensteinplatz, Wien
Bauten mit Lucia Beringer: 1994–1996: Bürokomplex, Trias 1995: Büro- und Geschäftshaus der Bauwert AG, München
Eigene Bauten: Erweiterung der Oper Graz Haus L., Perchtoldsdorf 1965: Einrichtung der Heimatmuseen Pinkafeld und Stegersbach 1964–1966: Haus Müller, Eisenstadt 1965–1966: Haus Jiras, Wien 1968–1969: Adaptierung des Museums, Hallstadt 1976–1977: Haus Floth, Wien 1987: Wohnhausanlage Pichelwangergasse, Wien 1988–1991: Antikenmuseum Carnuntinum 1996–1999: Aussegnungshalle, Gräfelfing
Preise und Auszeichnungen 1969: Österreichischer Bauherrenpreis für Terrassenhaussiedlung Goldtruhe, Brunn am Gebirge 1976: Österreichischer Bauherrenpreis für Erweiterung Burgenländisches Landesmuseum, Eisenstadt 1981: Architekturpreis der Stadt Wien 2017: Ehrenmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Architektur (ÖGFA)
Ehemalige Mitarbeiter und Schüler Bernd Jungbauer 1979–1981: Walter Stelzhammer Martin Kohlbauer
Schriften Gunther Wawrik: Gunther Wawrik. Architektur zwischen Bricolage und Instrument. Pustet, Salzburg 2002, ISBN 978-3-7025-0419-9 mit Beiträgen von Otto Kapfinger und Rüdiger Möller Gunther Wawrik: Die Bergstadt. Eine Fiktion. (Hrsg. von Eva Guttmann, Gabriele Kaiser und Claudia Mazanek). Park Books, Zürich 2020.
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Einzelnachweise
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