Carl Gerhard Heinrich Schlottmann (* 26. November 1901 in BerlinGeburtsregister StA Berlin I/II, Nr. 988/1901; † 30. Mai 1967 in Freiburg im BreisgauSterberegister StA Freiburg im Breisgau, Nr. 1177/1967) war ein deutscher Opernsänger (Bass).

Leben Schlottmann studierte Rechtswissenschaften an der Friedrich-Wilhelms-Universität in seiner Heimatstadt, beendete dieses Studium erfolgreich mit einer Promotion und studierte gleichzeitig Gesang an der Berliner Musikhochschule.

1933 konnte Schlottmann mit einigem Erfolg als Bassbariton am Stadttheater in Cottbus debütieren. Anschließend hatte er Engagements im Nationaltheater Mannheim und am Theater in Erfurt. Am 24. Oktober 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 5.662.615).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/37790598Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 526. Ab 1939 war er am Mahen-Theater in Brünn und Leiter der Reichstheaterkammer im „Protektorat Böhmen und Mähren“.

Nach Kriegsende konnte er an alte Erfolge anknüpfen und kam an Das Meininger Theater. Für die DEFA spielte er u. a. den Göttervater Zeus im Kurzfilm Prometheus.meiningen.de: Später kam er an das Deutsche Nationaltheater nach Weimar.

Zwischen 1956 und 1958 war Schlottmann Mitglied des Stadttheaters in Freiburg i. Br.Des Kaisers neue Kleider Anschließend hatte er keine festen Engagements mehr, sondern gab nur noch einzelne Gastspiele oder Gesangsabende.

Einspielungen Part des Kuno in: Der Freischütz von Carl Maria von Weber, Aufnahme mit dem Orchester des Reichssenders Berlin.Opern-Discographie Alfred P. Doolittle in: Szenen aus My Fair Lady – Mitglieder des Original Hamburger Ensembles. Metronome-LP HLP 10010.

Rollen (Auswahl) Bekannt wurde Schlottmann vor allem durch seine Bass- oder Bariton-Partien in Wagner-Opern. Sarastro – Die Zauberflöte (Wolfgang Amadeus Mozart) Ein Polizeikommissär – Der Rosenkavalier (Richard Strauss) Heinrich, der Vogler – Lohengrin (Richard Wagner) Wotan – Das Rheingold (Richard Wagner) Hunding – Die Walküre (Richard Wagner) Veit Pogner – Die Meistersinger von Nürnberg (Richard Wagner)

Filmografie 1955: Robert Mayer – Der Arzt aus Heilbronn

Literatur Karl-Josef Kutsch, Leo Riemens: Großes Sängerlexikon, Bd. 4. 4., erweiterte Auflage. Saur, München 2003, ISBN 3-598-11598-9. [Artikel] Carl Schlottmann. In: Deutsche Biographische Enzyklopädie, Bd. 8. Saur, München 1998, S. 687 Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 6571. online

Einzelnachweise

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