Weißig ist ein Stadtteil der sächsischen Großen Kreisstadt Freital im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Geographie

Weißig befindet sich im Westen des Freitaler Stadtgebietes auf einer nach Süden und Osten hin abfallenden, landwirtschaftlich genutzten Hochfläche zwischen 250 und 360 Metern über Normalhöhennull. Weißig ist von Wäldern an den südlich und östlich vom Dorf gelegenen Weißeritztalhängen umgeben. Westlich des Dorfes befindet sich die „Weißiger Höhe“.

Der Stadtteil besteht aus Oberweißig, Siedlung (Mittelweißig) und Unterweißig. Zwischen Mittel- und Unterweißig befindet sich der Weißiger Wald, der hier nur etwa 300 Meter breit ist. Bei Unterweißig beginnt der Wettingrund, durch den früher eine Verbindung an die Deubener Hüttenstraße bestand. Im Wettingrund befand sich eine zeitweilig als Waisenhaus genutzte „Walderholungsstätte“.

Angrenzende Orte sind: im Osten der Freitaler Stadtteil Döhlen im Nordosten der Freitaler Stadtteil Saalhausen im Nordwesten der Wilsdruffer Ortsteil Kleinopitz im Westen der Tharandter Ortsteil Großopitz im Süden der Freitaler Stadtteil Hainsberg

Geschichte Oberweißig wurde 1235 erstmals in einer Schenkungsurkunde des Burggrafen von Dohna an das Kloster Altzella als Wizoch erwähnt und war zunächst ein Waldhufendorf. Dieses unterstand und gehörte dem Amt Dresden und hatte im 16. und 18. Jahrhundert ein Vorwerk. Weißig war bereits um 1500 zur Kirchengemeinde Döhlen eingepfarrt. Der Grundbesitz oblag dem Rittergut Döhlen bzw. ab dem 18. Jahrhundert dem Rittergut Zauckerode. Mit der Einführung der Gemeindeordnung 1839 wählte die Gemeinde den Gemeindevorstand. Erster Gemeindevorstand wurde der Steiger Schmidtgen. Gleichzeitig bekam Oberweißig einen gewählten Gemeindeältesten sowie mehrere Ausschusspersonen. Im Jahr 1910 errichtete man für Ober- und Unterweißig ein Standesamt. Zudem wurde die Straßenbeleuchtung eingerichtet.

Das 1834 erstmals erwähnte Unter- oder Neuweißig wurde am 1. Juli 1919 nach Oberweißig eingemeindet. Das 1878 eingeweihte Weißiger Schulhaus bekam 1928 eine Turnhalle für Schulsport und Arbeiterturner. Das Schulgebäude wurde erweitert. Drei Jahre nach der Stadtgründung im Döhlener Becken strebte die kreisfreie Stadt Freital 1924 eine Eingemeindung Weißigs (Amtshauptmannschaft Dresden) an, die jedoch an dem Protest der Bürger scheiterte. Ab 1952 dem neu gebildeten Kreis Freital angehörig, wurde Weißig am 1. Januar 1974 doch gegen den Bürgerwillen nach Freital eingemeindet.

Entwicklung der Einwohnerzahl Oberweißig: 1834 – 165 1871 – 338 1890 – 380 1910 – 574Unterweißig: 1834 – 373 1871 – 736 1890 – 748 1910 – 850Weißig: 1925 – 1698 1939 – 1591 1946 – 1613 1950 – 1649 1964 – 1412 1990 – 855 2000 – 884 2010 – 864 2015 – 886 2017 – 893

Politik

Persönlichkeiten Hans Richter (1930–1978), Diplomat, Botschafter der DDR in Australien, Neuseeland und Fidschi (1973–1978)

Weblinks

Website des Ortes Stadtteil Weißig auf freital.de

Einzelnachweise

Kategorie:Stadtteil von Freital Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) Kategorie:Ort im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Kategorie:Waldhufendorf Kategorie:Ersterwähnung 1235 Kategorie:Gemeindeauflösung 1974