Năsăud (, Nussendorf; ) ist eine Kleinstadt im Kreis Bistrița-Năsăud in Rumänien.
Lage Năsăud liegt im Norden Siebenbürgens am Fluss Großer Somesch, etwa 20 km nördlich der Kreishauptstadt Bistrița (Bistritz).
Geschichte Der Name Năsăud stammt wahrscheinlich vom slawischen „nas voda“, im Sinne von „in der Nähe des Wassers“. Eine weitere Bezeichnung ist Nußdorf („Walnussbaum-Dorf“), der siebenbürgisch-sächsische Name der Stadt im Mittelalter.
Năsăud war eine habsburgische Grenzstadt und ab dem 20. Jahrhundert eine industriell geprägte Stadt, sowohl während der kommunistischen Zeit als auch nach der Revolution 1989.
In der Kleinstadt stehen noch einige Gebäude aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert. Bemerkenswert sind in diesem Zusammenhang die Griechisch-Katholische Kirche und das ehemalige militärische Hauptquartier der Habsburger Ära, jetzt ein Museum.
Bevölkerung In der Gemeinde leben nahezu ausschließlich Rumänen. Bei der Volkszählung von 2002 bekannten sich von den damals 10.582 Einwohnern 10.088 zur rumänischen, 100 zur ungarischen, 12 zur deutschen, 3 zur ukrainischen, 2 zur russischen, 1 zur türkischen und 2 zu diversen Nationalitäten. 374 bezeichneten sich als Roma.
Verkehr Durch Năsăud verlaufen die Nationalstraßen Drum național 17C zur Stadt Bistrița und Drum național 17D, die dem Fluss Someșul Mare aufwärts folgt. Hier verläuft die Bahnstrecke Beclean pe Someș–Rodna Veche.
Sehenswürdigkeiten
Das Museum Grăniceresc Năsăudean (früher Sitz des „Grenzregiment 2“), 1762 errichtet, 1851 erneuert, steht unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch). Gedenkmuseum für Liviu Rebreanu 1957 errichtet, steht unter Denkmalschutz.Das Museum Liviu Rebreanu auf der Website von Complexul Muzeal Bistrița-Năsăud. Gedenkhaus für George Coșbuc Statue "Lupa Capitolina", Symbol des rumänischen Volkes, gestiftet von Dr. George Traian Dascăl und seiner Frau Nadia Heldendenkmal für die rumänischen Gefallenen des Ersten Weltkriegs (2,50 m hoch) Die orthodoxe Kirche Sfântul Ierarh Nicolae, steht unter Denkmalschutz Die Mihai Eminescu Schule, 1929 bis 1933 errichtet, steht unter Denkmalschutz. Die George Coșbuc Schule, 1887 bis 1888 errichtet, steht unter Denkmalschutz.
Persönlichkeiten Geboren in Năsăud
Leonidas von Popp (1831–1908), General der Infanterie und Professor für Strategie Veronica Micle (1850–1889), Dichterin (rumänisch). Iuliu Moisil (1859–1947), Professor, 1943 Mitglied der Rumänischen Akademie.Angaben zu Iuliu Moisil bei Academia Română abgerufen am 17. Februar 2017 (rumänisch). Constantin Moisil (1876–1958), Numismat, 1948 Mitglied der Rumänischen Akademie.Angaben zu Constantin Moisil bei Academia Română abgerufen am 17. Februar 2017 (rumänisch) Joel Brand (1906–1964), linkssozialistischer Zionist Vasile Dîncu (* 1961), Politiker Sergiu Homei (* 1987), Fußballspieler
Mit der Stadt verbunden
Grigore Silași (1836–1897), hier gestorben, war Sprachwissenschaftler, Universitätsprofessor,Szilasi Gergely bei mek.oszk.hu abgerufen am 17. Februar 2017 (ungarisch). und 1877 Ehrenmitglied der Rumänischen Akademie.Angaben zu Grigore Silași bei Academia Română abgerufen am 17. Februar 2017 (rumänisch). Virgil Șotropa (1867–1954), hier gestorben, war Philologe und Professor und 1943 Ehrenmitglied der Rumänischen Akademie.Angaben zu Virgil Șotropa bei Academia Română abgerufen am 17. Februar 2017 (rumänisch). Miron Cristea (1868–1939), hier Gymnasium, war erster Patriarch der rumänisch-orthodoxen Kirche, 1919 Ehrenmitglied der Rumänischen AkademieAngaben zu Miron Cristea bei Academia Română abgerufen am 17. Februar 2017 (rumänisch). Nicolae Bălan (1882–1955), geboren in Blăjenii de Sus, war Metropolit von SiebenbürgenNicolae Bălan bei crestinortodox.ro abgerufen am 17. Februar 2017 (rumänisch). Dumitru Protase (1926–2022), hier Gymnasium, ist Historiker und Archäologe und seit 2003 Ehrenmitglied der Rumänischen Akademie.
Weblinks
Einzelnachweise