mini|Logo des Braunschweig International Film Festivals Das Braunschweig International Film Festival (BIFF; bis 2018 Internationales Filmfest Braunschweig) fand erstmals 1987 statt.Selbstporträt, abgerufen am 6. Dezember 2015. 2024 hatte es rund 23.000 Besucher. Träger ist der Internationales Filmfest Braunschweig e. V.
Immer Anfang November lockt das Publikumsfestival an sechs Tagen mit zahlreichen Filmen aller Genres das Publikum in die Kinos. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf aktuellen europäischen Produktionen und auf Filmmusik. Zu den Spielstätten gehören das „Astor Filmtheater“, das „Universum Filmtheater“ und der „Rote Saal im Schloss“.
Das 39. Braunschweig International Film Festival fand vom 10. November bis zum 16. November 2025 statt. Insgesamt wurden über 200 Filme gezeigt, darunter 52 Premieren. Verstärkt wurden die zahlreichen Vorstellungen durch ein umfangreiches Rahmenprogramm.
Langjähriger Hauptsponsor ist der in Braunschweig ansässige Finanzdienstleister Volkswagen Financial Services AG.
Geschichte 1987 wurde das Filmfest von 20 Hochschulstudenten, Absolventen der Filmklasse und Mitgliedern der „Filmkoop“ gegründet. Grund war die Unzufriedenheit mit dem damaligen Angebot an Kinofilmen.
Das erste eigene Programm wurde basisdemokratisch, ehrenamtlich und mit großem Enthusiasmus zusammengestellt. So entstand das „Filmfest Braunschweig“. Das Braunschweig International Film Festival gilt als das älteste Filmfestival Niedersachsens, ein Publikumsfestival mit rund 27.500 Besuchern, darunter auch ca. 300 Fachbesucher wie Regisseure, Schauspieler, Produzenten und Journalisten. Auf sechs Leinwänden zeigt das Festival an sechs Tagen ca. 248 Lang- und Kurzfilme.
Reihen Die Europa mit ausgewählten Filmen um den Europa-Preisträger, der für seine langjährigen herausragenden darstellerischen Leistungen und Verdienste um die europäische Filmkultur ausgezeichnet wird. Der Hauptwettbewerb mit allen Filmen, die für den Filmpreis Der Heinrich sowie den Volkswagen Financial Services Filmpreis nominiert sind. Neues Internationales Kino Internationale Dokumentarfilme Neue Deutschsprachige Filme Sound on Screen – Festival Edition „… at midnight“, eine jährlich wechselnde Genre-Filmreihe „Green Horizons“ mit Filmen zum Thema Nachhaltigkeit Heimspiel mit Filmen von regionalen Filmemachern, Produktionen, die in der Region um Braunschweig gedreht wurden oder einen anderen regionalen Bezug aufweisen zahlreiche Kurzfilmprogramme Kinder- & Jugendfilme Filmreihe mit jährlich wechselndem Fokus (2023: Focus on Animation) Programme der Filmklassen der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK), Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Universität Hildesheim sowie der Hochschule Hannover. eine jährlich wechselnde Reihe mit verschiedenen Kooperationspartnern wie beispielsweise dem Städtischen Museum Braunschweig
Wettbewerbe und Preise Das Braunschweig International Film Festival vergibt derzeit neun Preise: im Gesamtwert von 65.500 Euro.
Die Europa Seit 2007 zeichnet das Braunschweig International Film Festival mit dem Europäischen Schauspielpreis Die Europa Schauspieler für ihre langjährigen herausragenden darstellerischen Leistungen und ihre Verdienste um die europäische Filmkultur aus. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld von 25.000 Euro verbunden, welches der Hauptsponsor des Festivals, Volkswagen Financial Services, stiftet und 2021 um 5.000 Euro erhöht hat.
Preisträger:
Der Heinrich und Volkswagen Financial Services Filmpreis Im Hauptwettbewerb steht das junge europäische Kino im Mittelpunkt. Zehn aktuelle europäische Debüt- & Zweitfilme konkurrieren sowohl um den Publikumspreis Der Heinrich als auch um den Volkswagen Financial Services Filmpreis, den eine dreiköpfige Jury vergibt. Beide Preise unterstützt der Hauptsponsor Volkswagen Financial Services mit jeweils 10.000 Euro.
Echt Mit dem queeren Filmpreis Echt zeichnet das BIFF lesbisches, bisexuelles, schwules, trans*, inter, queeres und asexuelles Filmschaffen aus. Der Jurypreis ist mit 2.500 Euro dotiert und wird vom Verein für sexuelle Emanzipation e. V. gestiftet.
Green Horizons Award Der Green Horizons Award wird an den besten Film zum Thema Nachhaltigkeit verliehen. Der mit einem Preisgeld von 2.500 Euro dotierte Jurypreis wird gesponsert von der Agimus GmbH, Alba Braunschweig GmbH, Hoffmann Maschinen und Apparatebau GmbH und oeding print GmbH.
Die Tilda Seit 2019 stehen acht internationale Produktionen im Wettbewerb um Die Tilda. Der Jurypreis hat zum Ziel, eine Nachwuchsregisseurin und ihr filmisches Schaffen sichtbar zu machen. Den mit 6.000 Euro dotierten Jurypreis stiften 75 Frauen der Braunschweiger Stadtgesellschaft. professional-production.de, abgerufen am 16. Oktober 2019.
Braunschweiger Filmpreis Ebenfalls dem Nachwuchs gewidmet ist der mit 5.000 Euro dotierte Braunschweiger Filmpreis, eine Auszeichnung für den besten deutschsprachigen Nachwuchsschauspieler. Der Preis wurde von den Braunschweiger Filmfreunden gestiftet, einer Gruppe von etwa 30 kultur- und filmbegeisterten Braunschweigern und wurde von 2018 bis 2024 verliehen.
Heimspiel Preis Des Weiteren vergibt das BIFF den mit 2.500 Euro dotierten Heimspiel Preis für den besten Film mit regionalem Bezug und macht dabei auf regionales Filmschaffen aufmerksam. Sponsor des Heimspiel Preises ist seit 2023 die Braunschweiger Zeitung.
Kinema Eine Jury aus sechs jungen deutschen und französischen Jugendlichen vergibt den Deutsch-Französischen Jugendpreis Kinema für den besten Debüt- oder Zweitfilm aus dem deutsch- oder französischsprachigen Raum. Das Land Niedersachsen, das Deutsch-Französische Jugendwerk, die Académie de Rouen in der Normandie, die Friedrich-Walz-Stiftung, das Institut français sowie der Kinema e. V. unterstützen den mit 2.500 Euro dotierten Filmpreis.
Die Edda Seit 2022 wird der Kurzfilmpreis Die Edda verliehen. Sieben internationale Kurzfilme gehen ins Rennen um die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung. Den Gewinnerfilm kürt das Publikum. Die Edda wird gestiftet von der Stiftung Braunschweiger Land.
Literatur Stefan Vockrodt, Hans Roland Nuß, Edgar Merkel: Von den „lebenden Photographien“ zum Multiplex. Braunschweigs Kinos 1896 bis heute. Zelter, Braunschweig 1997. Internationales Filmfest Braunschweig e. V.: Science/Fiction. Von der Leinwand ins Labor. Köhler & Lippmann Medien GmbH, Braunschweig 2007. Internationales Filmfest Braunschweig e. V., Volker Kufahl (Hrsg.): Can a video game make you cry? Film und Games – Eine Auseinandersetzung. Braunschweig 2009.
Weblinks
Offizielle Website des Filmfests
Einzelnachweise
Kategorie:Filmfestival in Niedersachsen Kategorie:Veranstaltung in Braunschweig Kategorie:Darstellende Kunst (Braunschweig) Kategorie:Erstveranstaltung 1987