Ōshiro Noboru (jap. ; eigentlich: , Kurimoto Rokurō; * 25. Oktober 1905 in Tokio, Japan; † 26. Mai 1998) war ein japanischer Mangaka. Er war einer der ersten Zeichner im Bereich des Story-Manga.
Seinen ersten Manga brachte er 1932 im Magazin Manga Chinpon () heraus. 1940 veröffentlichte er gemeinsam mit dem Szenaristen Asahi Tarō () unter dem Titel Kasei Tanken (, dt. „Mars-Expedition“) einen der ersten Science-Fiction-Manga. Darin geht es um einen kleinen Jungen, ein Sohn eines Wissenschaftlers, der im Traum gemeinsam mit seinen zwei Freunden (einer Katze und einem Hund) zum Mars reist. In Kisha Ryokō (, dt. „Eine Zugreise“), das 1941 als gebundener Band herauskam, beschreibt Ōshiro die Zugreise eines Vaters mit seinem Sohn von Tokio nach Kyōto. Beide Manga wurden als dreifarbiges Buch erstveröffentlicht.Frederik L. Schodt: Manga! Manga! The World of Japanese Comics. Kodansha America, 1983, ISBN 0-870-11752-1, S. 54. Zu seinen weiteren Comics zählen Yukai na tenkentai (), Yukai na tekkōsho (), Shōjo Shiragiku () und Bōken Tā-chan (, 1948).
Ōshiro stand zwar im Schatten anderer Zeichner seiner Zeit (etwa Tagawa Suihō), beeinflusste mit seinen Science-Fiction-Werken jedoch beispielsweise sowohl Tezuka Osamu und Matsumoto Leiji, zwei der populärsten Science-Fiction-Mangaka der Nachkriegszeit, als auch den Schriftsteller Komatsu Sakyō.
Er starb 1998 im Alter von 92 Jahren an einer Lungenentzündung.
Einzelnachweise
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