Die Siebold-Fetthenne (Hylotelephium sieboldii , Syn.: Sedum sieboldii ), manchmal auch Theresienkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Hylotelephium. Das Artepitheton sieboldii ehrt den deutschen Arzt, Naturwissenschaftler und Orientalisten Philipp Franz von Siebold.Urs Eggli, Leonard E. Newton: Etymological Dictionary of Succulent Plant Names. Springer, Berlin/Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-05597-3, S. 211. Es wurden 3 Varietäten beschrieben.
Merkmale Die Siebold-Fetthenne ist eine ausdauernde Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 20 Zentimeter erreicht. Sie bildet ein Rhizom aus. Der Stängel ist niedergebogen und wurzelt nicht. Die Blätter sind in 3 (4)-zähligen Quirlen angeordnet, rundlich mit keiligem Grund, blaugrün gefärbt mit rotem, wenigzähnigem Rand und messen 1,3 bis 2,5 × 1,3 bis 2 Zentimeter. Der Blütenstand ist endständig, er ist eine flache doldenähnliche Zyme mit einem Durchmesser von 2 bis 4 Zentimetern. Die Blütenstiele sind 3 bis 5 Millimeter lang. Die Kelchblätter sind dreieckig und an der Basis verwachsen. Die Krone ist rosa.
Blütezeit ist von September bis Oktober.
Die Art hat die Chromosomenzahl 2n = 50.Jaakko Jalas, Juha Suominen, Raino Lampinen, Arto Kurtto: Atlas florae europaeae. Band 12 (Resedaceae to Platanaceae). Helsinki 1999, ISBN 951-9108-12-2, S. 76.
Vorkommen Die Siebold-Fetthenne kommt in China und Japan auf Felsfluren vor.
mini|Siebold-Fetthenne (Hylotelephium sieboldii) Systematik Man kann mindestens zwei Varietäten unterscheiden: Hylotelephium sieboldii var. sieboldii: Sie kommt nur in Japan vor. Hylotelephium sieboldii var. chinense : Sie kommt im südwestlichen Hubei vor.
Nutzung Die Siebold-Fetthenne wird zerstreut als Zierpflanze in Steingärten, Alpinhäusern und Ampeln genutzt. Sie ist seit spätestens 1836 in Kultur. Die Sorte 'Mediovariegatum' hat Blätter mit einem gelblichweißen Mittelfleck.
Literatur Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.
Einzelnachweise Kunjun Fu, Hideaki Ohba & Michael George Gilbert: Crassulaceae Candolle. In: Flora of China, vol. 8, Crassulaceae. Hylotelephium
Weblinks
Kategorie:Hylotelephium (Gattung)