mini|Benediktinerin im Habit (ohne Kukulle), Abbildung in English Monastic Life, 1904 Benediktinerinnen, Ordenskürzel OSB, , sind Ordensfrauen, die nach der Regel des hl. Benedikt leben.
Geschichte Der Überlieferung nach gehen die benediktinischen Frauenklöster auf die heilige Scholastika, die Zwillingsschwester des heiligen Benedikt von Nursia, und damit auf das 6. Jahrhundert zurück. Scholastika wird in der Vita des hl. Benedikt als geweihte Jungfrau erwähnt; ob sie in einem Kloster lebte, dessen Gemeinschaft nach der Benediktsregel lebte und damit als Benediktinerin gilt, kann daraus nicht abgeleitet werden.
Lebensform mini|Kreuzgang der Benediktinerinnen vom Kloster der heiligen Jungfrau in Petrópolis Die meisten Benediktinerinnen leben als Nonnen in der Klausur. Es gibt allerdings seit dem 20. Jahrhundert auch einige nicht-klausurierte Gemeinschaften, deren Mitglieder Arbeiten außerhalb des Klosters übernehmen, wie etwa die Missionsbenediktinerinnen und die Kommunität Venio.
Kongregationen Fast alle Benediktinerinnenklöster im deutschsprachigen Raum gehören Kongregationen an, etwa der Beuroner Kongregation, der Föderation der Bayerischen Benediktinerinnenabteien, der Schweizerischen Benediktinerinnenföderation den Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament, den Benediktinerinnen der Anbetung und den Benediktinerinnen von St. Lioba.
Die deutschsprachigen Benediktinerinnen haben sich des Weiteren in der Vereinigung Benediktinischer Frauenklöster im deutschsprachigen Raum VBD zusammengeschlossen.
Der weltweite Dachverband der Benediktinerinnen ist die Communio Internationalis Benedictinarum (CIB).Jeremias Schröder: Niemand ist eine Insel. Klöster zwischen Autonomie und Vernetzung. In: Erbe und Auftrag, Jg. 95 (2019), S. 32–44, hier S. 42. Unter diesem Namen wurde sie im Jahre 2001 gegründet.Communio Internationalis Benedictinarum (Hrsg.): CIB Handbuch, 3. Aufl. 2014, S. 6. Den Klöstern und Kongregationen, die Mitglied der CIB sind, gehören insgesamt 13.725 Nonnen an (Stand: 2014).Die Communio Internationalis Benedictinarum – die CIB, Alliance Inter-Monastères, abgerufen am 1. April 2019.
Benediktinisch geprägte Frauengemeinschaften in anderen Konfessionen Benediktinische oder benediktinisch orientierte Frauengemeinschaften gibt es auch in der anglikanischen und in der evangelischen Kirche (z. B. Communität Casteller Ring).
Heilige und bekannte Benediktinerinnen hl. Lioba (≈700–782), Missionarin hl. Walburga (≈710–779), Missionarin und Äbtissin hl. Edith von Wilton (≈964–984) hl. Adelheid von Vilich (≈970–1015), Äbtissin hl. Hildegard von Bingen (1098–1179), Heilige, erste Äbtissin des Klosters Rupertsberg, Mystikerin, Dichterin, Komponistin, bedeutende Universalgelehrte sowie seit 2012 Kirchenlehrerin (Doctor Ecclesiae universalis) Maria Anna Benedicta von Spiegel (1874–1950), Äbtissin von St. Walburg in Eichstätt Michaela Puzicha (* 1945), Theologin und Kirchenhistorikerin Clementia Killewald (1954–2016), Äbtissin von Rupertsberg und Eibingen, 39. Nachfolgerin Hildegard von Bingens Christiana Reemts (* 1957), Äbtissin von Mariendonk, Theologin
Siehe auch Liste der Benediktinerinnenklöster Zisterzienserinnen Trappistinnen Olivetanerinnen
Literatur Máire Hickey: „Echte Benediktinerinnen, wenn auch neue …“ (P. Eugène Vandeur). Benediktinische Aufbrüche in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts. In: Erbe und Auftrag. Jahrgang 77, 2001, S. 117–130. Lucia Wagner: Erstes Symposium der Communio Internationalis Benedictinarum in Rom. In: Erbe und Auftrag. Jahrgang 79, 2003, S. 69–70.
Weblinks Website der Vereinigung der Benediktinerinnen in Deutschland Communio Internationalis Benedictinarum Website der Confoederatio Benedictina Ordinis Sancti Benedicti
Fußnoten
Kategorie:Benediktinischer Orden Kategorie:Frauenorden