Gobio ist eine Gattung kleinwüchsiger Karpfenfische. Die fast 40 validen Arten bewohnen hauptsächlich klare Fließgewässer in Europa und Asien. Zwei Arten, der Gründling (Gobio gobio) und Gobio macrocephalus, dringen auch ins Brackwasser vor.
Merkmale Die Vertreter der Gattung haben einen gestreckten, nur wenig abgeflachten meist nahezu zylindrischen Körper. Das deutlich unterständige Maul hat schmale und weiche Lippen. Ein Paar Barteln ist immer vorhanden. Die zahnlosen Kiefer sind stumpf und ohne Hornbelag. Alle Arten verfügen über zwei Reihen Schlundzähne, von denen die erste in der Regel mit fünf, die zweite Reihe mit zwei oder drei Zähnen besetzt ist. Die zylindrisch geformten Schlundzähne sind mit spitz zulaufenden hakenförmigen Spitzen ausgestattet, die Mahlflächen sind reduziert. Die Kiemenreuse wird von nur wenigen kurzen aber kräftigen und deutlich separierten Fortsätzen gebildet. Fest sitzende Schuppen bedecken den größten Teil des Körpers, wobei die Beschuppung der Brust großer Variabilität unterliegt. Gewöhnlich wird die Rückenflosse von sieben geteilten Weichstrahlen gestützt, eine Art verfügt auch über acht oder seltener neun Strahlen. Die Afterflosse hat sechs geteilte Weichstrahlen. Die Schwanzflosse ist deutlich eingekerbt. Entlang der geraden und vollständig ausgeprägten Seitenlinie tragen Gobio 36 bis 51 Schuppen.Petru M. Bănărescu: The Freshwater Fishes of Europe, Aula-Verlag, Wiebelsheim 1999, ISBN 3-89104-044-X. (Volume 5. Cyprinidae 2, Part I: Rhodeus to Capoeta) S. 33–36
Arten Gobio acutipinnatus Men'shikov, 1939 Gobio alverniae Kottelat & Persat, 2005 Gobio artvinicus Turan et al., 2016 Gobio baliki Turan et al., 2017 Gobio banarescui Dimovski & Grupche, 1974 Gobio battalgilae Naseka, Erk'akan & Küçük, 2006 Gobio brevicirris Fowler, 1976 Gobio bulgaricus Drensky, 1926 Gobio carpathicus Vladykov, 1925 Gobio coriparoides Nichols, 1925 Gobio cynocephalus Dybowski, 1869 Gobio delyamurei Freyhof & Naseka, 2005 Gobio fahrettini Turan et al., 2018 Gobio feraeensis Stephanidis, 1973 Gobio fushun Xie, Li & Xie, 2007 Gründling (Gobio gobio) (Linnaeus, 1758) Gobio hettitorum Ladiges, 1960 Gobio holurus Fowler, 1976 Gobio huanghensis Luo, Le & Chen, 1977 Gobio insuyanus Ladiges, 1960 Gobio kizilirmakensis Turan et al., 2016 Gobio kovatschevi Chichkoff, 1937 Gobio krymensis Bănărescu & Nalbant, 1973 Gobio kubanicus Vasil'eva, 2004 Gobio lingyuanensis Mori, 1934 Gobio lozanoi Doadrio & Madeira, 2004 Gobio macrocephalus Mori, 1930 Gobio maeandricus Naseka, Erk'akan & Küçük, 2006 Gobio meridionalis Xu, 1987 Gobio obtusirostris Valenciennes, 1842 Gobio occitaniae Kottelat & Persat, 2005 Gobio ohridanus Karaman, 1924 Gobio rivuloides Nichols, 1925 Gobio sakaryaensis Turan, Ekmekçi, Lusková & Mendel, 2012 Gobio sibiricus Nikolskii, 1936 Skadar-Gründling (Gobio skadarensis) Karaman, 1937 Soldators Gründling (Gobio soldatovi) Berg, 1914 Gobio volgensis Vasil'eva, Mendel, Vasil'ev, Lusk & Lusková, 2008
Belege
Weblinks
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