Maximilian „Max“ Nagl (* 7. August 1987 in Weilheim i.OB) ist ein deutscher Motocrossfahrer.
Leben und Karriere Sein erstes Rennen fuhr er im Alter von sechs Jahren. Von 2008 bis 2012 war er Werksfahrer des österreichischen Motorradherstellers KTM, von 2013 bis 2014 fuhr er für das HRC-Honda-Werksteam. 2015 wechselte er zum Husqvarna Werksteam. Im Jahre 2008 gewann er in Mantova (Italien) seinen ersten MX1-Weltmeisterschaftslauf. Kurz darauf, im September 2008 beendete er beim Grand Prix of Città di Faenza (Italien) beide Wertungsläufe auf dem ersten Platz und gewann somit seinen ersten Grand Prix. Im Jahr 2012 gewann er mit dem deutschen Motocross-of-Nations-Team mit Ken Roczen und Marcus Schiffer erstmals die Teamweltmeisterschaft in Lommel (Belgien). In der Saison 2015 führte Nagl die MXGP-Weltmeisterschaft lange Zeit an und galt als Titelfavorit, bis er wegen einer Verletzung bei seinem Heimrennen in Teutschenthal für mehrere Veranstaltungen aussetzen musste.
Nach dem Ende seiner Zeit bei Husqvarna wechselte Nagl für die Saison 2018 zum italienischen „TM-Werksteam“. Dort war er als Fahrer maßgeblich an der Weiterentwicklung der 450er-Maschine beteiligt und erzielte Top-10-Ergebnisse in der Weltmeisterschaft, bevor Verletzungen und eine Operation am Knie ihn zurückwarfen. Zur Saison 2019 kehrte er zum Team „KTM Sarholz“ zurück, um erneut in der Weltmeisterschaft und beim ADAC MX Masters zu starten.
In der Folgezeit verlagerte Nagl seinen sportlichen Schwerpunkt auf die ADAC MX Masters, die er bereits 2004 (als IDM), 2006 und 2008 gewonnen hatte. Im Jahr 2022 sicherte er sich für das „Kretzt-Haas-Racing-Team“ seinen insgesamt vierten Titel (den dritten unter ADAC-Hoheit). Zur Saison 2023 wechselte er zum Team „KMP Honda Racing“, mit dem er 2023 und 2024 zwei weitere Meisterschaften feierte. Mit seinem fünften ADAC-Titel im Jahr 2024 egalisierte er den Rekord von Dennis Ullrich und wurde der erste Fahrer der Seriengeschichte, dem ein Titel-Hattrick gelang.
Zur Saison 2025 vollzog Nagl einen vielbeachteten Wechsel zum neu gegründeten Team „Dörr Motorsport Triumph Racing“, um als Lead-Fahrer den Markteintritt der Triumph TF 450-RC zu bewerben. Er schloss mit dem Team einen Zwei-Jahres-Vertrag ab. Nach dem Saisonauftaktsieg in Fürstlich Drehna und einer langen Führungsphase verlor er den Titel beim Saisonfinale im französischen Bitche mit 16 Punkten Rückstand auf den niederländischen Sieger Roan van de Moosdijk und schloss die Saison als Vizemeister ab. Seit 2025 ist er Teil des #Werkeholics-Athletenprogramms.
Auch 2026 setzte er seine Karriere auf Triumph fort und gewann beim Saisonauftakt in Grevenbroich alle drei Wertungsläufe. Nach drei Siegen in den ersten drei Saisonrunden verletzte er sich beim vierten Lauf in Tensfeld und konnte die restlichen drei Runden nicht mehr bestreiten; er schloss die Saison auf dem siebten Gesamtrang ab.
Erfolge 2000: 1. Platz Deutsche Meisterschaft 85 cm³ 2001: 1. Platz ADAC-Junior-Cup 85 cm³ 2002: 1. Platz DMSB-Pokal, 5. Platz Deutsche Meisterschaft 125 cm³ 2003: 9. Platz Int. Deutsche Meisterschaft, 35. Platz Weltmeisterschaft 125 cm³ 2004: 1. Platz Int. Deutsche Meisterschaft, 1. Platz Deutsche Meisterschaft Open, 1. Platz Deutsche Meisterschaft 125 cm³, 28. Platz Weltmeisterschaft MX2 2005: 3. Platz Int. Deutsche Meisterschaft, 16. Platz Weltmeisterschaft MX2 2006: 1. Platz Int. Deutsche Meisterschaft, 20. Platz Weltmeisterschaft MX2 2007: 3. Platz Int. Deutsche Meisterschaft, 18. Platz Weltmeisterschaft MX1 2008: 1. Platz Int. Deutsche Meisterschaft, 6. Platz Weltmeisterschaft MX1 2009: 4. Platz Int. Deutsche Meisterschaft, 2. Platz Weltmeisterschaft MX1 2010: 7. Platz Int. Deutsche Meisterschaft, 4. Platz Weltmeisterschaft MX1 2011: 5. Platz Weltmeisterschaft MX1 2012: 5. Platz Int. Deutsche Meisterschaft, 16. Platz Weltmeisterschaft MX1, Teamweltmeister mit Ken Roczen und Marcus Schiffer 2013: 3. Platz Int. Deutsche Meisterschaft, 10. Platz Weltmeisterschaft MX1 2014: 10. Platz Int. Deutsche Meisterschaft, 6. Platz Weltmeisterschaft MXGP 2015: 6. Platz Weltmeisterschaft MXGP 2016: 3. Platz Weltmeisterschaft MXGP 2017: 8. Platz Weltmeisterschaft MXGP 2018: 16. Platz Weltmeisterschaft MXGP / 4. Platz ADAC MX Masters 2019: ADAC MX Masters und Weltmeisterschaft MXGP (KTM Sarholz Racing Team) 2020: ADAC MX Masters (KTM Sarholz Racing Team, verkürzte Saison) 2021: 3. Platz ADAC MX Masters 2022: 1. Platz ADAC MX Masters 2023: 1. Platz ADAC MX Masters 2024: 1. Platz ADAC MX Masters (Rekordhalter mit 5 Titeln) 2025: 2. Platz ADAC MX Masters 2026: 7. Platz ADAC MX Masters (verletzungsbedingt nur bei den ersten 3 von 7 Rennen gepunktet, 3× Gesamtsieg)
Ehrungen ADAC Junior-Motorsportler des Jahres 2001 ADAC Motorsportler des Jahres 2012 (zusammen mit Ken Roczen und Markus Schiffer)
Weblinks Offizielle Website Athletenprofil bei Weber Werkeholics
Einzelnachweise
Kategorie:Motorrad-Rennfahrer (Deutschland) Kategorie:Motocrossfahrer Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1987 Kategorie:Mann