Die Erpe ist ein 32 km langer rechter Nebenfluss der Spree im Bundesland Brandenburg und in Berlin. Ihr Quellbach im Norden von Werneuchen wird auch Stienitzfließ genannt. Von Werneuchen bis Altlandsberg ist sie auch als Langes Elsenfließ bekannt, von hier bis zur Stadtgrenze Berlins auch als Neuenhagener Mühlenfließ.Maßnahme: Erpe. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Wie die gesamte Landschaft in Brandenburg und Berlin ist auch der Flusslauf von der letzten Eiszeit geprägt. Tourismusverein Berlin Treptow-Köpenick

Name Der Name der Erpe soll auf plattdeutsch Arpe gelautet haben. Entgegen der verbreiteten Ansicht leitet sich der Name nicht von den Köpenicker Erbwiesen ab, sondern andersherum. Vermutlich handelt es sich um eine Bildung zu einem westgermanischen Farbwort *erp- 'braun' vgl. dazu althochdeutsch erpf 'braun, schwärzlich'. Es handelt sich um einen häufigeren Gewässernamen (vgl. Erpe).

Flusslauf mini|links|Die Erpe, hier auch Neuenhagener Mühlenfließ, in Hoppegarten Der Quellbach Stienitzfließ kommt aus einem Feuchtgebiet im Nordosten von Werneuchen. Beim Zentrum der kleinen Stadt mündet aus Westen der Hohe Graben. Ab hier ist in älteren Karten der Name Langes Elsenfließ eingetragen.

Bei dem Hof Amtsfreiheit im Westen von Altlandsberg mündet von links ein Zulauf, der das Altlandsberger Mühlenfließ und das Wederfließ vereint, die nahe bei einander im Altlandsberger Ortsteil Wegendorf entspringen. Von dieser Mündung an heißt die Erpe auch Neuenhagener Mühlenfließ. In Altlandsberg fließt sie westlich am alten Ortskern vorbei und östlich an der Seebergsiedung, in Neuenhagen bei Berlin zwischen dem eigentlichen Neuenhagen und dem Ortsteil Bollendorf hindurch. In Hoppegarten mündet südlich der Galopprennbahn von rechts der Zochegraben und südlich der B 1 der Wernergraben. Weiter südlich entwässert von Osten der Klärwerksableiter des Klärwerkes Münchehofe in den Fluss.Dokumentation der Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie in Berlin (Länderbericht). (PDF) Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, S. 18

Östlich der Siedlung Waldesruh erreicht das Gewässer das Gebiet von Berlin-Friedrichshagen und Köpenick.

In Karten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts findet man das Tal in Friedrichshagen als Erpetal bezeichnet, das Gewässer selber aber als Mühlenfließ (ohne Namenszusatz), in der zweiten Jahrhunderthälfte dann als Neuenhagener Mühlenfließ. In der Friedrichshagener Ortslage Hirschgarten teilt sich die Erpe kurz vor ihrer Mündung in die Neue Erpe und Alte Erpe. Die Neue Erpe mündet neben der Salvador-Allende-Brücke in die Spree, die Alte Erpe etwas weiter westlich in einen Altarm der Spree, den nördlichen Umfluss der Baumgarteninsel.

Im Zusammenhang mit der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, die einen ökologisch sauberen Zustand der Gewässer bis 2015 fordert, wollen deshalb die Berliner und Brandenburger Gewässerverwaltungen geeignete Maßnahmen unternehmen (Stand: 2011).Gewässerentwicklungskonzept (GEK) Erpe (PDF; 392 kB) Landesumweltamt Brandenburg

Erpetal mini|links|Erpe im Naturschutzgebiet Erpetal Zwischen Dahlwitz-Hoppegarten und Berlin-Friedrichshagen durchfließt das Gewässer die Wiesenlandschaft des Erpetals. Im Jahr 1957 wurde es zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Seit 2003 ist der in den Gemarkungen Neuenhagen und Dahlwitz-Hoppegarten liegende Teil des Neuenhagener Mühlenfließes Naturschutzgebiet.Rechtsverordnung über die Erklärung von Landschaftsteilen zum Landschaftsschutzgebiet … sowie zu Naturschutzgebieten … vom 13. Juni 2003 (PDF) Landkreis Märkisch-Oderland

Der Europäische Fernwanderweg E11 verläuft durch das Erpetal.

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