Ammerhöfe ist ein Gemeindeteil des Markts Peißenberg im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau. Der Weiler Ammerhöfe ist ein Sammelname für eine Gruppe von Einöden bestehend aus Siglhof, Moser, Wieser, Steinle, Lechner und Reitner in der Gemarkung Ammerhöfe.

Geschichte Der Name „Ammerhöfe“ wird erstmals 1752 erwähnt. Gemeinde Ammerhöfe Die bis 1977 bestehende Gemeinde Ammerhöfe (bis 1870 Ammerhöfen) lag im Landkreis Weilheim-Schongau. Durch das Gemeindeedikt entstand 1818 die Gemeinde Ammerhöfen, die zum Landgericht Weilheim gehörte, später Landkreis Weilheim.

Während der Zeit des Nationalsozialismus gab es Planungen, die Gemeinde aufzulösen.Max Biller: Hohenpeißenberger Heimat-Lexikon, Seite 219 (Stichwort: Gemeindegebiet/Gemeindegebietsreform) Letzter Bürgermeister der Ammerhöfe war von 1966 bis 1977 Friedrich Dollmann (SPD).Max Biller: Peißenberger Heimatlexikon, zweite erweiterte Auflage von 1984, Seite 179 Die Gemeinde wurde im Rahmen der Gemeindegebietsreform in Bayern zum Jahresende 1977 aufgelöst und in die Gemeinden Peißenberg, Hohenpeißenberg und Oberhausen eingegliedert.

Geographie Die Gemeinde lag hufeisenförmig von Südost über Westen bis nach Norden um Peißenberg.Max Biller: Peißenberger Heimatlexikon, zweite erweiterte Auflage von 1984, Seite 433 (Stichwort: Ortsgeschichte) Sie hatte weder eine eigene Pfarrei noch Schule, sondern war den Pfarreien und Schulsprengeln Peißenberg, Hohenpeißenberg und Oberhausen zugeteilt.Siegfried Schramm (Hrsg.): Heimatbuch für den Landkreis Weilheim. (= Bayerische Heimatbücher, Band 1). Verlag H. Aigner, München 1958, S. 80 f.

Gemeindegliederung Die Gemeinde hatte 34 Gemeindeteile:

AufnehmendeGemeindeGemeindeteilTypBevölkerung27. Juni1961Bevölkerung27. Mai1970Bevölkerung25. Mai1987GebäudeWohnungenKoordinatenHohenpeißenbergBschorrwaldDorf7058………HohenpeißenbergFuchshölle Weiler26141455HohenpeißenbergHinterschwaig Weiler17171245HohenpeißenbergMitterschwaig Einöde13131223HohenpeißenbergOberschwaig Einöde15151322HohenpeißenbergSteinfallDorf8570………HohenpeißenbergUnterbauSiedlung10074………HohenpeißenbergVorderschwaig Weiler452529811OberhausenEyach Weiler19162157OberhausenKreilhof Weiler29141745OberhausenSankt Nikolaus Einöde114322PeißenbergAmmerhöfe Weiler30333479PeißenbergArmeleiten Einöde66511PeißenbergBerghof Weiler6263456PeißenbergBerghofsiedlung Siedlung—2463266PeißenbergBuchen Einöde12101223PeißenbergFicht Einöde3028622PeißenbergGuselried Einöde135000PeißenbergHohenwart Einöde76511PeißenbergOberbuchau Weiler97944PeißenbergRapoltskreut Einöde42111PeißenbergSankt Georg Einöde85611PeißenbergSankt Michael Einöde76511PeißenbergScheithauf Weiler130201857PeißenbergScheithauf-Torfwerk Siedlung47311756PeißenbergSchlag Weiler494742915PeißenbergSchweiber Weiler1291033PeißenbergStrallen Weiler32282466PeißenbergSulz Weiler986751637PeißenbergTaigschuster Einöde463 2 2 PeißenbergTritschenkreut Einöde44511PeißenbergUnterbuchau Weiler105733PeißenbergWindkreut Weiler23262288PeißenbergAschwaldEinöde0————

Einwohnerentwicklung In der Einwohnerentwicklungstabelle wird in der ersten Spalte jeweils die Einwohnerzahl der Gemeinde angegeben. In den weiteren Sp=alten ist angegeben, wie hoch die Einwohnerzahl in den jeweiligen Gebieten war, die im Zuge der Auflösung der Gemeinde am 1. Januar 1978 in die dort aufgeführten Gemeinden umgegliedert wurden.

Datum Einwohnerder Gemeinde EinwohnerHohenpeißenberg EinwohnerOberhausen EinwohnerPeißenberg 1840 361 1861 415 1880 503 1900 586 1919 853 1939 762 1946 1256 1957 1064 400 78 586 6. Juni 1961 1027 366 59 602 27. Mai 1970 923 284 34 605

Wappen Blasonierung: Max Biller: Peißenberger Heimat-Lexikon. Hrsg.: Markt Peißenberg. 3. Auflage. Peißenberg 1998, S. 576.

Das Wappen der Ammerhöfe, gestaltet vom Emil Werz, wurde ab dem Jahr 1955 verwendet.

Klemens Stadler gab dazu eine Erläuterung:

Persönlichkeiten Ehrenbürger Michael Zieglmeier (1874–1959), OberbergdirektorEhrenbürger. in: Max Biller: Hohenpeißenberger Heimatlexikon, 1998, Seite 178 f

Söhne und Töchter der Gemeinde Matthäus Günther (1705–1788), ein bedeutender Maler des Rokoko. Er stammte aus Tritschenkreut.Max Biller: Hohenpeißenberger Heimatlexikon, 1998, Seite 414

Weitere mit dem Ort verbundene Persönlichkeiten Carl Spitzweg (1808–1885), Maler; er fasste bei einem Kuraufenthalt in Bad Sulz endgültig den Entschluss Maler zu werdenMax Biller: Peißenberger Heimatlexikon, 2., erw. Auflage von 1984, Seite 53

Literatur Max Biller: Peißenberger Heimatlexikon. 2., erweiterte Auflage 1984 Weblinks

Einzelnachweise

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