mini|296px|Verbreitungsgebiet Cypraeovula, international auch als „Bubble-cowries“ bekannt, ist eine Gattung aus der Familie der Kaurischnecken (Cypraeidae). Die Arten dieser Gattung kommen ausschließlich an den südlichen Küsten Afrikas vor.
Merkmale Die arttypischen Größen schwanken zwischen 18 mm (C. edentula) und 38 mm (C. fuscodentata). Die Papillen sind kurz und warzenförmig. Die Gehäuse bei den tiefer vorkommenden Arten sind meist kugelförmig, die der anderen Arten etwas gestreckter. Die markante Wölbung des Gehäuses ist auffällig – daher der Name „Bubble-cowries“. Die anderen Merkmale, wie zum Beispiel der Mantel, die Radula oder die Ausprägung der Gehäusezähne divergieren stark. Selbst innerhalb einer Art kann der Kallus deutlich sichtbar unterschiedlich sein.
Systematik Die Gattung Cypraeovula wurde von John Edward Gray 1824 aufgestellt. Typusart ist Cypraeovula capensis Gray, 1824. Die Meeresbiologen Felix Lorenz und Alex Hubert teilten diese Gattung in zwei Gruppen auf. Zum einen in die, von Shikama (als Untergattung) eingeführte „Crossia-Gruppe“ und zum anderen in die „Algoensis-Gruppe“.
Die „Crossia-Gruppe“, deren gemeinsamen Merkmale die besondere Tiefe des Lebensraumes, das kugelförmige Gehäuse und die, deutlicher als bei der „Algoensis-Gruppe“ ausgebildete, Fossula sind, besteht aus den folgenden Arten: cruickshanki, connelli, iutsui. Diese kommen typischerweise in einer Tiefe ab 100 m vor. Bis zu welcher Tiefe diese Arten leben kann man nur vermuten. Es gibt Anhaltspunkte, die darauf hindeuten, dass cruickshanki auch noch in 650 m Tiefe vorkommt. Diese Annahme und die dokumentierten Tiefen der anderen „Tiefsee-Cypraeovula“ beruhen auf Angaben aus der Fischerei. In den Netzen der Tiefseefischer finden sich manchmal Gehäuse der zuvor genannten Arten wieder, Lebendfunde sind äußerst selten. In der „Algoensis-Gruppe“ führten die Autoren alle anderen Arten auf.
Nachdem neuere Untersuchungen gezeigt haben, dass diese Zweiteilung der Gattung den Gegebenheiten nicht gerecht wird, schlägt Lorenz (September 2006)cowries.info: (englisch) vor, Cypraeovula wie folgt zu gliedern:
„Luponia-Gruppe“: capensis, edentula, algoensis, mikeharti, alfredensis, fuscodentata, fuscorubra, coronata „Crossia-Gruppe“: castanea, iutsui, volvens „Cruickshanki-Gruppe“: cruickshanki, connelli Zwischenformen: colligata, kesslerorum
An dieser Stelle muss der Hinweis ergehen, dass die zuvor aufgeführten Systematiken nicht von allen Taxonomen so gesehen werden müssen. Gerade bei dieser stark divergierenden und selten vorkommenden Gattung gehen die Meinungen naturgemäß auseinander.
Arten Cypraeovula alfredensis Schilder & Schilder, 1929 Cypraeovula algoensis Gray, 1825 Cypraeovula capensis Gray, 1828 Cypraeovula castanea Higgins, 1868 Cypraeovula colligata Lorenz, 2002 Cypraeovula connelli Liltved, 1983 Cypraeovula coronata Schilder, 1930 Cypraeovula cruickshanki Kilburn, 1972 Cypraeovula edentula Gray, 1825 Cypraeovula fuscodentata Gray, 1825 Cypraeovula fuscorubra Shaw, 1909 Cypraeovula immelmani Liltved, 2001 Cypraeovula iutsui Shikama, 1974 Cypraeovula kesslerorum Lorenz, 2006 Cypraeovula mikeharti Lorenz, 1985 Cypraeovula volvens Fazzini & Bergonzoni, 2004
Bilder
Literatur A Guide To Worldwide Cowries, Felix Lorenz & Alex Hubert, 2000. ISBN 3-925919-25-2
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Kaurischnecken Kategorie:Cypraeidae