ist ein Ort im der Region auf der Nordinsel von Neuseeland.

Namensherkunft ist der Name eines Strauches, der in der Gegend wächst.

Geographie befindet sich rund 45 km nordnordwestlich von an den Zusammenflüssen des und des in den , der nördlich des Ortes nach Osten fließt. Benachbarte Orte sind , rund 5 km westlich und , rund 9 km nordöstlich, am befindlich.

Geschichte Ursprünglich war ein Ort an dem zu Beginn des 19. Jahrhunderts Flachs verarbeitet wurde. Als dann 1861 in der Gegend um Kohle gefunden wurde und einen Boom auslöste, entwickelte sich der Ort zu einem Dienstleistungszentrum für die Kohleregion. Der Abtransport der Kohle geschah per Schiff über . Heute sind die Kohlevorkommen erschöpft, sodass in der Region Kohle als Einkommensquelle keine Rolle mehr spielt.

1868 wurde mit dem Bau der Bahnstrecke begonnen, mit der die Kohle zum Verschiffungsort transportiert werden sollte. 1884 wurde die Strecke fertig gestellt. 1899 zerstörte ein Feuer den Ort fast vollständig. Zu dieser Zeit lebten rund 1000 Menschen in . Beim Wiederaufbau des Ortes wurden die neuen Gebäude längsseits der bestehenden Bahnlinie errichtet, womit die noch heute bestehende Struktur des Ortes, mit den Gleisen in der Mitte der Hauptstraße, festgelegt wurde. Nach einer Überflutung der Bergwerke wurden zu Anfang des 20. Jahrhunderts die Minen aufgegeben, doch Einheimische nutzten sie noch bis in die 1920er Jahre. Danach wurden sie für immer verschlossen.

Der Ort war bis zur Verwaltungsneuordnung des Landes 1969 Sitz der Verwaltung des .

Bevölkerung Zum Zensus des Jahres 2013 zählte der Ort 1218 Einwohner, 9,8 % weniger als zur Volkszählung im Jahr 2006.

Wirtschaft Der Ort und sein Umland lebt heute von der Farmwirtschaft und verschiedenen Steinbrüchen.

Infrastruktur Straßenverkehr Durch führt der , der den Ort mit im Süden und im Nordwesten verbindet. Im Ortszentrum zweigt der nach Norden ab und bindet die beiden Orte und an.

Schienenverkehr Die 14 km lange Eisenbahnlinie, die mit verbinden sollte, wurde 1868 in Teilabschnitten errichtet und 1884 bis fertiggestellt. Sie ist damit die älteste Eisenbahnlinie Neuseelands. Nachdem die Linie nicht mehr zum Transport von Kohle genutzt werden konnte, bildete sich in den späten 1980er Jahren der , um die Strecke als Museumsbahnlinie wiederzubeleben. 11,5 km der ursprünglichen Strecke wurden restauriert. Die Museumszüge, die heute jeden Freitag, Samstag und Sonntag und in den Schulferien sowie Feiertagen jeden Tag verkehren, passieren dabei 14 Brücken und einen 80 m langen Tunnel.

Bildungswesen besitzt eine Grundschule für die Klassen 1 bis 8, die und ein . Die Grundschule hat bei 228 Schülern im Jahr 2013 ein von 2, was auf eine schwache Sozialstruktur der Gegend schließen lässt. Das ist eine weiterführende Schule für die Klassen 9 bis 15 mit 371 Schülern im Jahr 2014 und gleichfalls einem von 2. Das nimmt Schüler aus dem Gebiet der Bay of Islands und der zentralen Region auf. 85 % der Schüler kommen täglich mit dem Bus zur Schule.

Sehenswürdigkeiten Die Hundertwassertoilette, eine öffentliche Toilette in der Hauptstraße des Ortes, wurde von Friedensreich Hundertwasser gestaltet.

Glühwürmchen-Höhlen im nahegelegenen .

Persönlichkeiten

Friedensreich Hundertwasser (1928–2000), österreichischer Künstler, lebte von 1973 an bis zu seinem Tode in Sid Going (1943–2024), Rugby-Union-Spieler Kelvin Davis (* 1967), Lehrer, Schulleiter und Politiker Tammy Jenkins (* 1971), Badmintonspielerin Samantha McIntosh (* 1975), Springreiterin, geboren in Kawakawa Portia Woodman-Wickliffe (* 1991), Rugbyspielerin

Fotogalerie

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Kawakawa

Literatur

Weblinks

Kawakawa.co.nz Offizielle Website von Kawakawa

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Region Northland