Die Unabhängige Bürgerinitiative Rettet Österreich (RETTÖ) war eine österreichische Partei, die erstmals bei der Nationalratswahl 2008 österreichweit kandidierte.Kurier: Artikel vom 25. August 2008 Sie erreichte einen Stimmenanteil von 0,73 % und kandidierte bei der nächsten Nationalratswahl 2013 nicht mehr. Die Partei wurde im Frühjahr 2008 von Karl Walter Nowak gegründet und basierte auf dem Verein Unabhängige Bürgerinitiative „Rettet Österreich“ – Gesellschaft zur Förderung von Ökologie, Demokratie, Freiheit und Frieden.
Programm Die Liste „Rettet Österreich“ nannte als zentrale Themen ihrer Partei die Abhaltung einer Volksabstimmung zum EU-Reformvertrag von Lissabon, ein weiterhin bestehendes Gentechnik-Verbot und die Beibehaltung der Neutralität. Außerdem trat sie für mehr direkte Demokratie ein.Vienna Online: Liste "Rettet Österreich" tritt zu Wahlen an Artikel vom 21. August 2008
Die RETTÖ forderte im Zuge der Beibehaltung der Neutralität den Abzug der österreichischen Truppen, die im Rahmen der Militärmission EUFOR Tchad/RCA der Europäischen Union im Tschad stationiert waren. Sie führte diesen Einsatz auf die Absicht zurück, die EU wolle die Kontrolle über die Erdölvorkommen im Tschad erringen. Deshalb wurde auch der Ausbau der Energieselbstversorgung Österreichs nach dem Vorbild Schwedens gefordert., Letzte Website der RETTÖ
Die Abhaltung einer Volksabstimmung zum EU-Reformvertrag von Lissabon begründete die RETTÖ damit, dass der neue Vertrag die österreichische Neutralität auflöse und die Neutralität nur mit einer Volksabstimmung auflösbar wäre. Dem widersprachen jedoch einige Parlamentsparteien, da Österreich in allen Beistandspflichten die Souveränität behalte und somit selbst über die Art der Hilfe entscheiden könne.Große Mehrheit für den Vertrag von Lissabon, Parlamentskorrespondenz vom 9. April 2008
Das bisher bestehende Anbauverbot von gentechnisch veränderten Pflanzen in Österreich sei laut RETTÖ durch die Annahme des EU-Reformvertrags nicht mehr aufrechtzuerhalten., Letzte Website der RETTÖ
Eine Zusammenarbeit mit den anderen Parteien lehnte die Partei ab. Ö1-Morgenjournal
Personen Der Unternehmensberater und frühere Olympiateilnehmer im Rudern Wilfried Auerbach wurde bei der Nationalratswahl 2008 als Listenerster geführt. Wiener Zeitung: Aktuelles Porträt von Wilfried Auerbach Artikel vom 21. August 2008 Unterstützt wurde die Partei von mehreren Universitätsprofessoren wie zum Beispiel Hermann Knoflacher und vom ehemaligen parteilosen Justizminister Hans Klecatsky.
Unterstützung durch die Kronen Zeitung Die Kronen Zeitung, die schon vor dem Wahlkampf eine Kampagne gegen die EU im Allgemeinen und den Vertrag von Lissabon im Besonderen betrieb, unterstützte die Partei bei der Sammlung der für den Wahlantritt nötigen Unterstützungserklärung. Auch die allgemeine Berichterstattung der Kronen Zeitung wurde in den übrigen Medien durchwegs als Unterstützung für die Partei bezeichnet.Die Presse / Oliver Pink: „Rettö“ fix, das LIF auch, die KPÖ so gut wie, 20. August 2008 Ö1 / Andreas Jölli: Salzburger Nachrichten:
Weblinks Die der Partei in der letzten verfügbaren Version.
Einzelnachweise
Kategorie:Partei (Österreich) Kategorie:Parteigründung 2008