Constantin Braun (* 11. März 1988 in Lampertheim) ist ein deutscher Eishockeyspieler, der seit Juni 2023 bei den Nürnberg Ice Tigers aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) unter Vertrag steht und dort auf der Position des Verteidigers spielt. Zuvor war Braun unter anderem insgesamt 14 Spielzeiten für die Eisbären Berlin in der DEL aktiv und gewann insgesamt fünf Deutsche Meisterschaften. Sein jüngerer Bruder Laurin ist ebenfalls professioneller Eishockeyspieler.
Karriere Braun begann seine Eishockeykarriere in der Nachwuchsabteilung der Adler Mannheim. Durch gute Leistungen machte er dort auf sich aufmerksam und wechselte zur Saison 2004/05 zu den Eisbären Juniors Berlin in die dritthöchste deutsche Spielklasse. Allerdings kam er überwiegend für den Berliner Nachwuchs in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) zum Einsatz und absolvierte lediglich ein Spiel in der Oberliga. In den folgenden zwei Jahren spielte Braun für drei verschiedene Teams der Eisbären Berlin, sowohl bei den Profis in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) als auch bei den Junioren in der DNL und Oberliga. Er kam auf insgesamt 40 Spiele in der DEL. mini|links|Braun im Trikot der Bietigheim Steelers (2022)
Im NHL Entry Draft 2006 wurde Constantin Braun von den Los Angeles Kings aus der National Hockey League (NHL) in der sechsten Runde an insgesamt 164. Stelle ausgewählt. Der damalige Flügelstürmer blieb in Deutschland und schaffte schließlich den endgültigen Durchbruch bei den Eisbären Berlin. Die Spielzeit 2007/08 gehörte zu den erfolgreichsten seiner bisherigen Karriere, da er sich in der DEL-Mannschaft etablierte und am Saisonende die Deutsche Meisterschaft gewann. Mit den Eisbären gewann er in den Jahren 2009, 2011, 2012 und 2013 vier weitere deutsche Meisterschaften, wobei er 2011 im dritten und entscheidenden Finale das spielentscheidende Tor erzielte.Eishockey News Playoffs 2022, S. 10 Im Oktober 2009 erhielt er eine Förderlizenz für die Dresdner Eislöwen, den Kooperationspartner der Eisbären in der 2. Bundesliga, um nach überstandener Schulterverletzung Spielpraxis zu sammeln. Er kam jedoch zu keinem Einsatz bei den Eislöwen. In der Saison 2010/11 spielte er erstmals als Verteidiger, nachdem er von Cheftrainer Don Jackson umgeschult worden war. Zudem gewann er mit den Eisbären im Jahr 2010 die European Trophy.
Am 2. August 2013 gab Braun bekannt, dass er sich in einer persönlichen Krise befände und sich eine Auszeit nehme, da er sich in eine medizinische Behandlung begeben habe.Auszeit für Eisbärenspieler Constantin Braun In: Berliner Zeitung vom 2. August 2013 Am 22. November 2013 stand er erstmals wieder im Kader der Eisbären. Nach erneuter knapp dreimonatiger Pause im Herbst 2017 kehrte er am 1. Dezember 2017 in den aktiven Spielbetrieb zurück. In der Saison 2018/19 fehlte er den Eisbären aufgrund einer Therapie gegen seine Alkoholabhängigkeit; einen Teil der Spielzeit 2019/20 verpasste er aufgrund einer Innenbandteilruptur im Knie. Nur in den Spieljahren 2015/16 und 2016/17 bestritt Braun sämtliche Spiele für die Berliner und spielte in der Saison 2020/21 nur noch eine Rolle als Ergänzungsspieler.
Daher bat er den Klub im Dezember 2020 um eine Ausleihe zu den Krefeld Pinguinen. Nach Ablauf des Leihvertrages kehrte Braun zu den Eisbären zurück, wurde im Juli 2021 jedoch erneut an die Bietigheim Steelers ausgeliehen, bei denen er als Mannschaftskapitän agierte. Im Mai 2022 erhielt Braun einen festen Vertrag bei den Steelers, mit denen er am Ende der Spielzeit 2022/23 in die DEL2 abstieg und daraufhin zu den Nürnberg Ice Tigers wechselte. Anfang Januar 2025 wurde der im Sommer auslaufende Vertrag Brauns vorzeitig um ein Jahr verlängert. Die Saison 2025/26 war allerdings von zahlreichen Verletzungen geprägt, darunter eine Durchtrennung der Achillessehne durch eine Schlittschuhkufe im Dezember 2025, die das vorzeitige Saisonende für Braun bedeutete.
International Im Nachwuchsbereich nahm Braun zunächst an den U18-Weltmeisterschaften 2005 und 2006 in der Top-Division teil. Mit der deutschen U20-Auswahl spielte er bei der Weltmeisterschaft 2007 ebenfalls in der Top-Division, konnte dort aber die Klasse nicht halten, so dass er im Folgejahr bei der Weltmeisterschaft der Division I antrat, wo der sofortige Wiederaufstieg gelang.
Im Jahr 2010 bekam er die erste Berufung für das A-Nationalteam,morgenpost.de, Hördler und Braun dabei: Fünf Eisbären im WM-Team mit der er bei der Weltmeisterschaft 2010 in Deutschland den vierten Platz belegte. Auch bei den Weltmeisterschaften 2011, 2014 und 2016 gehörte er zum deutschen Kader. Darüber hinaus spielte er auch bei der Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 2014 im russischen Sotschi.
Erfolge und Auszeichnungen
International 2008 Aufstieg in die Top-Division bei der U20-Weltmeisterschaft der Division I, Gruppe A
Karrierestatistik Stand: Ende der Saison 2025/26 Reguläre Saison Playoffs Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM 2003/04 Jungadler Mannheim DNL 30 12 5 17 42 – – – – – 2004/05 Eisbären Juniors Berlin DNL 29 14 20 34 125 6 4 5 9 16 2004/05 Eisbären Juniors Berlin Oberliga 1 0 0 0 0 – – – – – 2005/06 Eisbären Juniors Berlin DNL 7 8 4 12 14 1 1 0 1 6 2005/06 Eisbären Juniors Berlin Oberliga 14 5 5 10 18 – – – – – 2005/06 Eisbären Berlin DEL 6 0 0 0 0 – – – – – 2006/07 Eisbären Berlin DEL 34 1 3 4 14 – – – – – 2006/07 Eisbären Juniors Berlin Oberliga 12 6 4 10 37 – – – – – 2007/08 Eisbären Berlin DEL 50 4 7 11 32 14 3 7 10 2 2008/09 Eisbären Berlin DEL 43 6 9 15 20 12 0 2 2 2 2008/09 Eisbären Juniors Berlin Oberliga 2 1 4 5 2 – – – – – 2009/10 Eisbären Berlin DEL 40 6 12 18 24 5 0 2 2 2 2010/11 Eisbären Berlin DEL 51 6 12 18 48 12 2 3 5 8 2011/12 Eisbären Berlin DEL 37 5 13 18 14 13 2 1 23 8 2012/13 Eisbären Berlin DEL 40 8 18 26 26 13 2 20 22 8 2013/14 Eisbären Berlin DEL 30 2 11 13 26 3 0 1 1 0 2014/15 Eisbären Berlin DEL 13 2 9 11 6 – – – – – 2015/16 Eisbären Berlin DEL 52 7 12 19 34 7 1 2 3 8 2016/17 Eisbären Berlin DEL 52 1 11 12 42 13 0 3 3 20 2017/18 Eisbären Berlin DEL 24 2 6 8 4 – – – – – 2018/19 Eisbären Berlin DEL 11 0 1 1 2 8 0 0 0 0 2019/20 Eisbären Berlin DEL 38 0 7 7 10 – – – – – 2020/21 Krefeld Pinguine DEL 37 0 6 6 14 – – – – – 2021/22 Bietigheim Steelers DEL 51 6 23 29 10 – – – – – 2022/23 Bietigheim Steelers DEL 47 4 22 26 14 – – – – – 2023/24 Nürnberg Ice Tigers DEL 47 1 11 12 20 2 1 1 2 2 2024/25 Nürnberg Ice Tigers DEL 51 0 5 5 12 9 2 2 4 0 2025/26 Nürnberg Ice Tigers DEL 17 2 5 7 4 – – – – – DNL gesamt 66 34 29 63 181 7 5 5 10 22 Oberliga gesamt 29 12 13 25 57 – – – – – DEL gesamt 771 63 203 266 376 111 13 34 47 60
International Vertrat Deutschland bei: World U-17 Hockey Challenge 2005 U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2005 U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2006 U20-Junioren-Weltmeisterschaft 2007 U20-Junioren-Weltmeisterschaft der Division I 2008 Weltmeisterschaft 2010 Weltmeisterschaft 2011 Qualifikationsturnier für die Olympischen Winterspiele 2014 Weltmeisterschaft 2014 Weltmeisterschaft 2016
Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt SM 2005 Deutschland U17-WHC 10. Platz 4 0 0 0 4 2005 Deutschland U18-WM 8. Platz 6 1 2 3 12 2006 Deutschland U18-WM 8. Platz 6 2 4 6 4 2007 Deutschland U20-WM 9. Platz 6 1 0 1 18 2008 Deutschland U20-WM Div. I 1. Platz 5 4 2 6 8 2010 Deutschland WM 4. Platz 9 0 0 0 4 2011 Deutschland WM 7. Platz 7 0 2 2 4 2013 Deutschland Olympia-Quali 2. Platz 3 0 2 2 2 2014 Deutschland WM 14. Platz 7 0 0 0 2 2016 Deutschland WM 7. Platz 6 1 1 2 4 Junioren gesamt 27 8 8 16 46 Herren gesamt 32 1 5 6 16
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Einzelnachweise
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