Die Gemeinde Tespe liegt im Nordosten des Landkreises Harburg und gehört zur Samtgemeinde Elbmarsch in Niedersachsen.
Geographie
Lage Die Gemeinde Tespe liegt im östlichen Gebiet der Samtgemeinde Elbmarsch. Im Westen grenzt die Gemeinde Marschacht, im Norden die schleswig-holsteinische Stadt Geesthacht mit dem Ortsteil Krümmel sowie die Gemeinde Schnakenbek am nördlichen Ufer der Elbe an. Nach Osten und Süden folgen die Gebiete des Fleckens Artlenburg sowie der Gemeinde Barum im Landkreis Lüneburg.
Gemeindegliederung Tespe besteht aus den Dörfern Tespe, Bütlingen und Avendorf.
Ortsteil Tespe Der Ortsteil Tespe liegt südlich der Elbe. Das Dorf verfügt über einen eigenen Sportschifffahrtshafen. Seine Nachbardörfer sind im Süden Bütlingen, im Osten Avendorf und im Westen Obermarschacht. Tespe ist mit etwa 300 Jahren das jüngste dieser Dörfer. Im Ort gibt es zahlreiche Vereine, wie z. B. den TSV Tespe, den Angelsportverein SAV Tespe und den Schützenverein Tespe. Eine weitere Organisation ist die Freiwillige Feuerwehr Tespe als die älteste Feuerwehr im Landkreis Harburg, die seit 1854 besteht.Chronik Feuerwehr Tespe
Geschichte Das Dorf Tespe wird im Ratzeburger Zehntregister von 1230 erstmals urkundlich erwähnt als Toschope. Die Forschung geht davon aus, dass Tespe bereits um das Jahr 1000 von sächsischen Siedlern gegründet wurde. Dem Ortsnamen liegt das altsächsische Grundwort Hop „Haufe“ zugrunde und bezeichnet ähnlich wie Wiershop den Platz, an dem sich etwas zusammenfindet.Wolfgang Prange: Siedlungsgeschichte des Landes Lauenburg im Mittelalter, Quellen und Forschungen zur Geschichte Schleswig-Holsteins. Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte (Hrsg.), Bd. 41, Neumünster 1960, S. 140 f. (altsächsische ON) Das Dorf wurde noch vor der Mitte des 14. Jahrhunderts ebenso wie das Dorf Avendorf in die südlich gelegene Elbmarsch verlegt. Auf dem alten Flurstück des ehemaligen Dorfes wurde später die Zollstelle Tesperhude errichtet.Wolfgang Prange: Siedlungsgeschichte des Landes Lauenburg im Mittelalter, Quellen und Forschungen zur Geschichte Schleswig-Holsteins. Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte (Hrsg.), Bd. 41, Neumünster 1960, S. 313, siehe auch S. 282. Demzufolge soll Avendorf (nicht zu verwechseln mit Abbendorf) und Tespe (1230 Ksp. Lütau) in die gegenüberliegende Elbmarsch verlegt worden sein
Seit dem Jahr 1986 gab es in Tespe eine überdurchschnittlich hohe Anzahl von Kindern, die an Leukämie erkrankt sind. Diese Erkrankungen werden in der Presse und auch von einigen begutachtenden Wissenschaftlern in Zusammenhang mit dem Kernkraftwerk Krümmel und dem auf der gegenüberliegenden Elbseite gelegenen GKSS-Forschungszentrum gebracht.
Eingemeindungen Die Gemeinde entstand in ihrer heutigen Form durch die Gebietsreform vom 1. Juli 1972. Davor waren die Gemeinden Tespe, Avendorf und Bütlingen selbständig und gehörten zum Landkreis Lüneburg.
Konfessionsstatistik Gemäß der Zensus 2022 waren 32,0 % der Einwohner evangelisch, 4,9 % römisch-katholisch und 63,0 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.Religion, Zensus 2022.
Politik
Gemeinderat Der Rat der Gemeinde Tespe setzt sich aus 15 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.
Bei der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:
Stand: Kommunalwahl am 12. September 2021
Wappen
Flagge 100px Hissflagge:„Die Flagge ist schwarz-rot geteilt mit dem aufgelegten Wappen in der Mitte.“
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Persönlichkeiten Ernst Reinstorf (1868–1960), Lehrer, Heimatforscher und Schriftsteller; geboren im Ortsteil Bütlingen
Weblinks
Samtgemeinde Elbmarsch Gemeinde Tespe
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Harburg Kategorie:Ort an der Elbe Kategorie:Ersterwähnung 1230