mini|Götz Heymann Götz Heymann (* 26. Juli 1935 in Berlin; † 4. Mai 2025 ebenda) war ein deutscher Szenenbildner und Filmarchitekt.
Leben Seit Mitte der 1960er Jahre entwickelt der gelernte Theatertischler (Schillertheater bei Boleslaw Barlog) und Autodidakt Götz Heymann das schlüssige, detailgetreue, den Akteur unterstützende Bühnenbild für wichtige deutsche und internationale Filmproduktionen, so zum Beispiel für Theo gegen den Rest der Welt, Deutschland, bleiche Mutter oder Das Spinnennetz, bei dem er 1990 das Filmband in Gold (heute: Deutscher Filmpreis) gewann. Den Durchbruch im Filmgeschäft schaffte er 1967 mit Johannes Schafs Tätowierung. Er arbeitete bisher für ca. 90 Kino-, Fernseh-, Theater-, Event- und Werbeproduktionen mit Regisseuren, wie Helmut Baumann, Frank Beyer, Helma Sanders-Brahms, Peter F. Bringmann, Eberhard Fechner, Matti Geschonneck, Hajo Gies, Peter Keglevic, Roland Klick, Horst Königstein, Johannes Schaaf, Rolf von Sydow, Tom Toelle, Andrzej Wajda, Dieter Wedel, Kai Wessel, Bernhard Wicki, Adolf Winkelmann u. v. a. Heymann ist Mitglied in der Deutschen Filmakademie und im S/F/K Verband, seit 2011 Ehrenmitglied. Das Götz-Heymann-Archiv befindet sich in der Akademie der Künste, Berlin.
Seine Tochter Anna Heymann ist ebenfalls Szenenbildnerin.
Götz Heymann starb am 4. Mai 2025 im Alter von 89 Jahren in Berlin. Die Beisetzung fand am 17. Juni 2025 auf dem Friedhof Heerstraße in Berlin-Westend statt.Traueranzeigen auf der Website von tagesspiegel.de, abgerufen am 21. Juli 2025. Seine Grabstätte befindet sich dort im Grab Nr. 16 C.
Filmografie
Kinoproduktionen 1965: Berlin N 65, Regie: Egon Monk 1967: Tätowierung, Regie: Johannes Schaaf 1975: Lieb Vaterland magst ruhig sein, Regie: Roland Klick 1977: Heinrich, Regie: Helma Sanders-Brahms 1977: Tod oder Freiheit, Regie: Wolf Gremm 1978: Die Faust in der Tasche, Regie: Max Willutzki 1980: Deutschland, bleiche Mutter, Regie: Helma Sanders-Brahms 1980: Theo gegen den Rest der Welt, Regie: Peter F. Bringmann 1981: Der rote Strumpf, Regie: Wolfgang Tumler 1981: Alles im Eimer, Regie: Ralf Gregan 1981: Das Haus im Park, Regie: Aribert Weis 1983: S.A.S. Malko – Im Auftrag des Pentagon, Regie: Raoul Coutard 1985: Der Bulle und das Mädchen, Regie: Peter Keglevic 1986: Die Reise, Regie: Markus Imhoof 1989: Das Spinnennetz, Regie: Bernhard Wicki 1995: Die Sturzflieger, Regie: Peter F. Bringmann 2001: Goebbels und Geduldig, Regie: Kai Wessel
Fernsehproduktionen
Auszeichnungen 1965: Brüder-Grimm-Preis 1968: Filmband in Gold, Produktions- und Teampreis für „Tätowierung“, Regie: J. Schaaf 1977: Goldene Schale, Produktions- und Teampreis für „Heinrich“, Regie: Helga Sanders-Brahms 1990: Filmband in Gold, heute Deutscher Filmpreis für Szenenbild „Das Spinnennetz“ 1992: European Museum of the Year Award 1992, Museum für Arbeit und Technik, Mannheim 2011: Ehrenmitglied im VSK
Weblinks
http://www.sfk-verband.de/content/view/98/49/ https://archiv.adk.de/bigobjekt/38678 Götz-Heymann-Archiv in der Akademie der Künste, Berlin
Quellen Alexander Kühn: Bauch und Wissen, Filmarchitekten: Vater und Tochter Heymann in Aktion. Badisches Tagblatt vom 13. Mai 2000 Würdigung zum 80. Geburtstag in der Berliner Zeitung (Archivierte Fassung vom 12. Februar 2016) https://www.adk.de/de/archiv/news/index.htm?we_objectID=67926
Einzelnachweise
Kategorie:Szenenbildner Kategorie:Träger des Deutschen Filmpreises Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1935 Kategorie:Gestorben 2025 Kategorie:Mann