mini|hochkant|Südwestfassade zur Kirchengasse mini|hochkant|Kirchengasse mit Nordwestfassade

Der Dunklhof (vormals Stippelhof)Rudolf Lehr: Landeschronik Oberösterreich. Verlag Christian Brandstätter, Wien 2004, S. 104 (Kalender 1501–1550, Abschnitt 1520/25). im Steyrer Stadtteil Steyrdorf, Kirchengasse 16, Oberösterreich, ist ein bedeutendes spätgotisches Bürgerhaus mit einem Arkadenhof aus der Renaissance.

Geschichte und Architektur Das Wohnhaus als ältester Teil stammt aus dem 15. Jahrhundert und war Sitz der niederen Gerichtsbarkeit., abgerufen am 17. März 2018. Markant ist die ausgeprägte Kragstockfassade zur Kirchengasse (das Obergeschoß springt gegenüber dem Erdgeschoß vor)Amtsblatt der Stadt Steyr, Oktober 2006 (PDF; 2,3 MB), S. 10 (aufgerufen am 20. Juni 2013).. Der Arkadenhof stammt aus der Zeit um 1520/25 und zeigt verzierte Säulen und mit Maßwerkornamentik geschmückte Eckpfeiler. Eine Renovierung fand im Jahr 1996 statt, dabei wurde, soweit möglich, ein ursprüngliches Erscheinungsbild wiederhergestellt, etwa durch aufgemörtelte Firste, Graten und Graupenanschlüsse und die Wiederverwendung von alten handgeschlagenen Dachziegeln im Arkadenhof. Auf den seitlich abgewandten Dachflächen kamen neue Ziegel, sogenannte Kirchenbiber, zum Einsatz. (Jahresbericht 1996, aufgerufen am 20. Juni 2013). Die Fassade zur Kirchengasse wurde 2006 renoviert. Von damals stammt der heutige gelbe Anstrich. mini|hochkant|Schild des ehemaligen Architekturbüros Heinrich Dunkl

Besitzer seit 1834 waren Christian Brittinger, der auch erstmals eine Apotheke einrichtete, ab 1867 Alfred Brittinger, ab 1885 Karl Arazim, 1891 Heinrich Lang, 1894 Mathilde Stippl (Anton Stippl), ab 1910 Otto Dunkl und schließlich dessen Sohn, der Architekt Heinrich Dunkl,Manfred Brandl: Neue Geschichte von Steyr, Verlag Wilhelm Ennsthaler, Steyr 1980, S. 126. der das Haus als Teilerbe privat und beruflich nutzte. Im Oktober 1958 heiratete er die Lyrikerin Waltraut Oberleitner-Schottenloher,Marlene Krisper: Dora Dunkl. Eine Nacherzählung. Verlag & Galerie Steyrdorf, Steyr 2005, 3. Auflage, S. 116. die bald unter dem Namen Dora Dunkl veröffentlichte. Am 29. Juli 1959 lud diese erstmals zu einer „Abendmusik im Dunklhof“.Marlene Krisper: Dora Dunkl. Eine Nacherzählung. S. 138 f. Als jährlicher „Serenadenabend“, wurde diese Veranstaltung bis zu ihrem Tod weitergeführt.

Heute ist der Hof nach wie vor ein Wohnhaus, wird jedoch auch für Veranstaltungen genutzt. Lange Zeit hatte die Heilige Geist Apotheke, als älteste Apotheke von Steyr dort ihren Standort (das Schild erinnert noch daran). Da die Drogerie im Jahr 2001, unter Pharmazeut Grasler wegen Platzmangel und „schlechtem wirtschaftlichen Standort“, etwa 500 m weiter auf den Wieserfeldplatz übersiedelte, wird das ehemalige Geschäft als Galerie von verschiedenen Künstlern genutzt.

Rezeption Der Dunklhof gilt als sehenswertester Arkadenhof der Stadt. Dora Dunkl schrieb 1972 in Steyr. Die stolze Stadt der Eisenherren:

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Einzelnachweise

Kategorie:Gotisches Bauwerk in Oberösterreich Kategorie:Renaissancebauwerk in Oberösterreich Kategorie:Bauwerk in Steyr Kategorie:Baudenkmal (Oberösterreich)