mini|Andrej Krautschanka (2010) Andrej Sjarhejewitsch Krautschanka (, , ; * 4. Januar 1986 in Myschanka bei Petrykau, Homelskaja Woblasz) ist ein belarussischer Zehnkämpfer.
Sportlicher Werdegang 2003 wurde Krautschanka Jugendvizeweltmeister im Achtkampf, 2004 Juniorenweltmeister und 2005 Junioreneuropameister.
2007 gewann er Bronze bei den Halleneuropameisterschaften in Birmingham, siegte beim Mehrkampf-Meeting Götzis mit seinem persönlichen Rekord von 8617 Punkten und wurde U23-Europameister. Beim Zehnkampf der Weltmeisterschaften in Osaka wurde er allerdings im 100-Meter-Lauf disqualifiziert.
Beim Siebenkampf der Hallenweltmeisterschaften 2008 in Valencia gewann er Silber mit dem belarussischen Rekord von 6234 Punkten. Seinen bislang größten Erfolg errang er bei den Olympischen Spielen in Peking. Dort gewann er mit 8551 Punkten die Silbermedaille hinter Bryan Clay und vor Leonel Suárez.
2010 bei den Europameisterschaften 2010 in Barcelona wurde er Bronzemedaillengewinner. Im Jahr darauf gewann er Gold bei den Halleneuropameisterschaften in Paris. Im Siebenkampf der Hallenweltmeisterschaften 2014 in Valencia gewann er erneut Silber. Bei den Europameisterschaften 2014 in Zürich wurde er erstmals Europameister.
Andrej Krautschanka ist 1,92 m groß, wiegt 82 kg und lebte in Homel. Sein Vater war Zehnkampfmilitärmeister der Sowjetunion.
Politisches Engagement
Andrej Krautschanka gehört zu den Sportlern, die sich aktiv für Demokratie einsetzen. So beteiligte er sich an den Appellen des Freien Sportlerverbandes von Belarus, der sich den Ergebnissen der Präsidentschaftswahlen und der Gewalt der Sicherheitskräfte widersetzt. Er wurde am 8. November 2020 in Minsk verhaftet.
Bei den wegen der COVID-19-Pandemie auf 2021 verschobenen Olympischen Sommerspielen in Tokio (Japan) startete Krautschanka nicht, da er die Regierung von Aljaksandr Lukaschenka in keiner Form repräsentieren wollte.Silke Bernhart: Flash-News des Tages – Andrei Krauchanka: Tokio-Zehnkampf unter neutraler Flagge, Notizen, auf: leichtathletik.de, vom 8. Dezember 2020, abgerufen am 10. Dezember 2020
Er verließ Belarus und zog mit seiner Ehefrau Jana Maksimava-Krautschanka und seinem Kind nach Deutschland. Die Familie lebte in Duisburg. Nun sind sie nach Chicago gezogen.
Weblinks
, 27. Juli 2008
Literatur zurgams (Herausgeber): Zeitsprünge. 35 Jahre Mehrkampf-Meeting Götzis. Bucher Verlag, Hohenems 2009, ISBN 978-3-902679-23-9
Einzelnachweise
Kategorie:Stabhochspringer (Belarus) Kategorie:Zehnkämpfer (Belarus) Kategorie:Olympiateilnehmer (Belarus) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2008 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2016 Kategorie:Europameister (Zehnkampf) Kategorie:Europameister (Siebenkampf) Kategorie:Belarussischer Meister (Leichtathletik) Kategorie:Belarussischer Emigrant in Deutschland Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Belarusse Kategorie:Geboren 1986 Kategorie:Mann