Helga Lippelt (* 26. September 1943 in Insterburg) ist eine deutsche Schriftstellerin.Helga Lippelt. In: Kürschners Deutscher Literatur-Kalender 2014/2015: Band I: A-O. Band II: P-Z. Walter De Gruyter Incorporated, 2014, S. 639, ISBN 978-3-11-033720-4.

Leben Helga Lippelt wurde 1943 in Insterburg in Ostpreußen geboren. Nach der Vertreibung aus Ostpreußen bei Kriegsende wuchs sie mit Mutter und Großmutter in der sächsischen Kleinstadt Penig auf. Ihr Vater, der Schriftsteller Max Lippold, starb 1946 in sowjetischer Gefangenschaft.

Nach Abitur und Textildruckerlehre absolvierte sie ein Studium an der Ingenieurschule für Textiltechnik in Reichenbach/Vogtland und arbeitete bis 1979 als Textilingenieurin in einem Projektierungsbüro in Leipzig. Vier Jahre nach Stellung ihres Ausreiseantrages wurde sie aus der DDR-Staatsbürgerschaft „entlassen“ und siedelte 1980 in die Bundesrepublik über. Sie zog nach Düsseldorf, wo sie seit 1983 als freie Schriftstellerin lebt.

Helga Lippelt ist Verfasserin von Romanen, Erzählungen und Gedichten. Am bekanntesten wurde sie mit ihren Romanen über die Schicksale der Bewohner des ostpreußischen Dorfes Popelken vor und nach der Vertreibung 1945.

Helga Lippelt ist Mitglied des Verbandes Deutscher Schriftsteller.

Werke Jeans für einen Gliedermann, Roman, Erb Verlag, Düsseldorf 1984. ISBN 3-88458-069-8 (Taschenbuchausgabe im Moewig Verlag, Rastatt 1987, ISBN 3-8118-2512-7) Good bye Leipzig, Roman, Erb Verlag, Düsseldorf 1985. ISBN 3-88458-088-4 Ohne Turm und Elfenbein. Erfahrungen einer Stadtschreiberin, Erb Verlag, Düsseldorf 1986. ISBN 3-88458-113-9 Embryo, Kurzgeschichten, Verlag an der Este, Buxtehude 1988. ISBN 3-926616-97-0 Popelken, Roman, Verlag an der Este, Buxtehude 1988. ISBN 3-926616-98-9 Trabbi, Salz und freies Grün, Verlag an der Este, Buxtehude 1990. ISBN 3-926616-93-8 Der Geschmack der Freiheit. Ein Liebesfall, Roman, Mitteldeutscher Verlag, Halle und Leipzig 1991. ISBN 3-354-00719-2 Abschied von Popelken oder Ein Atemzug der Zeit, Roman, Herbig Verlag, München 1994. ISBN 3-7766-1839-6 (Lizenzausgabe Gütersloh 2011) Iß oder liebe. Roman einer lustvollen Verwandlung, Roman, Herbig Verlag, München 1996. ISBN 3-7766-1946-5 Und ewig lockt der Mann, Roman, Herbig Verlag, München 1998. ISBN 978-3-7766-2052-8 Fern von Popelken, Roman, Verlag Heiligenwalde, Unna 2003. ISBN 3-9807185-3-0

Auszeichnungen 1982: Preis beim 2. NRW-Autorentreff 1983: Preis beim Erzählwettbewerb des Ostdeutschen Kulturrates 1983: Kulturpreis der Stadt Bocholt, mit Berufung zur „Stadtliteratin“ für 1984 bis 1985 1984: Förderpreis für Literatur der Landeshauptstadt Düsseldorf 1987: Andreas-Gryphius-Förderpreis der Künstlergilde 1988: Stipendium der Heinrich-Böll-Stiftung 1999: Literaturstipendium der Landeshauptstadt Stuttgart 1989: Würzburger Literaturpreis 1989: Stipendium im Künstlerdorf Schöppingen 1990: Grenzschreiberin im Kreis Hersfeld-Rotenburg 1992: Stadtschreiber von Otterndorf/Nordsee 1993: Stipendium im Kloster Cismar/Ostholstein 1994: Amsterdam Stipendium 1994: Kulturpreis der Landsmannschaft Ostpreußen

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Einzelnachweise

Kategorie:Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Träger des Kulturpreises der Landsmannschaft Ostpreußen Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1943 Kategorie:Frau