Pierre Huyghe (* 1962 in Paris) ist ein französischer Bildender Künstler.

Leben und Werk Huyghe studierte an der École Nationale Supérieure des Arts Décoratifs in Paris. 2001 repräsentierte er Frankreich auf der Biennale in Venedig, wo sein Pavillon Le Château de Turing einen Sonderpreis der Jury gewann. 2002 wurde Huyghe mit dem Hugo Boss Prize der Solomon R. Guggenheim Foundation ausgezeichnet und stellte dort auch zahlreiche Werke aus.

2006 bespielte Huyghe die Whitney Biennale in New York sowie die Wiedereröffnung des ARC/MAM Paris sowie der Tate ModernAusstellung „Celebration Park“ Tate Modern. 5. Juli - 17. September 2006. mit seinem Film A Journey That Wasn't. Das Kunstmuseum in Basel / Museum für Gegenwartskunst widmete Pierre Huyghe im Januar 2011 eine Ausstellung,Pierre Huyghe, Museum für Gegenwartskunst. 22. Januar 2011. in der Völklinger Hütte ist Huyghe mit dem Neonobjekt Skin of Light Bestandteil der Dauerausstellung GameArt. 2012 nahm Huyghe an der Kasseler dOCUMENTA (13) teil. Er legte auf dem Ausstellungsgelände einen wild bewachsenen Garten als Habitat an, in dem er einen Windhund mit einem rosa Vorderlauf frei flanieren ließ.Niklas Maak: Ein Hund mit rosafarbenem Bein. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 8. Juni 2012, abgerufen am 26. April 2016 Huyghes Beitrag wurde in der Presse als einer der bemerkenswertesten der documenta beschrieben. 2016 war die Installation Orphan Patterns im Sprengel Museum Hannover zu sehen. 2017 war Huyghe mit einer raumgreifenden Installation After ALife Ahead im ehemaligen Eissportpalast in Münster Teil der Skulptur Projekte.

Huyghes Filme und Videoinstallationen beschäftigen sich immer wieder mit den verschiedenen Realitätsebenen von Filmen, die zum Beispiel durch die Synchronisation oder durch die Veränderung des sozialen Kontextes sichtbar werden. So erfährt der Beobachter in Huyghes Dubbing den eigentlichen Film nur gespiegelt in den Untertiteln und den Reaktionen der gefilmten Zuschauer.

Zu seinen bekannten Schülern gehört die französische Installations- und Video-Künstlerin Camille Henrot.

Pierre Huyghe lebt und arbeitet in Paris.

Auszeichnungen

2002: Hugo Boss Prize 2013: Roswitha Haftmann-PreisSeiten der Roswitha Haftmann-Stiftung 2015: Kurt-Schwitters-Preis

Ausstellungen 1996: Dubbing, Galerie Roger Pailhas, Paris, Frankreich 1997: Storytellers, Le Consortium, Dijon, Frankreich 1997: Fondation Bevilacqua la Masa, Biennale Venedig 1998: Musée d’art moderne de la Ville de Paris, Paris 1998: Manifesta 2, Luxemburg, Luxemburg 1998: Sydney Biennale, Sydney 1998: Permises, Guggenheim Museum SoHo, New York, USA 1999: 48. Biennale Venedig (auch 49. und 50. Biennale) 2011: Die Werke aus der Sammlung, Kunstmuseum Basel/Museum für Gegenwartskunst, Basel, Schweiz 2012: dOCUMENTA (13), Kassel 2013: Centre Pompidou, Paris; Los Angeles County Museum of ArtPressemitteilung der Roswitha Haftmann-Stiftung vom 24. Januar 2013 (PDF; 131 kB) 2014: Museum Ludwig, Köln, abgerufen am 10. April 2014. 2016: Orphan Patterns, Sprengel Museum, Hannover,, abgerufen am 8. Februar 2016 22:17. 2017: After ALife Ahead [Nach einem K-Leben vor dem, was kommt], Skulptur Projekte, Münster 2018/19: Pierre Huyghe. UUmwelt, Serpentine Gallery, LondonEdgar Schmitz: Pierre Huyghe. An den Rändern des Außer-Menschlichen in: kunstforum.de, abgerufen am 13. Juli 2019 2026 Liminals, LAS Art Foundation, Berlin https://www.las-art.foundation/de/programm/pierre-huyghe 2026: Pierre Huyghe, Fondation Beyeler, Basel

Literatur Exhibition catalogue. 2. Biennale de Lyon, 1995. Exhibition catalogue. Johannesburg Biennial, 1997. Images, Objets, Scènes. Le Magasin, Centre National d’Art Contemporain, Grenoble, 1998. Fabian Stech: J'ai parlé avec, Lavier, Annette Messager, Sylvie Fleury, Hirschhorn, Pierre Huyghe, Delvoye, Le Consortium, D.G.-F., Hou Hanru, Sophie Calle, Ming, Sans et Bourriaud. Presses du réel, Dijon 2006, ISBN 2-84066-166-7. Marie-France Rafael: Pierre Huyghe: On Site. König, Köln 2013, ISBN 978-3-86335-449-7.

Einzelnachweise

Weblinks

Pierre Huyghe Profile. Marian Goodman Gallery.

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