Julia Scher (* 9. März 1954 in Hollywood, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Künstlerin.

Leben und Werk Scher studierte Malerei, Bildhauerei und Grafik an der Universität von Kalifornien (UCLA) in Los Angeles sowie an der Universität von Minnesota in Minneapolis. Von 2006 bis 2021 war sie Professorin für Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien Köln.

Das Hauptthema Schers ist die zunehmende Überwachung in der modernen Gesellschaft durch elektronische Medien wie Sprechanlagen, Videokameras und das Internet. In einer Ausstellung im Kunstverein in Hamburg installierte sie beispielsweise Überwachungskameras auf der Herrentoilette. Dabei bleibt Schers Auseinandersetzung mit der Überwachung ambivalent: Neben der Bedrohung durch technische Systeme rückt sie immer wieder die Faszination mit diesen Objekten sowie den paradoxen Wunsch der Menschen danach, überwacht zu werden, in den Fokus.

2023 zeigte sie ihre kritischen Szenarien zur kontrollierten Gesellschaft und zur Kunst der Intervention in der Ausstellung Julia Scher. Hochsicherheitsgesellschaft in Mönchengladbach. Im Nachgang zum Postminimalismus geht der Titel ihrer Schau auf den amerikanischen Soziologen Gary T. Marx zurück, der unterschiedliche Stadien für eine Maximum Security Society definierte.

Ausstellungen 1989–1990: Occupational Placement: (O.P.), Wexner Center for the Arts, Columbus, Ohio 1994: Don't Worry, Kölnischer Kunstverein, Köln 1996: Fri Art - Centre d'art contemporain, Fribourg, Schweiz 1998: Predictive Engineering II, San Francisco Museum of Modern Art, San Francisco, Kalifornien 1998: wonderland, Andrea Rosen Gallery, New York, New York 2023: Julia Scher. Hochsicherheitsgesellschaft. Museum Abteiberg, Mönchengladbach

Literatur 1989: Exhibition Catalogue, Biennial Exhibition, Whitney Museum of American Art, New York 1997: Exhibition Catalogie, Fri Art - Centre d'art contemporain, Fribourg 1998: Predictive Engineering II, San Francisco Museum of Modern Art, San Francisco

Stipendien und Auszeichnungen 1992 National Endowment for the Arts with Hallwalls, Buffalo, New York. 1993, 1989 und 1988: Art Matters Inc. 1996: Bunting Fellowship an der Radcliffe/Harvard University, Cambridge 2005: Fellowship der John F. Salomon Guggenheim Foundation 2024 Kunstpreis FinkenwerderFinkenwerder Kunstpreis – Julia Scher und Anna Stüdeli, Bericht vom 30. Mai 2024 in Monopol Magazin für Kunst und Leben, aufgerufen am 27. Oktober 2024

Einzelnachweise

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