Faber & Faber war ein deutscher Verlag mit Sitz in Leipzig.

Geschichte Die Faber & Faber Verlag GmbH wurde im September 1990 von Elmar Faber und seinem Sohn Michael Faber in Berlin gegründet und gehört zu der seit 1983 bestehenden Sisyphos-Presse, die Pressendrucke, Kunstbücher, belletristische Werke in bibliophiler Ausstattung und Originalgrafiken verlegte.Frank Thomas Grub: Wende und Einheit im Spiegel der deutschsprachigen Literatur, Walter de Gruyter, 2003, ISBN 978-3-11017775-6 Das erste Verlagsprogramm von Faber & Faber umfasste 1991 sechs Titel. Die Anfangsjahre galten vor allem dem Ausbau des bibliophilen Programms. Seit der Leipziger Buchmesse 1994 wurde das Programm und die Herstellung von einem Verlagsbüro in Leipzig geleitet. Im Juli 1995 gab der Verlag seinen Berliner Sitz auf und siedelte sich komplett in Leipzig an – ein „Zeichen gegen die Ausblutung des ehedem wichtigsten deutschen Verlagsstandorts“.Andreas Platthaus: Aufbau als Aufgabe. Als Verleger und Verlagsgründer prägte er die Nachkriegsliteratur: Zum Tod von Elmar Faber. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 5. Dezember 2017, S. 13.

Im Verlag erschienen jährlich etwa 15 Neuerscheinungen, die Backlist umfasste circa 100 Titel. Im Jahr 2000 wurde der Verlag für die inhaltliche und ästhetische Qualität seiner Buchreihen mit dem Antiquaria-Preis ausgezeichnet.

Im Januar 2011 teilte Verlagsgründer Elmar Faber mit, dass der Verlag seine Arbeit vorläufig einstellt und dass er selbst aus Altersgründen Ende März seine aktive verlegerische Tätigkeit beendet. Der Verlag sollte in Familienbesitz bleiben und später möglicherweise fortgeführt werden. buchmarkt.de 22. Januar 2011.

Anfang 2019 teilte Michael Faber mit, dass der Verlag seine Arbeit wieder aufnehmen werde.Bücherliebesaffäre. Der Verlag Faber & Faber soll wiederbelebt werden Andreas Platthaus, faz.net vom 24. März 2019.

Im Oktober 2023 meldete der Verlag Insolvenz an.Faber & Faber meldet Insolvenz an in: Börsenblatt vom 3. November 2023 Nach Michael Faber spielte Corona eine große Rolle, aber auch das veränderte Leseverhalten, die starken Abbrüche in schulischen Leistungen, die schleichende Analphabetisierung trotz hoher Bildungsangebote.Michael Faber im Interview: Es sind systemische Probleme, der Freitag vom 16. November 2023, S. 19

Verlagsreihen Die Graphischen Bücher. Erstlingswerke deutscher Autoren des 20. JahrhundertsBeispiele auf grafikbrief.de Die DDR-Bibliothek Die Drucke der Sisyphos-Presse Leipziger Liebhaber-Drucke Die Plastik-Edition Buchkuriosa

Sowie in Kooperation mit anderen Verlagen: Kinderbuch Klassiker

Weblinks

auf der Website des mdr Website des Verlags Faber & Faber

Einzelnachweise

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