Die Pechmann-Reaktion oder Pechmann-Kondensation ist nach dem deutschen Chemiker Hans Freiherr von Pechmann (1850–1902) benannt und beschreibt die Synthese von Cumarin-Derivaten.

rahmenlos|hochkant=2.5|zentriert|Bruttogleichung der Pechmann-Reaktion

Reaktionsmechanismus Zur Synthese von Cumarinderivaten kann man β-Ketoester mit Phenolen unter sauren Bedingungen kondensieren.J. A. Joule, K. Mills Heterocyclic Chemistry, 4th edition, Blackwell Science, Oxford, UK, 2000.

Dabei tritt zunächst eine Umesterung unter Bildung des Phenolesters ein. Anschließend erfolgt der Ringschluss, der ähnlich der Friedel-Crafts-Alkylierung verläuft.

rahmenlos|hochkant=3.0|zentriert|Mechanismus der Pechmann-Reaktion

Mit einfachen Phenolen muss bei erhöhten Temperaturen gearbeitet werden, um eine vernünftige Ausbeute von 80 bis 85 % zu erhalten.

Mit aktiveren Phenolen, wie Resorcin, kann die Reaktion bei Raumtemperatur durchgeführt werden. Die Ausbeute beträgt dann etwa 85 %: rahmenlos|hochkant=2.5|zentriert|Pechmann-Reaktion mit aktivierten Phenolen

Varianten Für Cumarine, die in der δ-Position unsubstituiert sind, wird der Halbaldehyd der Malonsäure benötigt (3-Oxopropansäure). Dieser ist allerdings instabil und nicht käuflich zu erwerben. Deshalb erfolgt dessen Synthese in situ aus Äpfelsäure und Schwefelsäure oberhalb 100 °C, um direkt nach der Entstehung in einer Pechmann-Reaktion zu kondensieren. Allerdings ist die Ausbeute nur gering.

rahmenlos|hochkant=3.0|zentriert

Siehe auch Aldol-Kondensation Perkin-Reaktion

Einzelnachweise

Quelle

Kategorie:Namensreaktion Kategorie:Kondensationsreaktion Kategorie:Pechmann