Radwang ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Radwang liegt in der Gemarkung Neustädtlein.
Geografie Das Dorf liegt etwa einen halben Kilometer südlich der Siedlungsgrenze von Dinkelsbühl jenseits des Taleinschnitts des Walkenweiherbachs, eines rechten Zuflusses der Wörnitz, am Gegenhügel im Naturschutzgebiet Walk-/Gaisweiher. Die Weiher werden zur Fischzucht genutzt. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Sittlingen (1 km südlich), an der Walkmühle vorbei nach Dinkelsbühl (0,8 km nördlich), nach Hohenschwärz (1,1 km südwestlich) und nach Sankt Ulrich (1 km südlich).
Geschichte Die Fraisch über Radwang war strittig zwischen dem oettingen-spielbergischen Oberamt Mönchsroth und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte die Reichsstadt Dinkelsbühl. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es 7 Anwesen (evangelische Kirchenpflege: 1 Gut; Ratsamtspflege: 2 Güter, 1 Häuslein; Siechenpflege: 2 Güter; Spital: 1 Hof).T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 451.
Im Jahr 1809 wurde Radwang infolge des Gemeindeedikts dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Villersbronn zugeordnet.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 533. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde der Ort neu gebildeten Ruralgemeinde Knittelsbach zugewiesen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 539. Am 1. April 1971 wurde Radwang im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Dinkelsbühl eingegliedert.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 567.
Baudenkmäler Haus Nr. 11: ehemaliges Flachsbrechhaus, erdgeschossiger Bruchsteinbau mit Satteldach, 18./19. Jahrhundert Brücke über den Walkweiher-Bach, zweibogig, Anfang 18. Jahrhundert
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2008Einwohner 82 61 71 52 54 58 57 59 64 62 58 60HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 10 13 10 10 10 10 11 12 Quelle Radwang (Knittelsbach): 76 Einwohner, 9 Feuerstellen; Radwang (Dinkelsbühl): 6 E., 1 F.
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Vinzenz (Segringen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Dinkelsbühl)