Fritz Greiner, auch Fritz Greiner-Dietl,Namensnennung als Geschäftsführer der Firma Iran-Film GmbH, Eintrag im Münchener Handelsregister am 13. November 1923 gebürtig Friedrich Dietl (* 1. Jänner 1879 in WienSammlung Wien, katholische Kirchenbücher, Taufregister Wien-Penzing Nr. 23/1879, Quelle: Ancestry.com; † 16. November 1933 in München), war ein österreichischer Schauspieler.
Leben Greiner begann seine schauspielerische Laufbahn an verschiedenen Bauerntheatern und agierte zuletzt, während des gesamten Ersten Weltkriegs, am Schlierseer Bauerntheater. 1918 kam er nach München und wurde dort von der Filmgesellschaft Münchner Lichtspielkunst engagiert.
In den 20er Jahren war er ein vielbeschäftigter Neben- und manchmal auch Hauptdarsteller. Er verkörperte stets kraftvolle, zuweilen dämonische, zuweilen heldenhafte Charaktere. Seine bedeutendsten Rollen waren die Titelfiguren des Wallenstein und des Andreas Hofer in den gleichnamigen Produktionen 1924/25 und 1929. Mitte November 1933 nahm er sich während Dreharbeiten in den Münchner Geiselgasteig-Studios durch Gift das Leben.
Greiner war der Großvater des Regisseurs Helmut Dietl.
Filmografie 1918: Der schwarze Jack 1918: Der Herrgott am Wege 1919: Der Jäger von Fall 1919: Dr. Steffens seltsamster Fall 1920: Das Ende des Abenteuers Paolo de Gaspardo 1920: Der Klosterjäger 1920: Der Kopf des Gonzalez 1920: Der Ochsenkrieg 1920: Der Mann auf der Flasche 1921: Der Überfall auf den Europa-Express 1921: Der Brand im Varieté Mascotte 1921: Der Einäugige 1921: Der Verfluchte 1921: Die Schreckensnacht im Hause Clarque 1921: Die Wahrsagerin von Paris 1922: Nathan der Weise 1922: Kauft Mariett-Aktien 1923: Mutterherz 1923: Zwischen Flammen und Bestien 1923: Lachendes Weinen 1923: Dr. Sacrobosco, der große Unheimliche 1923: Das rollende Schicksal 1924: Zwei Kinder 1924: Um eines Weibes Ehre 1924: ...die sich verkaufen (Regie) 1925: Wallenstein (2 Teile) 1925: Ihre letzte Dummheit 1925: Die Perlen des Dr. Talmadge 1925: Abenteuer im Nachtexpreß 1925: Götz von Berlichingen zubenannt mit der eisernen Hand 1925: Was Steine erzählen 1925: Zigano, der Brigant vom Monte Diavolo 1926: Manon Lescaut 1926: Die Gesunkenen 1926: Der schwarze Pierrot 1926: Der dumme August des Zirkus Romanelli 1926: Familie Schimek 1926: Unsere Emden 1926: Wien, wie es weint und lacht 1926: Die elf Schill’schen Offiziere 1926: Was ist los im Zirkus Beely? 1927: Klettermaxe 1927: Der größte Gauner des Jahrhunderts 1927: Ich war zu Heidelberg Student 1927: Sein größter Bluff 1927: Doña Juana 1927: Luther – Ein Film der deutschen Reformation 1928: Moral 1928: Moderne Piraten 1928: Robert und Bertram 1928: Ungarische Rhapsodie 1928: Hurrah! Ich lebe! 1928: Haus Nummer 17 1928: Der Kampf der Tertia 1929: Die Liebe der Brüder Rott 1929: Champagner 1929: Andreas Hofer 1929: Der Erzieher meiner Tochter 1930: Der unsterbliche Lump 1930: Das Donkosakenlied 1930: Kurs auf die Ehe (Kire lained) 1930: Liebling der Götter 1930: Im Kampf mit der Unterwelt 1930: Leutnant warst Du einst bei deinen Husaren 1931: Elisabeth von Österreich 1931: Tropennächte 1931: Der Weg nach Rio 1931: Der Raub der Mona Lisa 1931: Der Zinker 1931: Liebeskommando 1931: Die Mutter der Kompagnie 1931: Solang’ noch ein Walzer von Strauss erklingt 1932: Es war einmal ein Walzer 1932: Kreuzer Emden 1932: Der schwarze Husar 1932: Johann Strauß, k.u.k. Hofballmusikdirektor 1933: Kampf um Blond 1933: Kaiserwalzer 1933: S.A. Mann Brand 1933: Die schönen Tage von Aranjuez 1933: Ein Unsichtbarer geht durch die Stadt 1933: Drei Kaiserjäger
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Dritter Band F – H. Barry Fitzgerald – Ernst Hofbauer, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 388.
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Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Stummfilmschauspieler Kategorie:Pseudonym Kategorie:Person (Cisleithanien) Kategorie:Geboren 1879 Kategorie:Gestorben 1933 Kategorie:Mann