Der N73 ist ein 12-Zylinder-V-Motor des Automobilherstellers BMW mit Direkteinspritzung (maximaler Druck 120 bar).

Der Zylinderbankwinkel beträgt 60°.Engine workbook N73B60 Das Kurbelgehäuse in Open Deck-Bauweise besteht wie beim Vorgänger aus einer Aluminium-Silicium-Legierung ("Alusil"), wobei die Zylinderbohrungen abschließend mit einem Ätzverfahren behandelt sind. Die Zylinderbohrung beträgt bei der 6,0 L-Grundversion 89,0 mm, der Hub 80,0 mm.Engine workbook N73B60, Seite 19 Die Kurbelwelle mit 12 Gegengewichten besteht aus Schmiedestahl. Die Kolben bestehen aus Aluminiumguss, der mit Stahl beschichtet ist.Engine workbook N73B60, Seite 17 Für die Zylinderköpfe wurde Aluminiumguss verwendet. Der N73 verfügt über Vierventiltechnik und die vollvariable Ventilsteuerung die bei BMW „Valvetronic“ bezeichnet wird. Damit wird der Benzinverbrauch des Motors um bis zu 10 % gesenkt (Angabe BMW). Eine Kette treibt die obenliegenden Nockenwellen an.

Eine Rollenkette treibt die zweistufige Ölpumpe an,Engine workbook N73B60, Seite 16 der Wasserpumpenantrieb erfolgt per Riemen.Engine workbook N73B60, Seite 9

Die B60-Variante läuft mit zwei MED 9.2.1-Motorsteuergeräten.Engine workbook N73B60, Seite 4

Nicht-Serien-Varianten Zwischen 2005 und 2007 wurden 100 mit Wasserstoff betriebene N73-Exemplare produziert. Sie haben für den Wasserstoff spezielle Einblasventile im Saugrohr. Da Wasserstoff die schmierende Wirkung des Benzin-Luft-Gemisches fehlt, werden weiter Ventilsitzringe aus speziellem Material benötigt. Da auch die Verbrennung nicht der von Benzin entspricht und schneller verläuft, ist auch die Motorsteuerung angepasst. Einsatz fanden diese Motoren im BMW Hydrogen 7 und in dem handgeschalteten Wasserstoffprototypen BMW H2R.Eine neue Ära der Mobilität beginnt. Der BMW Hydrogen 7.

Vom N73-Motor wurde wie von seinem Urahnen dem BMW M70 eine V16-Variante angefertigt. Diese 9.0 V16-Variante wurde testweise in einem Rolls-Royce-Chassis verwendet und nicht in einem BMW wie in der Studie BMW „Goldfisch“. Das Fahrzeug wurde in einem Film eingesetzt (siehe Trivia), in Serie wurde die V16-Variante nicht hergestellt. __NOTOC__ Daten Motor Hubraum Bohrung × Hub Gewicht Verdichtung Leistung bei 1/min Drehmoment bei 1/min Fahrzeuge BauzeitN73B60 6,0 l (5972 cm³) 89,0 mm × 80,0 mm 280 kg 11,3 : 1 327 kW (445 PS) bei 6000 600 Nm bei 3950 BMW 2003–2008N73B67 6,75 l (6749 cm³) 92,0 mm × 84,6 mm 11,0 : 1 338 kW (460 PS) bei 5350 720 Nm bei 3500 Rolls-Royce seit 2003

Verwendung N73B60 2003–2008 im BMW E65 760i 2003–2008 im BMW E66 760Li 2004 im BMW H2R 2005–2007 im BMW E68 Hydrogen 7

N73B67 seit 2003 im Rolls-Royce Phantom (RR01) seit 2007 im Rolls-Royce Phantom Drophead Coupé (RR2) seit 2008 im Rolls-Royce Phantom Coupé (RR3)

Trivia Das Fahrzeug mit der V16-Variante hatte einen bekannten Filmauftritt im Film "Johnny English - jetzt erst recht". Weiterhin wurde im Automagazin Top Gear das Fahrzeug mit geöffneter Motorhaube gezeigt, bei einem Gastauftritt von dem Schauspieler Rowan Atkinson der das Fahrzeug im Film "Johnny English - jetzt erst recht" in seiner Rolle als Jonny English fuhr.

Weblinks

Umfassend bebilderter Bericht bei AustralianCar.Reviews, (Archivlink).

Einzelnachweise

N73 Kategorie:Motorenmodell (V-Motor)