miniatur|Stephanocereus luetzelburgii

Stephanocereus ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Der botanische Name der Gattung leitet sich vom griechischen Substantiv „στέφανος“ (stephanos) für Kranz ab, bedeutet Kranz-Cereus und verweist auf das kranzartige Cephalium an den Triebspitzen.

Beschreibung Die Arten der Gattung Stephanocereus wachsen manchmal baumartig, sind nicht verzweigt oder treiben gelegentlich aus der Basis heraus. Sie erreichen eine Wuchshöhe von 1 bis 5 Meter. Die anfangs kugel- oder eiförmigen Triebe sind später verlängert bis säulenförmig bis flaschenförmig. Die 12 bis 20, niedrigen Rippen tragen Areolen aus denen reichlich weiße Wolle entspringt, die den Trieb verdecken. Die 1 bis 4 Mitteldornen sind weiß bis goldfarben und 3 bis 4 Zentimeter lang. Die gelben bis weißen, 15 bis 20 Randdornen sind 0,5 bis 1,5 Zentimeter lang. Das Cephalium befindet sich an der Triebspitze oder ist ringartig. Es besteht aus dichten Borsten, weißer Wolle und Haaren.

Die röhren- bis trichterförmigen Blüten sind weiß bis manchmal leicht rosafarben und 2,6 bis 7 Zentimeter lang. Sie öffnen sich in der Nacht. Das Perikarpell und die Blütenröhre besitzen einige verstreute kleine Schuppen und kahle oder wenig weiß bewollte Areolen.

Die ei- bis ellipsenförmigen, kahlen, nicht aufreißenden Früchte sind blau bis etwas purpurgrün. Der dauerhafte Blütenrest wird schwarz. Das Fruchtfleisch ist wasserklar. Die großen, ei- bis birnenförmigen Samen sind schwarz und gehöckert.

Verbreitung und Systematik Die Gattung Stephanocereus ist im brasilianischen Bundesstaat Bahia verbreitet.

Die Erstbeschreibung erfolgte 1926 durch Alwin Berger.Alwin Berger: Die Entwicklungslinien der Kakteen. S. 97. 1926. Die Typusart der Gattung ist Stephanocereus leucostele.

Systematik nach N.Korotkova et al. (2021) Die Gattung umfasst die folgenden Arten:Nadja Korotkova, David Aquino, Salvador Arias, Urs Eggli, Alan Franck, Carlos Gómez-Hinostrosa, Pablo C. Guerrero, Héctor M. Hernández, Andreas Kohlbecker, Matias Köhler, Katja Luther, Lucas C. Majure, Andreas Müller, Detlev Metzing, Reto Nyffeler, Daniel Sánchez, Boris Schlumpberger, Walter G. Berendsohn: Cactaceae at Caryophyllales.org – a dynamic online species-level taxonomic backbone for the family – Electronic supplement. In: Willdenowia. Band 51, Nr. 2, 2021, S. 359 (doi:10.3372/wi.51.51208).

Stephanocereus leucostele Stephanocereus luetzelburgii

Synonyme der Gattung sind Coleocephalocereus subg. Lagenopsis (1972), Pilosocereus subg. Lagenopsis (1988), Stephanocereus subg. Lagenopsis (1991), Lagenocereus (2002) und Lagenosocereus (2002).Nadja Korotkova, David Aquino, Salvador Arias, Urs Eggli, Alan Franck, Carlos Gómez-Hinostrosa, Pablo C. Guerrero, Héctor M. Hernández, Andreas Kohlbecker, Matias Köhler, Katja Luther, Lucas C. Majure, Andreas Müller, Detlev Metzing, Reto Nyffeler, Daniel Sánchez, Boris Schlumpberger, Walter G. Berendsohn: Cactaceae at Caryophyllales.org – a dynamic online species-level taxonomic backbone for the family – Electronic supplement. In: Willdenowia. Band 51, Nr. 2, 2021, S. 359 (doi:10.3372/wi.51.51208).

Systematik nach Anderson/Eggli (2005) Zur Gattung gehören die beiden Arten:

Stephanocereus leucostele Stephanocereus luetzelburgii

Ein Synonym der Gattung ist Lagenosocereus (2002).

Nachweise Literatur

Einzelnachweise

Weiterführende Literatur Patricia Soffiatti, Veronica Angyalossy: Anatomy of Brazilian Cereeae (subfamily Cactoideae, Cactaceae): Arrojadoa Britton & Rose, Stephanocereus A. Berger and Brasilicereus Backeberg. In: Acta Botanica Brasilica. Band 21, Nummer 4, 2007, S. 813–822 (doi:10.1590/S0102-33062007000400006).

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