Daniel Wagenblast (* 1963 in Schwäbisch Gmünd) ist ein deutscher Bildhauer.

Leben Wagenblast studierte von 1984 bis 1990 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Peter Grau und Rudolf Schoofs, anschließend bis 1993 Germanistik an der Universität Stuttgart. Mehrere Reisen in die USA 1992/93 inspirierten ihn zu seinem ersten großen Werkblock, der Serie Yellow Cab, N.Y., die verschiedenartige plastische Darstellungen der in den USA gewöhnlich gelben Taxi-Fahrzeuge zum Gegenstand hat. 1994 gehörte Wagenblast zu den Gründern der Künstlergruppe maximal. Von 1993 bis 1998 trat er auch als Saxofonist der Rockband Fiese Förtner in Erscheinung.

Seit den 1980er Jahren waren Arbeiten von Wagenblast bei zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen. Bedeutende mit Katalogveröffentlichungen verbundene Einzelausstellungen wurden 1996 in den Städtischen Museen Heilbronn, 1999 in der Galerie im Prediger, Schwäbisch Gmünd, im Jahr 2000 in der Karlsruher Galerie Knecht und Burster und im Jahr 2025/2026 im Museum im Kleihues-Bau, Kornwestheim gezeigt. Die Skulpturen sind üblicherweise als Keramik oder in Holz ausgeführt, Arbeiten im öffentlichen Raum aus stabileren Werkstoffen wie Aluminium- und Bronzeguss.

Werke der Serie Yellow Cab, N.Y. und der Serie Weltenfahrer wurden von öffentlicher Hand aufgekauft und sind im öffentlichen Raum zu sehen, so etwa in Heilbronn, Bietigheim-Bissingen, Ditzingen, Schorndorf, Barnsley (Großbritannien), Spaichingen, Eschwege, Épernay (Frankreich), Stuttgart, Hamburg, Castrop-Rauxel und PiotrkowTrybunalski (Polen).

Auch gewann und realisierte Daniel Wagenblast eine Vielzahl von öffentlichen Kunst-am-Bau-Wettbewerben, wie z. B. sieben Sterne für die blauen Engel in Crailsheim und Mann auf Spaten, eine Skulptur in Gruibingen oder good day vor der DVAM in Detmold.

Im Jahr 2021 brachte der ESA-Astronaut Matthias Maurer im Rahmen seiner Mission zur Internationalen Raumstation Cosmic Kiss zwei Kunstwerke des Stuttgarter Künstlerpaares Isa Dahl und Daniel Wagenblast mit, die als symbolische Unterstützung der Stiftung KinderHerz auf die Verbindung zwischen Weltraumforschung und Kinderherzmedizin aufmerksam machen sollten.

Im Jahr 2024 schuf Daniel Wagenblast die Keramikskulptur Katzenbär, die im Zoo Karlsruhe vor der Anlage der Roten Pandas aufgestellt wurde und in Kooperation mit der Majolika und der Vollack Gruppe entstand.

Wagenblast ist mit der Malerin Isa Dahl verheiratet.

Auszeichnungen Mit seinen Arbeiten konnte Wagenblast mehrere Auszeichnungen und Preise erlangen, darunter 1992 den 1. Preis beim Wettbewerb Junge Kunst in Ostwürttemberg, 1993 den 1. Preis beim Bundeswettbewerb Das Atelier, 1991 bis 1994 ein Atelierstipendium der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und des Landes Baden-Württemberg, 1996/97 ein Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg sowie die Auszeichnung Stadtkünstler 2000 in Spaichingen.

Werke

Ausstellungen (Auswahl) 2000: „80 days“, Walled Garden, Museum Cannon Hall, Barnsley, England 2000: „Neue Arbeiten“, Lauenburgischer Kunstverein, Ratzeburg 2000: „ausstellung“, Museum Wilhelmsburg, Schloss Schmalkalden 2004: „weitvoraus der blick“, Städtische Galerie, Balingen 2005: „Kunstraum“, Stein am Rhein, Schweiz 2005: „Arbeiten aus den Majolika - Ateliers“, Staatliche Majolika, Karlsruhe 2005: „der Schnaps muss weg“, Kunstverein, Kirchzarten 2005: „ichunddu“, Museum für Technik und Kunst, Schorndorf 2006: „blow up“, Städtisches Museum, Engen 2007: „beziehungsweise“,Hospitalhof, Stuttgart 2008: „mein raum“, Haus am Lützowplatz, Berlin 2015: „Hand, Hirsch und Co“, GdFj, Altes Dampfbad, Baden-Baden 2015: „sein und sein“, Kunstverein Unna 2015: „Karlsruher Tulpenkultur“, Badische Landesbibliothek Karlsruhe 2016: „bereit für den langen Weg“, Kulturverein Zehntscheuer, Rottenburg 2017: „Hand, Hirn und Co“, Kunstmuseum Heidenheim 2017: „visitors from outer space“, Kunstraum Neureut 2017: „stand der dinge“, Kunstmuseum Singen 2017: „und weil es Freude macht“, Straubinger Stiftung, Spinnerei Leipzig 2017: „Nebukameza“, Forum Kunst, Rottweil 2022: „HOLZwege“, Kunstmuseum Heidenheim, Heidenheim 2025: „Unterirdisches Heimweh“, Museum im Kleihues-Bau, Kornwestheim

Literatur Andreas Pfeiffer (Hrsg.): Daniel Wagenblast – Yellow Cabs. Heilbronner Museumskatalog Nr. 65, Städtische Museen Heilbronn 1996. Danel Wagenblast. Aussen - Innen. Projekte und Arbeiten 2000 bis 2005. Eine Auswahl mit Texten von Klaus Gehrmann, Tobias Wall, Claudia Emmert und Ulrich Mellitzer. Pliezhausen 2005

Weblinks

Website von Daniel Wagenblast

Einzelnachweise

Kategorie:Bildhauer (Stuttgart) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1963 Kategorie:Mann