mini|300px|Wollbach
Wollbach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Heustreu.
Geografie Lage Wollbach liegt in der Region Main-Rhön 4,5 km nördlich von Bad Neustadt.
Gemeindegliederung Außer dem Pfarrdorf Wollbach gibt es keine weiteren Gemeindeteile.
Es gibt auf dem Gemeindegebiet nur die Gemarkung Wollbach. Sie hat eine Fläche von 7,576 km² und ist in 1887 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4015,03 m² haben.
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Das Zisterzienserkloster Bildhausen besaß das Patronatsrecht der Kirche sowie Güter und Einkünfte in Wollbach. Das Amt des Hochstiftes Würzburg gehörte ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. Es wurde nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Einwohnerentwicklung Einwohnerentwicklung in der Gemeinde Wollbach: Jahr 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 Einwohner 1011 1146 1201 1262 1359 1260 1299 1298
Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 1166 auf 1319 um 153 Einwohner bzw. um 13,1 %. 1999 hatte die Gemeinde 1359 Einwohner. Quelle: BayLfStat
Politik Bürgermeister und Gemeinderat Von 2002 bis 2014 war Alois Gensler (CSU/Bürgerblock) Erster Bürgermeister. Dieser war der Nachfolger von Karl Fiedler (CSU/Bürgerblock). Seit Mai 2014 ist Thomas Bruckmüller der Nachfolger von Alois Gensler.
Bei der Kommunalwahl 2020 erhielt die Liste CSU/Bürgerblock acht Sitze, die Wollbacher Wählergemeinschaft vier Sitze im Gemeinderat.
Wappen
Kultur und Sehenswürdigkeiten Bauwerke mini|Kirche St. Bonifatius und Rathaus in Wollbach Dorfkirche mit Kirchturm mit langer hoher Spitze (Julius-Echter-Spitze) Versammlungshalle „Wollhalla“
Bodendenkmäler
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Es gab 2020 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 35 und im Bereich Handel und Verkehr 28 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 32 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 603. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2016 sechs landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 325 ha, davon waren 298 ha Ackerfläche.
Seit 1957 betreibt der bekannte Pfeifenmacher Anton Manger in Wollbach seine Tabakspfeifenfabrik.
Bildung Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2018): Kindergärten: 60 Kindergartenplätze mit 44 Kindern
Sonstiges Südlich von Wollbach an der Straße nach Heustreu befindet sich der aufgelassene Stützpunkt Camp Lee der 2nd Squadron des 11th Armored Cavalry Regiment der US-Streitkräfte. Dieser Stützpunkt wurde Ende der 1940er Jahre errichtet und in den 1970er Jahren ausgebaut. 1992 wurde er aufgegeben. Von 1992 bis 1996 diente er als Asylbewerberheim, später diente er einem Kurierdienst als Quartier. Im Jahr 2016 erwarb die Fahrschule Ludwig aus Bad Neustadt das Anwesen und führt dort Verkehrsübungen durch. Der ehemalige Stützpunkt heißt seitdem "Camp Lu".
Die Wollbacher werden in der Region auch als „Sandhasen“ bezeichnet. Hintergrund hierfür sind die Sandgruben, die sich südlich des Dorfes befinden und noch bis in die 80er Jahre kommerziell betrieben wurden.
Literatur Kelber, Klaus-Peter, Die neogene Flora von Wollbach zwischen Rhön und Thüringer Wald, Schleusingen 2020. Benkert, Ludwig (1929–2012) und Gensler, Alois, 220-2020 800 Jahre Wollbach – ein Streifzug durch die Dorfgeschichte, Mellrichstadt 2021.
Weblinks
Gemeinde Wollbach Bilder des aufgelassenen Stützpunkts Camp Lee
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Rhön-Grabfeld Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)
Kategorie:Gemarkung im Landkreis Rhön-Grabfeld