Der Nahverkehr in Coburg besteht aus dem Stadtbusnetz der SÜC Bus und Aquaria GmbH sowie den Regionalbuslinien der Omnibusverkehr Franken GmbH (DB OVF). Nach Coburg führen auch Fahrten der Omnibusverkehrsgesellschaft mbH (OVG) Sonneberg und der WerraBus GmbH. Der Nahverkehr in Coburg ist im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg integriert.

mini|280px|Ein MAN NL 313 CNG der SÜC am Theaterplatz

Stadtbus Coburg mini|Haltestellenschild in Innenstadtausführung

Der Stadtbusverkehr in Coburg wird von der SÜC Bus und Aquaria GmbH auf neun Hauptlinien und einer Rufbuslinie betrieben. Im Schulverkehr verkehren außerdem 16 Zusatzlinien. Die Anzahl der Fahrgäste sank zuletzt von zirka 4,8 Millionen im Jahr 2017 auf zirka 4,6 Millionen im Jahr 2018. Im Jahr 2012 nutzten hingegen nur rund 4,4 Millionen Fahrgäste die Stadtbusse der SÜC.

Infrastruktur Die Verwaltung und der Betriebshof der Stadtbusse befinden sich an der Bamberger Straße. Er wurde im Jahr 2001 zusammen mit der Omnibusverkehr Franken GmbH eingeweiht und bietet Platz für ca. 60 Omnibusse. Der Fuhrpark umfasst 43 Niederflurbusse von denen 2 mit Erdgas und 3 elektrisch betrieben werden.(Stand: 2023) Anzahl Hersteller Modell Antriebsart 1 Evobus O530 CNG Erdgas 12 MAN MAN Lion’s City A21 Diesel 3 Evobus O530 II Diesel 12 Evobus O530 Citaro 2 Diesel 11 Solaris Urbino 12 Diesel 3 Solaris Urbino 12 electric Elektrisch

Im Sommer 1980 wurde in Coburg der Einsatz von Gelenkbussen getestet. Diese konnten sich allerdings nicht dauerhaft durchsetzen.

Seit 2006 wurden alle neu angeschafften Busse mit Klimaanlagen bestellt. Ende 2009 wurden 30 Busse mit Doppelbildschirmen zur Fahrgastinformation ausgerüstet, wobei auf dem linken die nächsten fünf Haltestellen und auf dem rechten ein Mix aus aktuellen Nachrichten und Werbung angezeigt wird. Auch die ab 2010 neu angeschafften Stadtbusse erhielten ebenfalls je einen Doppelbildschirm.

Geschichte und Entwicklung Das Jahr 1939 war Geburtsstunde des Coburger Stadtbusverkehrs und somit auch des Nahverkehrs in Coburg. Im ersten Verkehrsmonat Oktober wurden bereits 9.500 Fahrgäste gezählt. Bis zum Anfang des Zweiten Weltkrieges wuchs der Verkehr weiter, musste aber 1945 eingestellt werden, da die Busse anderweitig für Kriegsdienste gebraucht wurden. Im Jahr 1947 wurde versucht, den Verkehr durch eine Oberleitungsbuslinie wieder aufzubauen. Dieses Vorhaben scheiterte allerdings an der Materialknappheit. Erst am 15. November 1948 konnte mit zwei Büssing und einem Mercedes der Linienbetrieb wieder aufgenommen werden. Von da an wuchs das Liniennetz und der Fuhrpark stetig an.

Das heutige rund 102 Kilometer lange Netz führt über die Stadtgrenzen in die Gemeinden Niederfüllbach, Lautertal, Dörfles-Esbach, Rödental und Ahorn.

Bis zur Neugestaltung des Coburger Marktplatzes im Jahr 2004, diente dieser als zentraler Knotenpunkt für alle Stadtbuslinien der SÜC. Seit Ende 2007 erfüllen die Haltestellen am Theaterplatz diesen Zweck. Mit der Fertigstellung des zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) im Jahr 2009, wurde in der Lossaustraße ein weiterer Knotenpunkt geschaffen. Hier pausieren sämtliche regionalen Buslinien und Fernbusse. Abgesehen von Straßensperrungen in der Innenstadt, besitzen die Stadtbuslinien der SÜC am ZOB allerdings keinen längeren Aufenthalt.

Im Rahmen der Teilfortschreibung des Nahverkehrsplans für die Stadt Coburg, wurde das über viele Jahre etablierte Streckennetz der Stadtbusse an mehreren Stellen ausgebaut und umgestaltet.

Seit dem 10. September 2017 ist der Ortsteil Oberlauter der Gemeinde Lautertal durch die Linie an das Stadtbusnetz angebunden. Seit dem 1. Januar 2019 wird der Coburger Güterbahnhof und damit auch die in der Nähe liegende neue Turnhalle am Anger sowie diverse Filialen von Einzelhandelsunternehmen im Tagesnetz der SÜC durch die Linien und angebunden.

Um den Campus Friedrich Streib der Hochschule Coburg im Tagesnetz durchgehend im 15-Minuten-Takt mit dem Bahnhof und der Innenstadt zu verbinden, wurde der Streckenverlauf der Linie über das Thüringer Viertel umgeleitet. Dafür wurde der Betrieb der Nebenlinie eingestellt. Der Campus Design im Hofbrauhaus Coburg wird durch die Linien und ebenfalls tagsüber im 15-Minuten-Takt angefahren. Am Theaterplatz besteht im Tagesnetz nun planmäßig die Möglichkeit, in eine Linie, welche den jeweils anderen Hochschulstandort anfährt, umzusteigen.

Als dezentraler Knotenpunkt der Linien , , und verbindet die Haltestelle der HUK-Coburg-arena im Tagesnetz durchgehend das Gewerbegebiet auf der Lauterer Höhe im 15-Minuten-Takt mit der Innenstadt und dem Bahnhof. Unweit davon soll am zukünftigen Klinikum in der Von-Gruner-Straße eine Bushalteanlage mit vier barrierefreien Haltesteigen entstehen.

Am 4. November 2019 wurde die Linie unter der Woche für wenige Fahrten bis zum Bahnhof Rödental verlängert. Davor wurde nur das Schloss Rosenau an Sonn- und Feiertagen angefahren.

Am 11. Dezember 2023 wurden die Liniennummern im Stadtverkehr Coburg in Zusammenhang mit dem Beitritt zum Verkehrsverbund Großraum Nürnberg geändert. Aus den Linien bis wurden die Linien bis und aus der Linie die Linie .

Linien Abgesehen von der Linie und der Linie am Samstag verkehren alle Linien im Tagesnetz im 30-Minuten-Takt, das heißt montags bis freitags von Betriebsbeginn bis ca. 19:00 und samstags von Betriebsbeginn bis ca. 15:00. Durch Überlagerung der Linien herrscht auf den wichtigsten Abschnitten ein 15-Minuten-Takt. Die Linien und sind im Bereich Neue Heimat gegenläufig, im Bereich Heimatring und Falkenegg sind diese nur durch die Liniennummer zu unterscheiden. Sie ergänzen sich immer zum 30-Minuten-Takt.

Samstags wird der Takt im Tagesnetz zwischen 10 und 11 Uhr auf allen Linien gebrochen und eine Fahrt nicht gefahren. Dies dient der Einsparung einer Fahrerablösung.

Im Freizeitnetz (Montag bis Freitag ab 19:25, samstags ab 15:25 und an Sonn- und Feiertagen) herrscht ganztägig (11:30–19:25) ein durchgehender Stundentakt, welcher alle Stadtbuslinien am Theaterplatz zur Minute 25 (Ausnahme: Mo–Fr 20:15) miteinander verknüpft. Somit sind kurze Umsteigebeziehungen möglich. Des Weiteren fahren die Linien , und nicht im Freizeitnetz, die entsprechenden Abschnitte werden von den Linien , und bedient. Lediglich der Hasenstein in Creidlitz wird im Freizeitnetz überhaupt nicht bedient.

Die letzten Abfahrten ab 19:25 Theaterplatz haben (anders als tagsüber) nicht 5, sondern 10 Minuten Aufenthalt am Theaterplatz, um eine Umsteigegarantie bei Verspätungen bis 10 Minuten zu gewährleisten.

Zentralabfahrten vom Theaterplatz gibt es: Montag bis Freitag 19:25, 20:15 Samstag ab 15:25 stündlich bis 19:25 Sonn- und Feiertag ab 12:25 stündlich bis 19:25

Bitte rechts auf „Ausklappen“ klicken, um die Bedeutung der in den nachfolgenden Tabellen benutzten Formatierung anzuzeigen. Formatierung Bedeutung Normal Das Ziel wird immer angefahren. Kursiv Das Ziel wird nicht immer angefahren (z. B. nur im Freizeitnetz). Fett Wichtiger Knotenpunkt. Die Farbe einer Liniennummer stammt aus dem aktuellen Streckenplan des jeweiligen Verkehrsunternehmens.rahmenlos|text-bottom|x13px|link= Gemeinsamer Haltepunkt von Bus und Bahn.

Linie Verlauf Takt im Tagesnetz (HVZ) und Freizeitnetz (SVZ) Glend – Bertelsdorf – – – Kalenderweg – – Theaterplatz – Kongresshaus – Klinikum – Ketschendorf – Pelzhügel – – Niederfüllbach 30 / 60 (nach Glend unregelmäßig) Oberlauter – Unterlauter – Lauterer Höhe – Max-Böhme-Ring – Lauterer Straße – Theaterplatz – – Albertsplatz – Am Ölberg – Wüstenahorn 30 / 60 Bhf. / Lauterer Höhe – -Esbach – Cortendorf – Aquaria – Theaterplatz – – Albertsplatz – Hutstraße – Am Lauersgraben – Scheuerfelder Straße – Sändleinweg (Scheuerfeld) 30 / 60 (Lauterer Höhe nur Mo–Fr, Rödental Bhf Einzelfahrten, So/Fe Schloss Rosenau) Theaterplatz – Ketschenanger – Weichengereuth – Ahorn – Schorkendorf – Eicha – Witzmannsberg – Eicha – Schafhof – Wohlbach – Ahorn – Schützenhaus – Albertsplatz – – Theaterplatz 30 bzw. 60 / 60 Schloss Callenberg – – Neuses (West) – Kürengrund – Hochschule – Thüringer Viertel – Plattenäcker – – Theaterplatz – Friedhof – Pilgramsroth – Löbelstein – – Veste 30 / 60 (zur Veste nur Einzelfahrten) Theaterplatz – Friedhof – Eckardtsberg – Hirschfeld-Ring – Neue Heimat – Klinikum – Güterbahnhof – Kongresshaus – Theaterplatz – – Kürengrund – Heimatring – Falkenegg – Kürengrund – – Theaterplatz 60 / Wird durch die Linie bedient. Neershof – Rögen – Lützelbuch – Seidmannsdorf – Neue Heimat – Klinikum – Hirschfeld-Ring – Friedhof – Theaterplatz – – Kürengrund – Falkenegg – Heimatring – Thüringer Viertel – Scheuerfeld – Schorkendorf 30 / 60 Landestheater (Theaterplatz) – Hofgarten / Naturkundemuseum – Festungsstraße – Blaue Kehre – Gustav-Freytag-Weg – St. Augustin – Landestheater (Theaterplatz) 60 (Ruftaxi) Lauterer Höhe (HUK-Coburg-arena) – Max-Böhme-Ring – Schießstand – – Bahnhofsviertel – Theaterplatz – Kongresshaus – Klinikum – Ketschendorf – Pelzhügel – Hasenstein 30 / Wird durch die Linien und bedient. Theaterplatz – Kongresshaus – Güterbahnhof – Klinikum – Neue Heimat – Hirschfeld-Ring – Eckardtsberg – Friedhof – Theaterplatz – – Kürengrund – Heimatring – Falkenegg – Kürengrund – – Theaterplatz 60 / Wird durch die Linie bedient.

Stand: 19. Dezember 2023

Zusatzlinien Zur Verstärkung der Linien an Schultagen werden im Stadtbusverkehr morgens und mittags 15 Zusatzlinien eingesetzt. Im Gegensatz zu Schulbussen stehen diese Linien allen Fahrgästen zur Verfügung. Zudem verkehrt werktags für (Geh-)Behinderte die Zusatzlinie zwischen einer Werkstatt für behinderte Menschen in Ahorn und der Innenstadt. Die Linien folgen dem Streckenverlauf einer oder mehrerer Hauptlinien und halten bei Bedarf an jeder Haltestelle entlang des Streckenverlaufs. Im Netzplan und in der statischen Haltestellenbeschilderung werden diese jedoch nicht aufgeführt.