Ist sie nicht wunderbar? (Originaltitel: Some Kind of Wonderful) ist eine US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 1987. Regie führte Howard Deutch, das Drehbuch schrieb John Hughes. Die Erstaufführung in Deutschland fand am 12. November 1987 statt.

Handlung Der Film spielt vor dem Hintergrund der strengen sozialen Hierarchie einer öffentlichen High School im Stadtteil San Pedro in Los Angeles. Der aus der Arbeiterklasse stammende Schüler Keith Nelson jobbt als Mechaniker und möchte Künstler werden. Keith Nelson ist der beste Freund der burschikosen Schlagzeugerin Watts. Keiths Vater Cliff ist davon besessen, ihn auf ein Wirtschaftsstudium zu schicken, da er der Erste in der Familie wäre, der studiert.

Keith ist in Amanda Jones verliebt, eines der beliebtesten Mädchen der Schule, und verbringt einen Großteil seiner Zeit damit, sie zu zeichnen. Sie ist mit Hardy Jenns zusammen, einem verwöhnten und egoistischen Jungen aus einem wohlhabenden Viertel. Amanda selbst ist jedoch nicht wohlhabend: Sie lebt im selben Arbeiterviertel wie Watts und Keith und leiht sich ihre modischen Kleider von ihren Freundinnen. Hardy behandelt Amanda wie sein „Eigentum“, während er gleichzeitig mit einem anderen Mädchen herumalbert.

Watts tut Keiths Schwärmerei ab und meint, er und Amanda würden nicht zueinander passen. Aber Keith lässt sich nicht beirren; als er hört, dass Amanda in der Schule nachsitzen muss, bringt er sich selbst in Schwierigkeiten, um Zeit mit ihr verbringen zu können. Sie redet sich jedoch heraus, und er bleibt bei den Schulrowdys hängen, wo er schließlich Freundschaft mit dem Punkrock-Jungen Duncan schließt.

Als Amanda sich wegen seiner Flirts mit anderen Mädchen von Hardy trennt, bittet Keith sie um ein Date. Hauptsächlich, um Hardy eins auszuwischen, willigt Amanda ein. Als Watts die beiden zusammen sieht, wird ihr klar, dass sie Keith mehr als nur als Freund liebt. Sie gibt vor, einen anderen Jungen zu mögen, um Keith eifersüchtig zu machen, und versucht weiterhin vergeblich, ihn davon abzubringen, sich um Amanda zu bemühen. Keiths Ansehen in der Schule steigt, als sich die Nachricht von seinem bevorstehenden Date mit Amanda verbreitet, während Amandas Beliebtheit rapide sinkt.

Hardy schmiedet einen Plan, um Keith zu schaden, indem er ihn und Amanda nach ihrem Date zu einer Party einlädt, wo er vorhat, ihn verprügeln zu lassen. Durch seine Schwester Laura erfährt Keith von dem Plan und glaubt, dass Amanda daran beteiligt ist. Trotzdem beschließt er, trotzdem zu der Party zu gehen und sich Hardy zu stellen.

Amandas wohlhabende und beliebte Freunde beginnen, sie zu meiden, weil sie Hardy verlassen hat. Gleichzeitig versucht Keith, das perfekte Date zu planen, um zu beweisen, dass er Amanda würdig ist. Mit Watts im Schlepptau nutzt er sein College-Geld, um ein Paar Diamantohrringe zu kaufen, ein teures Auto zu mieten und Amanda in ein schickes Restaurant auszuführen. Watts sagt ihm, dass er Amanda richtig küssen muss, und schlägt vor, ihm beizubringen, wie man das macht. Beide küssen sich, aber Keith erkennt nicht, was Watts für ihn empfindet. Als Cliff entdeckt, dass das College-Geld aufgebraucht ist, ist er wütend, doch Keith überzeugt seinen Vater schließlich davon, sein Recht auf eigene Entscheidungen zu respektieren.

Am Abend des Dates holt Keith Amanda ab, wobei Watts als ihr Chauffeur fungiert. Sie gehen zum Abendessen in ein teures Restaurant. Dann bringt Keith Amanda in ein Kunstmuseum und zeigt ihr ein Gemälde, das er von ihr gemalt hat. Er schenkt ihr die Ohrringe, und sie küssen sich, während Watts sie aus der Ferne beobachtet. Schließlich sprechen Amanda und Keith sich aus. Beide gestehen sich ein, einander benutzt zu haben. Schließlich gehen sie zu Hardys Party. Keith steht kurz davor, von Hardys Freunden verprügelt zu werden, als Duncan und seine Schulfreunde eintreffen, um ihm zu helfen. Hardy versucht, sich aus der misslichen Lage herauszureden, und entlarvt sich damit vor den Partygästen als Feigling, woraufhin Amanda ihn zweimal ohrfeigt.

Nachdem sie die Party verlassen haben, entschuldigt sich Watts bei Amanda und gibt zu, dass sie sie falsch eingeschätzt hat. Dann macht sie sich unter Tränen auf den Heimweg. Amanda wird plötzlich klar, dass Keith und Watts Gefühle füreinander hegen. Sie gibt Keith die Ohrringe zurück und drängt ihn, Watts nachzulaufen.

Keith, der plötzlich seine wahren Gefühle erkennt, läuft Watts hinterher. Er holt sie ein, und sie küssen sich. Dann schenkt er ihr die Ohrringe. Sie ist begeistert und gibt zu, dass sie sie von Anfang an haben wollte. Als sie sie anlegt und Keith fragt, wie sie aussehen, antwortet er: "You look good wearing my future." (Du siehst gut aus, während du meine Zukunft trägst).

Soundtrack "Do Anything" – Pete Shelley

"Brilliant Mind" – Furniture

"Cry Like This" – Blue Room

"I Go Crazy" – Flesh for Lulu

"She Loves Me" – Stephen Duffy

"The Hardest Walk" – The Jesus and Mary Chain

"The Shyest Time" – The Apartments

"Miss Amanda Jones" – The March Violets

"Can't Help Falling in Love" – Lick the Tins

"Turn to the Sky" – The March Violets

Produktion Dass Howard Deutch bei Ist sie nicht wunderbar? Regie führen sollte, war zunächst ausgemachte Sache. Doch in der Nachproduktion der Komödie Pretty in Pink überwarf er sich mit dem Produzenten John Hughes, der für jenen Film ein anderes Ende bevorzugte als sein Regisseur. Deutch wurde daher bereits in der Vorproduktion zu Ist sie nicht wunderbar? durch Martha Coolidge ersetzt. Diese kündigte jedoch nach etwa acht Wochen aufgrund von ; dies nur vier Tage vor Produktionsbeginn. Zum Zeitpunkt des Regiewechsels, waren alle Drehorte ausgesucht, alle Sets gebaut, alle Szenen im Storyboard festgelegt. Auch die Besetzung stand bereits. Coolidge verbrachte zuvor sehr viel Zeit darauf, den Film vorzubereiten. Ihre Einflüsse auf das Drehbuch sind im fertigen Film immer noch wahrnehmbar. Dass man sie erneut durch Deutch – der sich mit Hughes wieder zusammenraufen konnte – ersetzte, gefiel zu Beginn nicht allen Produktionsbeteiligten.Some Kind Of Wonderful, Fanseite zum Film, abgerufen am 11. Dezember 2021Some Kind Of Wonderful (1987) im Katalog des American Film Institutes, abgerufen am 11. Dezember 2021Making Some Kind Of Wonderful auf The Original 80s Movies Rewind, abgerufen am 11. Dezember 2021

Der Film wurde vom 11. August 1986 bis Oktober 1986 in Los Angeles gedreht. Für die in der Schule spielenden Szenen wurde die San Pedro High School genutzt. Weitere Drehorte waren die Los Angeles Municipal Art Gallery, die Hollywood Bowl, das Los Angeles County Museum of Art und die Paramount Studios.

Die Uraufführung des Films fand am 23. Februar 1987 in Hollywood, Kalifornien statt. 4 Tage später startete der Film regulär in den US-amerikanischen Kinos.

Er spielte in den Kinos der USA und Kanada ca. 18,55 Millionen US-Dollar ein. Für einen John-Hughes-Film war dies zu diesem Zeitpunkt ein enttäuschendes Einspielergebnis.

Casting Nach dem Willen von John Hughes sollte eigentlich Molly Ringwald die Hauptrolle des „Drummer Girls“ (später: Watts) im Film spielen, sie lehnte jedoch das Angebot ab. Ihrer Meinung nach ähnelte das ursprüngliche Drehbuch zu sehr ihrem Filmerfolg Pretty in Pink, nur dass sie nun anstatt „Andie“ (den heimlich in Andie verliebten) „Duckie“ spielen sollte.Gora, Susannah, You Couldn't Ignore Me If You Tried: The Brat Pack, John Hughes, and Their Impact on a Generation, Random House 2010, ISBN 9780307408433, S. 203 ff.

Nach der Absage von Ringwald konnte Mary Stuart Masterson bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Vorproduktion für die Hauptrolle des Films gewonnen werden. Masterson hatte daher die Gelegenheit die Entwicklung ihres Charakters und des Drehbuchs von Anfang an zu beeinflussen. So definierte sie den als „Tomboy“ umschriebenen Charakter des „Drummer Girls“ nicht als ein Mädchen, das sich wünscht, ein Junge zu sein, sondern als Frau, die nicht willens ist, sich . Sie lehnte es ab, dass ihr Charakter sich selbst einen männlichen Vornamen – „Keith“ nach dem Schlagzeuger Keith Moon der Band The Who – geben sollte, daher einigte man sich auf den Nachnamen Watts (nach dem Stones-Schlagzeuger Charlie Watts). Auch war sie es, die die Idee hatte, Watts im Umkleideraum der Schule in Boxershorts herumlaufen zu lassen (anstatt in engen Jungenslips).

Für die Rolle der Amanda Jones wurde zunächst Kim Delaney gecastet. Doch Delaney wurde – ebenso wie der ursprünglich für den Part des Hardy vorgesehene Schauspieler Kyle MacLachlan – sofort nach der Demission der Regisseurin Martha Coolidge ersetzt. Eric Stoltz setzte sich dafür ein, dass man Lea Thompson für die Rolle der Amanda engagierte.

Auch Lea Thompson lehnte zunächst die Rolle der Amanda ab. Sie befürchtete laut den zum Film herausgegebenen Presseinformationen nicht hübsch genug zu sein, um die Schulschönheit spielen zu können. Sie gab jedoch später zu, in erster Linie neidisch auf ihre Kollegin Masterson gewesen zu sein, die die weitaus interessantere Rolle habe spielen dürfen; nur die dritte Hauptrolle zu übernehmen, behagte ihr nicht, zumal sie hoffte mit der von George Lucas produzierten Science-Fiction-Komödie Howard – Ein tierischer Held groß rauszukommen. Nachdem sich jener Film jedoch als Flop erwies, ließ sich die völlig verunsicherte Thompson von Eric Stoltz dazu überreden, die Rolle der Amanda anzunehmen. Dass Howard Deutch bei diesem Film Regie führen würde, schien ebenfalls ein ausschlaggebender Faktor für ihre Entscheidung gewesen zu sein. Deutch erlaubte es ihr, eigene Ideen einzubringen, um den Charakter der Amanda zu erweitern. So fand auch der von ihr gewünschte Aspekt der "Inneren Schönheit" in der Charakterisierung Amandas Berücksichtigung. Deutch und Thompson, die hier erstmals zusammenarbeiteten, heirateten zwei Jahre nach Fertigstellung des Films. Schon während der Dreharbeiten zeigte Deutch ein deutliches Interesse an der Darstellerin, die zu diesem Zeitpunkt noch mit Dennis Quaid liiert war. Doch die beiden fingen erst nach den Dreharbeiten und auf Werbetour für den Film an, miteinander auszugehen.

Deutch hatte zu Beginn der Vorproduktion Probleme damit, den richtigen Schauspieler für die männliche Hauptrolle zu finden. Ursprünglich war der Film mehr als Komödie im Stil von Ferris macht blau angelegt. Der Hauptcharakter – der zunächst noch Garth heißen sollte – ähnelte zudem eher dem Charakter Duckie aus dem Film Pretty in Pink. Es ist daher nicht verwunderlich, dass zunächst auch Jon Cryer (der Darsteller des Duckie in Pretty in Pink) mit dieser Rolle in Verbindung gebracht wurde. Nach dem zwischenzeitlichen Ausscheiden von Deutch und diversen Änderungen am Drehbuch, die einen Wechsel der Ausrichtung mehr zum Dramatischen hin aufwiesen, castete die kurzzeitig als Regisseurin vorgesehene Martha Coolidge jedoch Eric Stoltz als Keith. Diese Entscheidung wurde auch nach dem erneuten Regiewechsel beibehalten, obwohl Stoltz Vorbehalte gegen Deutch, diverse Umbesetzungen im Cast und weitere Änderungen am Drehbuch hatte. Offenbar befürchtete der als sehr ernst und gewissenhaft geltende Schauspieler jedoch, dass ein Ausstieg aus diesem Film – insbesondere nach dem Verlust der Rolle des Marty McFlys im Film Zurück in die Zukunft – seinen Ruf in der Branche beschädigen könnte.