William Alfred Hendry Campbell of Breadalbane (* 23. März 1863 in Memel; † 14. März 1944 in Berlin) war ein preußischer Generalmajor. mini|Grab der Familie Campbell auf dem Parkfriedhof Lichterfelde in Berlin. mini|Ehemaliges Kadettenhaus Abtei Wahlstatt. Leben Die Vorfahren Campbells entstammen dem schottischen Adelsgeschlecht Campbell. Der aus Aberdeen stammende Vater William Alfred Hen(n)ry Campbell war zeitweise britischer General-Konsul in Memel und in Thyris-Bobäck bei Helsingfors, die Mutter Emely war eine geborene Cook, gebürtig in London. In der Hauptstadt des russischen Großfürstentums Finnland ist William Campbell auch aufgewachsen.

Campbell wurde mit einer Sondergenehmigung 1878 in die Preußische Hauptkadettenanstalt in Groß-Lichterfelde bei Berlin aufgenommen. Von 1882 an diente er in der Preußischen Armee zuerst als Truppenoffizier,(Extra-Ausgabe) Militär-Wochenblatt. Siebenundzwanzigster Jahrgang, №. 29-1892, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin, Mittwoch den 30. März 1892, S. 783. etwa ab 1892 als Premieurleutnant. Dann war er als Lehrer in Kadettenanstalten tätig, mindestens von 1894 an als Stabsoffizier,A. Ludwig: Berliner Adreßbuch für das Jahr 1894. XXVI. Jahrgang, Band 2, Teil IV-C Preußische Staats-Behörden (Kriegs-Ministerium), Hrsg. W. & S. Loewenthal, Selbstverlag Herausgeber, Berlin 1894, S. 59. bis 1905 in Berlin-Lichterfelde.Guido von Frobel (Hrsg.): Militär-Wochenblatt. Neunzigster Jahrgang, №. 20-1905, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin, Donnerstag den 16. Februar 1905, S. 469.

Im Jahr 1895 hatte er die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen. An den Kadettenanstalten, zuerst in Wahlstatt, später in Berlin,Vgl. u. a. Handbuch über den Königlich Preussischen Hof und Staat für das Jahr 1909. In Kommission bei R. (L). v. Decker`s Verlag G. Schenck, Berlin Dezember 15. Dezember 1907, S. 150. war Campbell bis 1914, im Rangdienstalter seit 1908 als Major und Militärlehrer.Königlich Geheime Kriegs-Kanzlei: Rang- und Quartier-Liste der Königlich Preußischen Armee und des XIII. (Königlich Württemberischen) Armeekorps für 1909. Mit: Kommando des Kadenttenkorps-Haupt-Kadettenanstalt. Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 6. Mai 1909, S. 521.

Im Ersten Weltkrieg wieder im Truppendienst verwendet, wurde Campbell mehrfach verwundet. Er kommandierte vom 5. März bis zum 5. April 1918 kurzzeitig die 94. Reserve-Infanterie-Brigade.Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815-1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815-1939. Hrsg. Dermot Bradley, Mitarbeit: Dermot Bradley, Ernest Henriot, Hans H. Hildebrand, Jürgen Kraus, Hans Lipp, Markus Rövekamp, Günter Wegmann, Christian Zweng, Biblio Verlag. Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1. S. 367. Die Stammeinheit war allerdings das 8. Rheinische Infanterie-Regiments Nr. 70.Vgl. Karl Fritsche: Ehemalige 8. Rheinische Infanterie-Regiment Nr. 70. In: Die Tradition des deutschen Heeres. Heft 82; Kyffhäuser-Verlag, Berlin 1938.Weiterführende Literatur: Hrsg. Genealogy.net/CompGen e.V. Berlin. Stand 2022. Seinen Abschied erhielt Campbell im Juli 1919 als Generalmajor.

Campbell war seit 1895 zu Schwiebus verheiratet mit Elisabeth (Elise Auguste Lina) geb. Rimpler, geboren 1871 in Schwiebus in der Neumark. Sie war die zweitjüngste Tochter des Tuch-Fabrikbesitzers Karl August Reinhard Rimpler und der Marie Marggraff. Ihr 1896 in Wahlstatt geborener Sohn Willy fiel als Leutnant und Adjutant 1916, er diente zuvor mit dem Vater im gleichen Regiment. Über eine zwei Jahre jüngere ebenfalls in Wahlstatt gebürtige Tochter liegen keine weiteren Angaben vor.Eine Tochter: Hauptmann Campbell (Wahlstatt), In: Erich Salzmann (Red.): 1. Beilage des Berliner-Börsen-Courier. Nr. 91. Vergnügungs-Anzeiger. Selbstverlag Berliner-Börsen-Courier Aktiengesellschaft, Berlin, Donnerstag, 24. Februar 1898.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs arbeitete er als Sprachlehrer in Berlin-Lichterfelde. Campbell ist auf dem Parkfriedhof Lichterfelde beigesetzt. Über eine Anerkennung des Adelsstandes in Preußen liegen keine genealogischen Kenntnisse vor.

Literatur Harry Balkow-Gölitzer, Rüdiger Reitmeier, Bettina Biedermann, Jörg Riedel: Prominente in Berlin-Lichterfelde und ihre Geschichten. Hrsg. Burkhardt Sonnenstuhl, Berlin-Editon, Berlin 2008, ISBN 978-3-8148-0164-3, S. 199. (Vita). Uta Lehnert: Den Toten eine Stimme. Der Parkfriedhof Lichterfelde. In: Reihe Deutsche Vergangenheit. Band 124: Stätten der Geschichte Berlins. Edition Hentrich, Berlin 1996, ISBN 3-89468-204-3, S. 34. (Vita). Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815-1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815-1939. Hrsg. Dermot Bradley, Biblio Verlag. Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1. S. 367. Bernhard Koerner (Hrsg.), Ernst von Busse-Wutschdorf (Red.): Deutsches Geschlechterbuch. Genealogisches Handbuch Bürgerlicher Familien. Band 93, Neumärkisches Geschlechterbuch. Band 1: PDF, Mit: Genealogie Familie Rimpler aus Schlawa in Schlesien, C. A. Starke, Görlitz 1936, S. 328/329. Deutscher-Offizier-Bund (Hrsg.): Ehren-Rangliste des ehemaligen Deutschen Heeres auf Grund der Ranglisten von 1914 mit den inzwischen eingetretenen Veränderungen. Titel-Seite-PDF, E. S. Mittler & Sohn, Berlin 1926, S. 238 f. Königlich Geheime Kriegs-Kanzlei: Rang- und Quartier-Liste der Königlich Preußischen Armee und des XIII. (Königlich Württemberischen) Armeekorps für 1895. Mit: Kadenttenkorps. Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1895, S. 480.

Weblinks Eintrag bei: Projekt Berlin. Friedparks.

Einzelnachweise

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