mini|Franz Josef Koch

Franz Joseph Koch (* 22. März 1875 in Schmallenberg-Bracht; † 23. Oktober 1947 in Meschede-BergeDe Suerlänner – Heimatkalender für das Kurkölnische Sauerland: , 1952Franz-Joseph-Koch-Schule: Biografie, abgerufen am 18. August 2013.) war ein deutscher Lehrer und Autor.

Leben Koch wurde am 22. März 1875 in Bracht geboren. Nach dem Besuch der Volksschule besuchte er ein Lehrerseminar in Büren. Ab 1895 unterrichtete er an mehreren Schulen, bevor er 1910 Rektor an einer Schule in Essen wurde. In seiner aktiven Zeit war er auch Mitbegründer der Essener Volkshochschule. Ferner studierte und arbeitete er an den Universitäten in Köln und Bonn sowie an der medizinischen Akademie in Düsseldorf.Franz-Joseph-Koch-Schule: Biografie, abgerufen am 18. August 2013. 1918 ehelichte er die Schriftstellerin Maria Doll. Sie verstarb im Jahr 1929. Vier Jahre später heiratete er die Kunstpädagogin Emilie Klingenburg., abgerufen am 18. August 2013 Koch veröffentlichte zahlreiche Bücher, auch Kinderbücher zusammen mit seiner zweiten Frau. Seine Lieder und Gedichte wurden von Johannes Hatzfeld und Heinz Schüngeler vertont. Im Jahr 1913 veröffentlichte er einen Aufruf an die Sauerländer zur systematischen Sammlung von volkskundlichen Informationen.Central-Volksblatt 141/1913 21.6.

Nach einem Schlaganfall beschäftigte sich Koch mit Gedächtnisübungen. Er entwickelte daraus die Koch’sche FingerlesemethodeLesen-lernen.de: Fingerlesen (PDF), abgerufen am 18. August 2013., die er aus seinem Unterricht bei taubstummen Kindern entwickelte und in seine rhythmisch-musikalische Lesemethode einband. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1943 wirkte Koch in Essen. Danach kehrte er ins Sauerland zurück. Franz Joseph Koch war ein Schwager der Lyrikerin Christine Koch. Er starb am 23. Oktober 1947 im sauerländischen Berge, wo er auch beigesetzt wurde.

Auszeichnungen 1914: Preis im Lyrikwettbewerb „Kölner Blumenspiele“ Eine Förderschule in Arnsberg wurde nach ihm benannt

Schriften (Auswahl) Kochs Lesefibeln wurden über eine Million Mal gedruckt. Der Pilzjäger. Fredebeul & Koenen, 1924 Vogelsprache und Vogelleben. Fredebeul & Koenen, 1926 Heilpflanzen. Fredebeul & Koenen, 1926 Die beiden Radschläger. Fredebeul & Koenen, 1928 Fredeburger Kinderlieder. Schwann, 1928 Zwölf Glocken klingen. Verlag der kath. Schulorganisation, Deutschlands 1928 Eia. Crüwell, 1931 Fingerlesen – Lesen als Gebärdenspiel. 10. Auflage, Schwann, 1939

Literatur Alfred Bruns: Schmallenberger Köpfe. Herausgegeben vom Schieferbergbaumuseum Schmallenberg-Holthausen. Schieferbergbaumuseum Schmallenberg-Holthausen 1985, S. 58 (). Christoph Seeboth: Fingerlesen nach Franz-Joseph Koch. Einsatz einer alternativen Leselernmethode im Rahmen der individuellen Förderung lese- und rechtschreibschwacher SchülerInnen. Tectum Verlag, 1998, ISBN 3-8288-0370-9.

Weblinks

Literaturliste im Online-Katalog der Staatsbibliothek zu Berlin

Die Koch’sche Fingerlesemethode von Hasenschule.de vom 3. August 2008

Einzelnachweise

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