Die 14. Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaften fanden vom 9. bis 11. März 2012 in der türkischen Stadt Istanbul statt.
Istanbul wurde im November 2007 vom Weltleichtathletikverband (IAAF) mit der Ausrichtung der Veranstaltung beauftragt. Ursprünglich hatte sich der türkische Leichtathletikverband um die Hallenweltmeisterschaften 2010 beworben, die an die katarische Hauptstadt Doha vergeben wurde. Wegen der hohen Qualität der Kandidatur Istanbuls beschlossen die Mitglieder des IAAF-Councils während ihrer Sitzung in Monaco die vorzeitige Vergabe der Hallenweltmeisterschaften 2012.
Aus 172 Ländern hatten 616 Athleten (349 Männer und 334 Frauen) ihre Teilnahme angekündigt.ISTANBUL 2012 - Record 172 countries confirm participation - Updated Entry Lists, 3 March General News Monte auf iaaf.org, vom 2. März 2012, abgerufen 2013 Vom DLV wurden 17 Athleten (8 Frauen und 9 Männer) nominiert.DLV nominiert 17 Athleten für Hallen-WM Peter Schmitt auf leichtathletik.de, vom 27. Februar 2012, abgerufen 2013
Männer 60 m mini|Justin Gatlin nach dem Gewinn des 60-Meter-Laufs Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Justin Gatlin 6,46 (SB) 2 Nesta Carter 6,54 3 Dwain Chambers 6,60 4 Trell Kimmons 6,60 5 Marc Burns 6,62 6 Emmanuel Biron 6,63 7 Justyn Warner 6,65 8 Aziz Ouhadi 6,72
Datum: 10. März, 20:00 Uhr
Der US-Amerikaner Gatlin, der bereits im Jahr 2003 in Birmingham Hallenweltmeister wurde, erzielte mit 6,50 s schon die schnellste Zeit der Halbfinalläufe und gewann im Finale klar vor dem Jamaikaner Carter und dem Briten Chambers. Der deutsche Sprinter Christian Blum schaffte es, nach einem zweiten Platz im Vorlauf mit 6,74 s, im Halbfinale mit einem fünften Platz und einer Zeit von 6,79 s nicht, sich für das Finale zu qualifizieren.
400 m mini|Nery Brenes feiert seinen Erfolg Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Nery Brenes 45,11 (CR) 2 Demetrius Pinder 45,34 (SB) 3 Chris Brown 45,90 (SB) 4 Tabarie Henry 45,96 (SB) 5 Pavel Maslák 46,19 6 Kirani James 46,21
Datum: 10. März, 19:30 Uhr
Nery Brenes sicherte sich mit neuem Weltmeisterschaftsrekord den Sieg. Demetrius Pinder, Chris Brown und Tabarie Henry platzierten sich mit neuen Saisonbestleistungen auf den nachfolgenden Plätzen.
800 m mini|Hallenweltmeister Mo Aman im Ziel Platz Athlet Land Zeit (min) 1 Mohammed Aman 1:48,36 2 Jakub Holuša 1:48,62 3 Andrew Osagie 1:48,92 4 Adam Kszczot 1:49,16 5 Jan van den Broeck 1:50,83 6 Michael Rutt 1:51,47 Datum: 11. März, 16:20 Uhr
Die Österreicher Raphael Pallitsch und Andreas Rapatz hatten sich in ihren Vorläufen durchgesetzt, scheiterten jedoch in ihren Halbfinalläufen jeweils als Vierter.
1500 m mini|Finallauf über 1500 Meter, vorne rechts Goldmedaillengewinner Iguider, in der Mitte Silbermedaillengewinner Özbilen Platz Athlet Land Zeit (min) 1 Abdalaati Iguider 3:45,21 2 İlham Tanui Özbilen 3:45,35 3 Mekonnen Gebremedhin 3:45,90 4 Aman Wote 3:47,02 5 Ayanleh Souleiman 3:47,35 6 Silas Kiplagat 3:47,42 7 Matthew Centrowitz 3:47,42 8 Francisco Javier Abad 3:48,14
Datum: 10. März, 19:00 Uhr
Nach einem auf den ersten 1000 Metern verhalten gelaufenen Rennen verschärften Iguider, Özbilen und Gebremedhin auf den letzten beiden Runden das Tempo, vergrößerten den Abstand zum Rest des Feldes deutlich und machten schließlich das Rennen und die drei Medaillen unter sich aus.
3000 m Platz Athlet Land Zeit (min) 1 Bernard Lagat 7:41,44 2 Augustine Kiprono Choge 7:41,77 3 Edwin Cheruiyot Soi 7:41,78 4 Mo Farah 7:41,79 5 Dejen Gebremeskel 7:42,60 6 Lopez Lomong 7:44,16 7 Moses Ndiema Kipsiro 7:44,59 8 Arne Gabius 7:45,01 Datum: 11. März, 15:10 Uhr
Der deutsche Starter Arne Gabius qualifizierte sich über die Zeitregelung für das Finale.
60 m Hürden mini|Liu Xiang und Emanuele Abate im 60-Meter-Hürden-Finallauf Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Aries Merritt 7,44 2 Liu Xiang 7,49 3 Pascal Martinot-Lagarde 7,53 4 Andrew Pozzi 7,58 5 Konstantin Schabanow 7,60 6 Emanuele Abate 7,63 7 Lehann Fourie 7,69 8 Artur Noga 7,74
Datum: 11. März, 17:20 Uhr
Der Deutsche Helge Schwarzer schied nach erfolgreich absolviertem Vorlauf (7,72 s) im Halbfinale als Sechster mit 7,75 s aus. Der zweite deutsche Starter Gregor Traber schied bereits im Vorlauf mit 7,83 s und Platz sechs aus.
4 × 400 m Staffel Platz Land Athleten Zeit (min) 1 Frankie WrightCalvin SmithManteo MitchellGil Roberts 3:03,94 2 Conrad WilliamsNigel LevineMichael BinghamRichard Buck 3:04,72 3 Lalonde GordonRenny QuowJereem RichardsJarrin Solomon 3:06,85 NR 4 Sergei PetuchowWalentin KrugljakowSemjon GolubewWladislaw Frolow 3:07,35 5 Mark UjakporDavid TestaSamuel GarcíaXavier Carrión 3:10,01 6 Jakub KrzewinaMarcin MarciniszynGrzegorz SobińskiŁukasz Krawczuk 3:11,86
Datum: 11. März, 17:40 Uhr
Hochsprung mini|Dimítrios Chondrokoúkis übersprang die 2,33 m im ersten Versuch. Platz Athlet Land Höhe (m) 1 Dimitrios Chondrokoukis 2,33 2 Andrei Silnow 2,33 3 Iwan Uchow 2,31 4 Zhang Guowei 2,31 NR 4 Konstandinos Baniotis 2,31 6 Robert Grabarz 2,31 6 Jesse Williams 2,31 8 Trevor Barry 2,31
Datum: 11. März, 15:30 Uhr
Der Deutsche Raúl Spank landete nach erfolgreicher Qualifikation im Finale mit übersprungenen 2,28 m auf dem neunten Platz.
Stabhochsprung mini|Goldmedaillengewinner Renaud Lavillenie beim Sprung Platz Athlet Land Höhe (m) 1 Renaud Lavillenie 5,95 WL 2 Björn Otto 5,80 3 Brad Walker 5,80 4 Malte Mohr 5,75 5 Lázaro Borges 5,70 Steven Lewis 5,70 7 Konstandinos Filippidis 5,70 8 Romain Mesnil 5,50
Datum: 10. März, 17:00 Uhr
Der Halleneuropameister des Jahres 2011, der Franzose Lavillenie, siegte nach überstandener Verletzungspause mit Weltjahresbestleistung von 5,95 m vor Otto, dem deutschen Hallenmeister von 2012, und dem US-Amerikaner Walker.
Weitsprung mini|Mauro Vinícius da Silva Platz Athlet Land Weite (m) 1 Mauro Vinícius da Silva 8,23 2 Henry Frayne 8,23 (AR) 3 Alexander Menkow 8,22 4 Will Claye 8,04 5 Ndiss Kaba Badji 7,97 (SB) 6 Louis Tsatoumas 7,88 7 Ignisious Gaisah 7,86 8 Luis Felipe Méliz 7,50
Datum: 10. März, 18:50 Uhr
Mauro Vinícius da Silva sprang in seinen beiden letzten Versuchen jeweils 8,23 m, was ihm die Goldmedaille bescherte, da der Australier Henry Frayne zwar neuen Kontinentalrekord sprang, sein zweitbester Versuch aber nur 8,17 m betrug.
Dreisprung Platz Athlet Land Weite (m) 1 Will Claye 17,70 (WL) 2 Christian Taylor 17,63 (SB) 3 Lyukman Adams 17,36 (PB) 4 Fabrizio Donato 17,28 (SB) 5 Daniele Greco 17,28 (PB) 6 Benjamin Compaoré 17,05 7 Alexis Copello 16,92 8 Dong Bin 16,75
Datum: 11. März, 16:10 Uhr
Kugelstoßen mini|Ryan Whiting beim Kugelstoßen Platz Athlet Land Weite (m) 1 Ryan Whiting 22,00 WL 2 David Storl 21,88 3 Tomasz Majewski 21,72 NR 4 Reese Hoffa 21,55 5 Maxim Sidorow 20,78 6 Germán Lauro 20,38 7 Rutger Smith 20,30 8 Iwan Juschkow 20,10
Datum: 9. März, 19:15 Uhr
Im Finale konnte David Storl im ersten Versuch mit 21,88 m die Konkurrenz mit neuer persönlicher Bestleistung beginnen. Überboten wurde er erst im fünften Versuch von Ryan Whiting, als dieser mit 22,00 m eine neue Weltjahresbestleistung erreichte. Der drittplatzierte Tomasz Majewski stieß 21,72 m und stellte damit einen neuen polnischen Rekord auf.
Der zweite deutsche Starter Candy Bauer schied mit 19,60 m in der Qualifikation aus.
Siebenkampf mini|Ashton Eaton auf dem Weg zum neuen Hallenweltrekord Platz Athlet Land Punkte 1 Ashton Eaton 6645 (WR) 2 Oleksij Kasjanow 6071 3 Artjom Lukjanenko 5969 4 Ilja Schkurenjow 5898 5 Adam Sebastian Helcelet 5878 6 Andrej Krautschanka 5746 7 Yordani García 5704 (SB)
Datum: 9./10. März
Der Siebenkampf bestand aus 60-Meter-Lauf, Weitsprung, Kugelstoßen, Hochsprung, 60-Meter-Hürdenlauf, Stabhochsprung und 1000-Meter-Lauf. Eaton gelang es die meisten Disziplinen des Siebenkampfes zu gewinnen. Der US-Amerikaner, der im Weitsprung die herausragende Weite von 8,16 m erzielte, dominierte auch den abschließenden 1000-Meter-Lauf und verbesserte seinen eigenen, im Vorjahr aufgestellten Weltrekord auf 6645 Punkte.
Frauen 60 m Platz Athletin Land Zeit (s) 1 Veronica Campbell-Brown 7,01 (WL) 2 Murielle Ahouré 7,04 (NR) 3 Tianna Madison 7,09 4 Barbara Pierre 7,14 5 Chandra Sturrup 7,19 (SB) 6 Gloria Asumnu 7,22 7 Aleen Bailey 7,24 8 Iwet Lalowa 7,27
Datum: 11. März, 17:05 Uhr
400 m Platz Athletin Land Zeit (s) 1 Sanya Richards-Ross 50,79 2 Alexandra Fedoriwa 51,76 3 Natasha Hastings 51,82 4 Wanja Stambolowa 51,99 5 Shana Cox 52,13 (PB) 6 Denisa Rosolová 52,48
Datum: 10. März, 18:40 Uhr
800 m mini|Goldmedaillengewinnerin Pamela Jelimo Platz Athletin Land Zeit (min) 1 Pamela Jelimo 1:58,83 WL 2 Natalija Lupu 1:59,67 3 Erica Moore 1:59,97 4 Fantu Magiso 2:00,30 5 Jelena Kofanowa 2:00,67 Julija Russanowa DQ Datum: 11. März, 15:35 Uhr
Julija Russanowa, die mit 2:01,87 min den sechsten Platz belegt hatte, wurde wegen Dopings nachträglich disqualifiziert. Die deutsche Starterin Carolin Walter schied im Vorlauf mit 2:03,61 min aus.
1500 m mini|Die Äthiopierin Dibaba nach ihrem Gewinn im 1500-Meter-Lauf Platz Athletin Land Zeit (min) 1 Genzebe Dibaba 4:05,78 2 Mariem Alaoui Selsouli 4:07,78 3 Hind Dehiba Chahyd 4:10,30 4 Tizita Bogale 4:10,98 5 Angelika Cichocka 4:14,57 Jelena Arschakowa DOP
Datum: 10. März, 18:00 Uhr
Die Äthiopierin Genzebe Dibaba setzte sich bereits zu Beginn vor das Läuferfeld und hielt diese Position bis zum Ende, wo sie zwei Sekunden vor Mariem Alaoui Selsouli aus Marokko einlief. Aslı Çakır Alptekin als Dritte erreichte mit 4:08,74 min einen türkischen Rekord, später wurde sie wegen Dopings disqualifiziert. Jelena Arschakowa wurde 2013 rückwirkend wegen Dopings disqualifiziert.
3000 m Platz Athletin Land Zeit (min) 1 Hellen Obiri 8:37,16 2 Meseret Defar 8:38,26 3 Gelete Burka 8:40,18 4 Sylvia Jebiwott Kibet 8:40,50 (PB) 5 Shitaye Eshete 8:51,88 6 Lidia Chojecka 8:56,86 7 Helen Clitheroe 8:59,04 8 Sara Hall 8:59,95
Datum: 11. März, 15:50 Uhr
60 m Hürden Platz Athletin Land Zeit (s) 1 Sally Pearson 7,73 WL 2 Tiffany Porter 7,94 3 Alina Talaj 7,97 4 Sonata Tamošaitytė 8,03 NR 5 Eline Berings 8,08 6 Nikkita Holder 8,09 7 Beate Schrott 8,12 8 Seun Adigun 8,33
Datum: 10. März, 19:45 Uhr
Die Australierin Pearson stellte mit der viertschnellsten jemals in der Halle gelaufenen Zeit Weltjahresbestleistung auf und gewann mit klarem Vorsprung die Goldmedaille. Für die Österreicherin Schrott stellte bereits das Erreichen des Finals einen Erfolg dar. Die Deutsche Cindy Roleder kam in ihrem Vorlauf auf den sechsten Platz und konnte sich nicht für die Halbfinalläufe qualifizieren.
4 × 400 m Staffel Platz Land Athletinnen Zeit (min) 1 Shana CoxNicola SandersChristine OhuruoguPerri Shakes-Drayton 3:28,76 (WL) 2 Leslie ColeNatasha HastingsJernail HayesSanya Richards-Ross 3:28,79 (SB) 3 Angela MoroșanuAlina PanainteAdelina PastorMirela Lavric 3:33,41 (SB) 4 Hanna TashpulatawaJuljana JuschtschankaIryna ChljustawaSwjatlana Ussowitsch 3:33,73 (SB) Julija GuschtschinaXenija UstalowaMarina KarnauschtschenkoAlexandra Fedoriwa DQ Jelysaweta BryshinaJulija OlischewskaOlha SemljakNatalija Pyhyda DQ
Datum: 11. März, 16:40 Uhr
Hochsprung mini|Chaunte Howard-Lowe nach dem Sieg im Hochsprung Platz Athletin Land Höhe (m) 1 Chaunté Lowe 1,98 2 Antonietta Di Martino 1,95 (SB) Anna Tschitscherowa 1,95 Ebba Jungmark 1,95 (SB)5 Tia Hellebaut 1,956 Ruth Beitia 1,95 (SB)7 Esthera Petre 1,928 Svetlana Radzivil 1,92
Datum: 10. März, 18:15 Uhr
Die US-Amerikanerin Chaunté Lowe übersprang die 1,98 m im ersten Versuch und als Einzige, was ihr die Goldmedaille sicherte. Antonietta Di Martino, Anna Tschitscherowa, Ebba Jungmark, Tia Hellebaut und Ruth Beitia scheiterten an dieser Höhe, hatten aber die vorherige Höhe von 1,95 m gemeistert. Auf Grund eines Fehlversuches über 1,88 m bzw. 1,95 m wurden Hellebaut und Beitia am Ende Fünfte und Sechste.
Stabhochsprung