Aggsbach (von 1961 bis 1972 Aggsbach Markt) ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Krems in Niederösterreich.
Geografie Geografische Lage Aggsbach liegt am linken Donauufer in der Wachau in Niederösterreich und gehört zum Bezirk Krems.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Aggsbach Markt () samt Seeb Groisbach () Köfering () Willendorf in der Wachau ()
Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Aggsbach, Groisbach, Köfering und Willendorf.
Eingemeindungen Der ursprüngliche Gemeindename Aggsbach wurde 1961 auf Aggsbach Markt geändert, die am anderen Donauufer gelegene Gemeinde Aggsbach zeitgleich in Aggsbach Dorf umbenannt.
Mit 1. Jänner 1972 wurden die Gemeinde Willendorf in der Wachau nach Aggsbach Markt eingemeindet und mit gleichem Datum der Name der Gemeinde wieder auf Aggsbach zurückgeändert. Die gegenüber liegende Gemeinde war 1970 durch die Fusion mit Schönbühel in Schönbühel-Aggsbach umbenannt worden.
Nachbargemeinden
Geschichte In einer Zwischeneiszeit vor etwa 30.000 Jahren wurde die weltberühmte „Venus von Willendorf“ geschaffen – eine vollständig erhaltene Fruchtbarkeitsstatue.
Aggsbach wurde bereits 1148 urkundlich als „Accusabah“ erwähnt. Der Name bedeutet Axtbach, möglicherweise liegt hier jedoch auch ein alter keltischer Gewässername zu Grunde.Albrecht Greule: Deutsches Gewässernamenbuch. Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin/Boston 2014, ISBN 978-3-11-057891-1 „Aggsbach“, S. 26. Im Jahr 1938 waren laut Adressbuch von Österreich in Aggsbach ein Arzt, zwei Bäcker, ein Bootsbauer, zwei Fleischer, ein Friseur, sechs Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler, zwei Holzhändler, ein Sattler, ein Schmied, ein Schneider und eine Schneiderin, zwei Schuster und mehrere Landwirte ansässig. Weiters existierte ein Elektrizitätswerk und eine Motorbootüberfuhr nach Aggsbach Dorf.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 184
Einwohnerentwicklung
Von 1991 bis 2001 war die Geburtenbilanz negativ, sodass trotz leichter Zuwanderung die Einwohnerzahl abnahm. Seit 2001 sind sowohl Geburtenbilanz als auch Wanderungsbilanz negativ. (Stand 2019) 2026 lebten nur noch 594 Einwohner in Aggsbach.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Pfarrkirche Aggsbach Markt mini|hochkant|Denkmal beim Fundort der Venus von Willendorf
Pfarrkirche Aggsbach Markt Venus von Willendorf
Wirtschaft und Infrastruktur Im Jahr 2010 gab es in Aggsbach 41 land- und forstwirtschaftliche Betriebe, davon acht Haupterwerbsbetriebe. Im sekundären Wirtschaftssektor gab es sechs Betriebe, die fünfzehn Menschen beschäftigten, zehn davon bei der Herstellung von Waren. Im tertiären Wirtschaftssektor beschäftigten 23 Betriebe 54 Personen, den Großteil in sozialen und öffentlichen Diensten (Stand 2011).
Bildung In Aggsbach befinden sich ein Kindergarten und eine Volksschule.
Sicherheit Es gibt zwei Freiwillige Feuerwehren in Aggsbach Markt und Willendorf in der Wachau.
Politik Gemeinderat Sitzverteilung im Gemeinderat nach den Wahlen
Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990: SPÖ 9, ÖVP 6. Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995: SPÖ 8, ÖVP 7. Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000: ÖVP 8, SPÖ 7. Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005: ÖVP 10, SPÖ 5. Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010: ÖVP 8, SPÖ 5, WFE 2. Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015: ÖVP 9, SPÖ 9. Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020: ÖVP 11, SPÖ 4. Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025: ÖVP 12, SPÖ 3.
Bürgermeister
1999–2013 Hermann Gerstbauer (ÖVP) 2014–2020 Hannes Ottendorfer (ÖVP) 2020–2024 Josef Kremser (ÖVP) seit 2024 Rainer Toifl (ÖVP)
Persönlichkeiten Söhne und Töchter der Gemeinde Sigismund Calles (1696–1767), Jesuit und Historiker Ilse Brem (* 1945), Lyrikerin und Schriftstellerin
Weblinks
Webpräsenz der Marktgemeinde Aggsbach
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Wachau Kategorie:Ort an der Donau Kategorie:Weinbaugemeinde in Niederösterreich