Die Regionalliga war bis 2010 im deutschen Männer- und Frauenhandball die dritthöchste Spielklasse und in fünf Staffeln aufgeteilt. Jeder Regionalverband des Deutschen Handballbunds (DHB) organisierte eine eigene Regionalliga, die gleichzeitig die höchste Spielklasse der Regionalverbände war. Die Sieger der Staffeln stiegen in die 2. Bundesligen auf. Die Absteiger wurden in die Oberligen der jeweiligen Landesverbände eingegliedert. 2010 wurde die Regionalliga von der 3. Liga abgelöst, die in vier Staffeln organisiert ist.
Mit Beginn der Saison 2024/25 hat wieder eine bundesweite, in zehn Regionen aufgeteilte und von den Landesverbänden organisierte, Regionalliga ihren Spielbetrieb als vierthöchste Spielklasse aufgenommen.
Geschichte Die Handball-Regionalliga (Frauen) war von 1958 bis 1975 höchste Spielklasse. Alle fünf Staffelsieger waren für die Playoffs zur Deutschen Meisterschaft qualifiziert. Die RL-Frauen war von 1975 bis 1985 zweithöchste und mit Einführung der 2. Bundesliga (Frauen) zur Saison 1985/86 die dritthöchste Spielklasse im deutschen Handball der Frauen.
Ab der Saison 2005/06 gab es analog zur Anzahl der Regionalverbände fünf Regionalligen: Süd, Südwest, West, Nord und Nordost. Von 2000 bis 2005 existierte für fünf Spielzeiten eine sechste Staffel, die Regionalliga Mitte. Diese Staffel wurde nach Beendigung der Saison 2004/05 aufgelöst und die dort spielenden Vereine auf die restlichen Regionalligen verteilt. Den Unterbau der Regionalligen bildeten insgesamt 16 Oberligen.
Meister von 1958 bis 1975 (erstklassig) mini|Karte Regionalligen: Nordost, Nord, West, Südwest und Süd ab 1991/92
Jahr NordBerlinWestSüdwestSüd1958Eimsbütteler TVSSC Südwest 1947Düsseldorfer SV 04TV Vorwärts FrankfurtPost SV München1959Eimsbütteler TVReinickendorfer FüchseRSV MülheimTV Vorwärts FrankfurtPost SV München1960Eimsbütteler TVSSC Südwest 1947SC Greven 09RSV MülheimTV Vorwärts Frankfurt1. FC Nürnberg1961Eimsbütteler TVSSC Südwest 1947RSV MülheimTV Vorwärts Frankfurt1. FC Nürnberg1962Eimsbütteler TVSSC Südwest 1947SC Greven 09TV Vorwärts FrankfurtVfR Mannheim1963Eimsbütteler TVSSC Südwest 1947Bayer LeverkusenTV Vorwärts FrankfurtFreiburger FC1964Holstein KielOSC BerlinBayer LeverkusenTV Vorwärts Frankfurt1. FC Nürnberg1965Eimsbütteler TVSSC Südwest 1947Bayer LeverkusenSüdwest Ludwigshafen1. FC Nürnberg1966Eimsbütteler TVOSC BerlinBayer LeverkusenTSG KaiserslauternFreiburger FC1967Eimsbütteler TVOSC BerlinBayer LeverkusenTV Vorwärts Frankfurt1. FC Nürnberg1968SC Union 03 HamburgOSC BerlinBayer LeverkusenTV Vorwärts Frankfurt1. FC Nürnberg1969SC Union 03 HamburgTSV GutsMuths BerlinBayer LeverkusenTV Vorwärts Frankfurt1. FC Nürnberg1970Holstein KielOSC BerlinSC Greven 09PSV Grünweiß Frankfurt1. FC Nürnberg1971Holstein KielTSV GutsMuths BerlinBayer LeverkusenPSV Grünweiß Frankfurt1. FC Nürnberg1972SC Union 03 HamburgOSC BerlinBayer LeverkusenSüdwest Ludwigshafen1. FC Nürnberg1973Hamburger TSTSV GutsMuths BerlinTuS Eintracht MindenPSV Grünweiß Frankfurt1. FC Nürnberg1974Holstein KielTSV GutsMuths BerlinBayer LeverkusenTSV Rot-Weiß AuerbachFC Bayern München1975SV Rot-Weiß KiebitzreiheTSV GutsMuths BerlinTuS Eintracht MindenTSV Rot-Weiß AuerbachFC Bayern München
Meister von 1976 bis 1985 (zweitklassig) Saison Nord Berlin West Südwest Süd 1975/76 Union 03 Altona Reinickendorfer Füchse Pulheimer SC SV St. Ingbert DJK Würzburg 1976/77 SV Werder Bremen HSW Humboldt Berlin SC Greven 09 SG 09 Kirchhof TSG 1862 Weinheim 1977/78 SC Germania List (Reinickendorfer Füchse) OSC 04 Rheinhausen VfB 1900 Gießen VfL Waiblingen 1978/79 VfL Bad Schwartau (Reinickendorfer Füchse) VfL Engelskirchen TSG Oberursel TSV Germania Malsch 1979/80 VfL Oldenburg Reinickendorfer Füchse SV Friedrichsfeld SV St. Ingbert (TuS Metzingen) 1980/81 MTV Herzhorn SSC Südwest Berlin (TV Grün-Weiß Stemmer) SV Südwest Ludwigshafen 1. FC Nürnberg 1981/82 TSV Jarplund-Weding TSV Tempelhof-Mariendorf TV Grün-Weiß Stemmer TV Lützellinden VfL Sindelfingen 1982/83 TH Eilbeck TSV Tempelhof-Mariendorf TuS Eintracht Minden SG Kleenheim 1. FC Nürnberg 1983/84 SC Germania List VfL Humboldt Berlin FC Bayer 05 Uerdingen VfB 1900 Gießen TV Nellingen 1984/85 TSV Nord Harrislee TSV Tempelhof-Mariendorf SG Kleenheim VfL Heppenheim TSV 1865 Dachau 2. Plätze SV Süd Braunschweig Reinickendorfer Füchse Düsseldorfer SV 04 TV Pirmasens 1863 TSF Ludwigsfeld Alle Regionalligameister von 1975/76 bis 1983/84 sind in die Handball-Bundesliga (Frauen) aufgestiegen. 1984/85 Meister und Vizemeister wurden Gründungsmitglieder der 2. Handball-Bundesliga (Frauen) 1985/86. Die in (Klammern) gesetzten Vereine sind nicht aufgestiegen.
Meister von 1986 bis 2010 (drittklassig) Saison Nord Berlin West Südwest Süd 1985/86 TuS Alstertal (SSC Südwest Berlin) SC Greven 09 DJK SC SW Wiesbaden VfL Neckargartach 1986/87 Buxtehuder SV Reinickendorfer Füchse OSC Rheinhausen DJK St. Michael Marpingen TuS Metzingen 1987/88 TuS Alstertal HSW Humboldt Berlin MSV Duisburg TV Mainzlar TSV Germania Malsch 1988/89 TuS Walle Bremen Reinickendorfer Füchse TV Einigkeit Herrentrup SG Kleenheim SV Allensbach 2. Plätze Hastedter TSV Berliner TSV 1850 SG Dülken (TV Nußdorf) HG Regensburg1989/90TSV Nord HarrisleeASC SpandauASV HammTV NußdorfHCD Gröbenzell1990/91VfL OldesloeBerliner TSV 1850Borussia DortmundTuS 1860 NeunkirchenTuS Metzingen1991/92MTV 1862 Moringen II.Reinickendorfer FüchseTSV Bayer 04 Leverkusen IIGSV Eintracht BaunatalTSG Ketsch Saison Nord Nordost West Südwest Süd1992/93TS WoltmershausenWandsbeker MTV 1872TV BeyeröhdeTG 1848 OsthofenDJK Augsburg-Hochzoll1993/94SG MisburgMarner TV 1862DJK/MJC TrierTuS Eintracht WiesbadenHG Quelle Fürth1994/95MTV 1862 MoringenOldenburger SVHasper SVSG Hessen HersfeldTV Echterdingen1995/96SV Wacker OsterwaldHamburger TS 18161. FC KölnTV 1863 OrtenbergDJK Augsburg-Hochzoll1996/97MTV Vater Jahn PeineVfL Bad SchwartauSV Teutonia RiemkeTV 1863 OrtenbergTSV Lautlingen 19021997/98SV Garßen 1923SG Tasmania 73/NeuköllnHSG Wambel/KörneGSV Eintracht BaunatalDJK Augsburg-Hochzoll1998/99SC Germania ListTSV EllerbekTuS WeibernSG 09 KirchhofFrisch Auf Göppingen 1999/00 VT Bückeburg HSG Berliner TSC/Olympia SG Königsdorf/HHV Köln Eintracht Baunatal SG Leipzig/Markranstädt 2000/01 SV Wacker Osterwald SC Buntekuh PSV Recklinghausen TV Ortenberg 1. FC Nürnberg 2001/02 SC Greven 09 SG Harburg TV Beyeröhde TSG Ober-Eschbach HaSpo Ostfildern 2002/03 DSC Oldenburg SG Handball Rosengarten SG Königsdorf/HVV Köln TSG Leihgestern VfL Waiblingen 2003/04 TV Cloppenburg TSV Travemünde TuS Lintfort SG Kleenheim HSG Albstadt 2004/05 VfL Oldenburg II Eidelstedter SV PSV Recklinghausen TV Lützellinden TV Nellingen 2005/06 VfL Wolfsburg TSV Nord Harrislee HSG Stemmer/Friedewalde HSG Sulzbach/Leidersbach SC Riesa 2006/07 SG Handball Rosengarten MTV 1860 Altlandsberg TuS Nettelstedt SV Reichensachsen VfL Waiblingen 2007/08 SG Handball Rosengarten SG RHC/PSV Rostock HSG Stemmer/Friedewalde SG 09 Kirchhof VfL Sindelfingen 2008/09 TV Oyten Reinickendorfer Füchse HSV Solingen-Gräfrath HSG Bad Wildungen SG BBM Bietigheim 2009/10 VfL Wolfsburg MTV 1860 Altlandsberg TuS Lintfort 1. FSV Mainz 05 HSG Albstadt Alle Regionalligameister sind in die 2. Handball-Bundesliga (Frauen) aufgestiegen. 1988/89 sind wegen Aufstockung der 2. Bundesliga auch die Zweitplatzierten aufgestiegen. Die in (Klammern) gesetzten Vereine sind nicht aufgestiegen.
3. Spielklasse in sechs Regionalligen Die Handball-Regionalliga Mitte (Frauen) kam in den Saisonen 2000/01 bis 2004/05 als sechste Regionalliga hinzu und wurde vom SüdwestdeutschenHandballverband organisiert. Nach Schließung der RL-Mitte wurden die Vereine wieder auf die anderen fünf Regionalverbände verteilt.
Meister Regionalliga Mitte von 2000/01 bis 2004/05 Saison Meister Vizemeister 2000/01 Thüringer HC Eintracht Braunschweig 2001/02 Reinickendorfer Füchse SG Meißen/Riesa 2002/03 SHV Oschatz HC Leipzig II 2003/04 HSC 2000 Magdeburg SC Riesa 2004/05 HC Sachsen Neustadt-Sebnitz SC Reichensachsen Aufsteiger in die 2. Handball-Bundesliga (Frauen)
4. Spielklasse in zehn Regionalligen Mit Beginn der Saison 2024/25 wird wieder eine bundesweite, in zehn Regionen aufgeteilte, Regionalliga als vierthöchste Spielklasse eingeführt. Sie wird die bisher viertklassigen Oberligen ablösen. Die Regionalligen werden von den jeweiligen Landessportverbänden – zum Teil gemeinsam – veranstaltet. Den Anfang machte bereits ab 2016/17 die Regionalliga-Nordrhein. Die Umbenennung der Oberligen in Regionalligen tritt mit Wirkung zum 1. Juli 2024 in Kraft. Auch sollen die untergeordneten Ligen alle in Oberliga umbenannt werden.
Regionalligameister Nordrhein von 2017 bis 2024 Saison Regionalliga Nordrhein Saison Regionalliga Nordrhein Saison Regionalliga Nordrhein 2016/17 nicht ausgetragen 2019/20 TB Wülfrath 2022/23 Bergischer HC 2017/18 TSV Bonn rrh. 2020/21 Saison abgebrochen 2023/24 TD Lank 2018/19 Fortuna Düsseldorf 2021/22 TV Aldekerk II Alle Meister haben ihr Aufstiegsrecht für die 3. Liga wahrgenommen.
Meister der Regionalliga ab 2025 Saison Nord Ostsee-Spree Mitteldeutschland Niedersachsen Westfalen 2024/25 SG Todesfelde/Leezen SV Fortuna ’50 Neubrandenburg HC Leipzig II SFN Vechta ASC 09 Dortmund 2025/26 HSG Eider Harde HV Grün-Weiß Werder SC Markranstädt SV Altencelle LiT TRIBE 1912 Saison Nordrhein Südwest Hessen Baden-Württemberg Bayern 2024/25 TuS Königsdorf DJK SF Budenheim TSG Leihgestern TuS Schutterwald TSV Ismaning 2025/26 TuS Königsdorf TSG Haßloch HSG Baunatal Frisch Auf Göppingen II TSV EBE Forst United rechts|200px Alle Meister sind für die Aufstiegsrelegation zur 3. Liga (Frauen) qualifiziert, für Niedersachsen und Baden-Württemberg kommen auch die Vizemeister hinzu, bei der von den zwölf Teilnehmern sechs Aufsteiger ermittelt werden. Aufsteiger
Aufstiegsrelegation zur 3. Liga (Frauen) Am Ende einer Saison wird mit den Meistern der Regionalligen eine Aufstiegsrelegation zur 3. Liga (Frauen) durch den Deutschen Handballbund (DHB) ausgetragen. Dabei werden drei Gruppen in Nord, Mitte und Süd mit je vier Mannschaften gebildet. Jede Gruppe spielt eine Hin- und Rückrunde, wobei sich jeweils die zwei bestplatzierten Teams für die 3. Liga (Frauen) qualifizieren.
Siehe auch Handball-Regionalliga Hessen Handball-Regionalliga Nordrhein Handball-Regionalliga Westfalen Handball-Regionalliga Niedersachsen Handball-Regionalliga Mitteldeutschland Handball-Regionalliga Nord (Frauen) Handball-Regionalliga Bayern (Frauen) Handball-Regionalliga Südwest (Frauen) Handball-Regionalliga Ostsee-Spree (Frauen) Handball-Regionalliga Baden-Württemberg (Frauen)
Weblinks Handball-Archiv.de Handballvereinigung der Frauen-Bundesligen
Kategorie:Erstveranstaltung 1958