Die Gotthardreuss ist ein 9,1 Kilometer langer Gebirgsbach in den Schweizer Kantonen Tessin und Uri, welcher von rechts mit der Furkareuss zusammenfliesst und dann mit jener zusammen die namentliche Reuss bildet. Die Gotthardreuss ist sehr fischreich.
Geographie Verlauf Die Gotthardreuss entspringt auf einer Höhe von am nördlichen Fusse des Lucendropasses im Kanton Tessin.
Nach ein paar Kilometern quert sie die Grenze zum Kanton Uri und wird ab dort bis zu ihrer Mündung von der alten Gotthardstrasse begleitet.
Die Gotthardreuss fließt schliesslich bei Hospental auf einer Höhe von von rechts und Süden mit der aus dem Südwesten kommenden Furkareuss zusammen. Ab dort wird der Fluss dann als Reuss bezeichnet.
Der etwa 9,1 km lange Lauf der Gotthardreuss endet ungefähr 924 Höhenmeter unterhalb ihrer Quelle, sie hat somit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 10 %.
Einzugsgebiet Das 32,62 km² grosse Einzugsgebiet der Gotthardreuss liegt in der Gotthard-Gruppe und wird durch sie über die Reuss, die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.
Es grenzt im Nordosten an das Einzugsgebiet des St. Annabachs, der in die Reuss mündet; im Osten an das der Unteralpreuss, die ebenfalls in die Reuss mündet; im Südosten an das der Sella, die über die Foss und den Tessin (Ticino) in den Po entwässert; im Süden an das der Foss direkt; im Südwesten an das des Witwenwassers, das in die Furkareuss mündet und im Nordwesten an das der Furkareuss direkt.
Neben dem Rein da Medel entwässert die Gotthardreuss als einziger Fluss den Kanton Tessin über den Rhein in die Nordsee.
Flächenverteilung
Das Einzugsgebiet besteht aus
4,7 % Bestockten Flächen
27,0 % Landwirtschaftsflächen
1,2 % Siedlungsflächen
67,1 % Unproduktiven Flächen
Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt , die minimale Höhe liegt bei und die maximale Höhe bei Topographische Einzugsgebiete Schweizer Gewässer: Gotthardreuss
Zuflüsse Der bedeutendste Zufluss ist mit einer Länge von 4,3 km und einem Einzugsgebiet von 7,19 km² sowie einem mittleren Abfluss (MQ) von 370 l/s der von rechts und aus dem Südosten kommende Guspisbach. Wichtigster linker Zufluss ist die 2,7 km lange Riale d'Orsirora.
Hydrologie Beim Zusammenfluss mit der Furkareuss beträgt die modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) der Gotthardreuss 1,62 m³/s. Ihr Abflussregimetyp ist nivo glaciaire Abrufbar unter , und ihre AbflussvariabilitätDie Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert. beträgt 17.
Brücken mini|180px|Gamsegg Alpsteg Gotthardreuss Hospental UR
Auf ihrem Weg wird die Gotthardreuss von 13 Übergängen überspannt: Zehn Strassenbrücken, einer Eisenbahnbrücke der Matterhorn-Gotthard-Bahn, einer Fussgängerbrücke und dem Staumauer Lucendro-Werksteg.
Drei historische Steinbogenbrücken überqueren den Fluss: Ponte di Lucendro (gebaut 1883) an der alten Gotthard-Passstrasse in Airolo sowie die Dorfbrücke (gebaut 1681) und die Kunststrassenbrücke (gebaut 1829) in Hospental.
Siehe auch Liste der Nebenflüsse der Reuss
Weblinks
Verlauf der Gotthardreuss auf dem Geoportal des Kantons Uri
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Airolo) Kategorie:Hospental Kategorie:Östliche Westalpen Kategorie:Fluss in den Alpen