Yungasocereus inquisivensis ist die einzige Pflanzenart der monotypischen Gattung Yungasocereus in der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Der botanische Name der Gattung leitet sich von ihrem Vorkommen in der bolivianischen Yungas-Vegetation sowie der Gattung ‚Cereus‘ ab.Urs Eggli, Leonard E. Newton: Etymological Dictionary of Succulent Plant Names. Birkhäuser 2004, ISBN 3-540-00489-0, S. 263. Das Artepitheton inquisivensis verweist auf das Vorkommen der Art beim bolivianischen Ort Inquisivi.Urs Eggli, Leonard E. Newton: Etymological Dictionary of Succulent Plant Names. Birkhäuser 2004, ISBN 3-540-00489-0, S. 117.
Beschreibung Der baumförmige oder strauchige, verzweigte Yungasocereus inquisivensis erreicht Wuchshöhen von 4 bis 5 Metern. Seine dunkelgrünen Triebe haben einen Durchmesser von 6 bis 7 Zentimeter. Die für gewöhnlich 6 bis 10 Rippen sind gerade, sehr stumpf, bis zu 1 Zentimeter hoch und 1,5 Zentimeter breit. Die 4 bis 12 nadelartigen, bräunlich bis grauen Dornen sind 1,5 bis 3 Zentimeter lang.
Die weißen, eng-glockenförmigen Blüten sind leicht zygomorph und erscheinen – oft 5 bis 8 gleichzeitig – in der Nähe der Triebspitze. Sie öffnen sich am Tag und in der Nacht und sind 5 bis 6 Zentimeter lang.
Die Früchte haben eine Länge zwischen 2 und 2,8 Zentimetern. Sie enthalten kleine, breit ovale, glänzend schwarze, rückseitig leicht gekielte Samen von 0,9 Millimeter Länge und 0,7 Millimeter Breite.
Verbreitung, Systematik und Gefährdung Yungasocereus inquisivensis ist in den bolivianischen Provinzen Yungas und Inquisivi des Departamento La Paz in Höhenlagen von 1000 bis 2300 Metern verbreitet.
Die Erstbeschreibung der Gattung erfolgte 1980 durch Friedrich Ritter.Friedrich Ritter: Kakteen in Südamerika: Ergebnisse meiner 20-jährigen Feldforschung. Band 2, 1980, S. 668–669 (online). Die Erstbeschreibung der einzigen Art als Samaipaticereus inquisivensis wurde 1957 von Martín Cárdenas veröffentlicht.Martín Cárdenas: Nouvelles cactées boliviennes. In: Cactus, Organe de l'Association Francaise de Cactus et Plantes Grasses. Nr. 57, Paris 1957, S. 246 (online). Die 1980 vorgenommene Umkombination von Friedrich Ritter war ungültig, da ein direkter Verweis auf das Basionym fehlte. Urs Eggli validierte 2005 diese Umkombination.Urs Eggli: Nomenclatural Notes on Three Species of Cactaceae from South America. In: Novon. Band 15, Nr. 2, 2005, S. 277 (online).
In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird die Art als „“, d. h. als nicht gefährdet geführt.
Nachweise Literatur
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Yungasocereus (Kakteen) Inquisivensis